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Skandinavien Teil 3

Sonntag,1.Juni 2014
Heute nichts Neues bei Vogg´s. Wir sind nur bis nach Trondheim zum Concorde-Händler gefahren und haben den ganzen Nachmittag vor dem Womo in der Sonne verbracht. Auch beim ADAC und bei der Versicherung können wir erst am Montag anrufen. Hoffentlich haben wir morgen eine Lösung für unseren Spiegel.

Montag,2.Juni 2014
Gleich um 8 Uhr haben wir mit der Versicherung und mit dem ADAC telefoniert. Dann hatte auch um 9Uhr der Händler auf und wir konnten unser Anliegen vorbringen. Nun ging die Odyssee los.Telefonieren, suchen, reden, abklären. Mit unserem Englisch haben wir uns wie immer echt gut durchgeboxt, da leider niemand Deutsch konnte. Das Problem war, das es in ganz Norwegen, bei keinem Händler einen Ersatzspiegel für uns gab. Auf eine Antwort von der Firma Concorde in Aschbach warteten wir stundenlang und der Spiegelhersteller in Deutschland den der Händler für uns ausfindig gemacht hatte , weigerte sich das Spiegelglas zu schicken da sie in Norwegen keinen Partner haben – WATT ?? -was soll den der Sch... ??? Da wir beim ADAC und bei unserer Versicherung auch einen Ersatzteileversand dabei haben wären diese Kosten des Versand abgedeckt – aber zuerst mussten wir ja einen Spiegel finden. Der Händler war so was von bemüht, unglaublich nett und ständig am überlegen wie er uns helfen könne. Zumal er auch bemerkte das Werners Halsschlagadern die Stärke eines Bootstau angenommen hatte und sein Gesicht so rot wie der Kopf eines Engländers nach dem ersten Sonnenbad war. Der Anruf der Firma Concorde brachte Werner dann in die Startposition einer Ariane Rakete. Die hatten einen Spiegel auf Lager wollten uns aber den kompletten Spiegel mit Gehäuse andrehen. Für 815 Euro plus 320 Euro Versand !!! Das brachte den sonst so ruhigen und besonnen Werner dazu mit großen Schritten den Verkaufsraum zu durchlaufend und mit lauten und deutlichen Worten – dazu noch in Hochdeutsch, was besonders gefährlich ist - seinem Unmut Luft zu machen – wollen wir es mal einfach so ausdrücken ?
„Leute , jetzt hört mir mal gut zu : wenn ich einen Liter Milch möchte, kaufe ich deswegen auch keine ganze Kuh !!“
war da doch nett erklärt ,gell !!! Und was soll man sagen. Nach seiner etwas längeren und ausführlichen Ansprache die es in sich hatte, erhielten wir dann doch die Nachricht das man jetzt bereit wäre uns nur die Gläser zu schicken. Die kommen dann auf 200 Euro und der Versand wird vom ADAC übernommen. Geht doch !Der Händler hat sich gefreut und meinte es wäre schön das Susis Gatte nun wieder lächelte. So – jetzt heißt es warten. Es soll 2 – 3 Tage dauern und wir suchen uns in der Nähe einen schönen 4 Sterne Campingplatz und wollen die Tage bei diesem tollen Wetter zum Waschen, Putzen und natürlich auch zum Ausspannen zu nutzen.

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Dienstag, 3.Juni 2014
Der Campingplatz Storsand Gard **** in Malvik, ca.20 km hinter Trondheim Richtung Norden ist wirklich wunderschön und sehr gepflegt und unbedingt empfehlenswert auch wenn er mit ca.36 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist.Aber mit einem schönen eigenen Strand mit Badesteg und sauberen Sanitäranlagen.Die Rasenflächen sind grün und gut geschnitten und man könnte auch mit dem Bus direkt vor dem Platz nach Trondheim fahren. Waschmaschinen und Trockner mit großen Trommeln erleichtern einem die Wäsche ungemein und in Null, Komma nichts haben wir alles gewaschen und wieder eingeräumt und die Betten sind auch wieder frisch bezogen.Das Wetter ist bombastisch und wir lungern den restlichen Tag vor dem Womo herum. Susi hat zwei Blech Apfelkuchen gebacken und es duftet auf dem ganzen Platz so lecker nach das manch einer beim Vorbeilaufen ziemlich neidisch auf unseren Tisch schaut. Abends grillen wir gemütlich und machen noch einen Spaziergang zum Strand wo es wunderbar ruhig ist und die Sonne alles in goldenes Licht taucht . Ein schöner entspannter Tag geht zu Ende.

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Mittwoch, 4.Juni 2014
Regentropfen die an mein Fenster klopfen … Heute Morgen hat es leicht zu regnen angefangen und es sieht nicht nach Besserung aus. Wir wollten eigentlich noch einen weiteren Tag hier bleiben disponieren jetzt aber um und machen uns auf die Socken nach Trondheim. Mautstraßen wollen wir meiden und tuckern deshalb ganz gemütlich durch kleine Ortschaften und Waldwege. Immer wieder kommen uns Schafe entgegen und es riecht nach frischem Holz wenn wir bei den Baumstämmen vorbei fahren. So lieben wir es einfach. Etwas einsam, ruhig und viel Natur um uns herum. Smudo kann von seinem Lieblingsplätzchen auf dem Armaturenbrett wunderbar mit den Wolltieren in Kontakt treten wenn wir langsam vorbei rollen. In Trondheim gibt es einen tollen Wohnmobilstellplatz der auch noch kostenlos ist und man hat nur ca.500 Meter in die Innenstadt. Und los geht es zur Nidaros Domkirke , dem größten mittelalterlichen Bauwerk in ganz Skandinavien. Ein großartiges Bauwerk. Man kann gar nicht alles auf einmal wahr nehmen was es da an Details zu sehen gibt.Viel Drachen und Fantasiefiguren thronen auf den Türmchen und Balustraden. Insgesamt 75 Steinfiguren ! Und ein sehr alter Friedhof mit mächtigen Bäumen und verwitterten Grabsteinen gibt dem ganzen Gelände etwas mystisches. Der Innenraum ist etwas düster und nur die schönen bunten Fenster geben ein wenig Farbe in das Gemäuer. Unser Rundgang führt uns dann über die bekannte Bybrua – eine alte Zugbrücke - in das ehemalige Arbeiterviertel Bakklandet. Auf der Brücke kann man die alten, bunten Lagerhäuser sehen die alle auf hölzernen Stelzen stehen. Sehr interessant und einzigartig. Das Viertel hat noch immer die gut erhaltenen Holzwohnhäuser die in Pastellfarben und auch in kräftigem Rot oder Grün eine Straße flankieren die mit Kopfsteinpflaster an eine Zeit erinnern die schon sehr lange vorbei ist.Lustig ist auch an einem Hang ein Fahrradlift ! So etwas haben wir noch nicht gesehen . Man schiebt seinen rechten Fuß gegen eine Halterung und wird so nach oben geschoben , ähnlich wie bei einem Skilift. Die Anlage wird rege genutzt da es steil die Straße nach oben geht. Gefällt uns echt gut ! Da haben wir auch Bilder davon gemacht, da sieht man das besser. Auf der nächsten Brücke laufen wir wieder zurück in die Innenstadt die wirklich sehr einladend und gemütlich ist.Ein Bummel macht Spaß und die alten Häuser sind alle toll restauriert. In der Zwischenzeit haben wir auch super News erhalten per sms: Die Spiegel sind angekommen ! Und das gerade mal nach 2 Tagen - sensationell ! Wir werden gleich morgen früh hinfahren und dann wäre es echt ein Wahnsinn wenn die Spiegel: die Richtigen wären + unversehrt angekommen sind + passen würden ! Drückt uns die Daumen da alles so eintrifft! Dann kann es morgen wieder weiter gehen!

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Donnerstag, 5.Juni 2014
Heute Morgen sind wir gleich zum Händler nach Heimdal gefahren. Jubel – freu – Hände klatsch :-) Die Spiegel sind heil angekommen und das nach nicht mal 2 Tagen - sensationell ! Und es sind die Richtigen und sie passen! Werner baut sie natürlich höchstpersönlich wieder ein, da traut er keinem Anderen! Wenn da Einer nicht aufpasst und das Teil fallen lässt – undenkbar ! Nach dem Bezahlen bedanken wir uns ganz herzlich bei Jim,der sich so für uns ins Zeugs gelegt hat und ein sehr netter und lustiger Typ ist, mit Bier aus Deutschland das Werner als „ Proviant „ für Skandinavien mitgebracht hat. Pils und Paulaner Weißbier, er freut sich sehr darüber. In Norwegen ist es nicht üblich Trinkgeld zu geben , das hat uns schon ein Einwanderer aus Deutschland erklärt. Aber kleine Geschenke sind schon ok. Und so können wir auch schon weiter fahren in Richtung Kristiansund. Über die E39 kommen wir nun in eine ganz andere Gegend als bisher. Sehr viel Tannenwald , saftige, grüne Wiesen , Berge, Täler und Gehöfte. Fast könnte man meinen man wäre in Österreich.Die Häuser sind immer noch aus Holz aber oft jetzt in den Farben Braun, ganz Dunkelbraun und Natur. Wirklich sehr schön und es passt wunderbar in das Landschaftsbild.Und wir sehen jetzt auch oft Kühe und Pferde auf den Weiden und die Schilder am Wegesrand warnen jetzt nicht mehr vor Elchen oder Rentieren sondern im Wechsel vor Rehen und Hirschen oder Pferden mit Reitern. Die Straße ist sehr schmal und die LKWs die uns entgegenkommen sehr breit. Da heißt es wieder aufpassen mit dem Gegenverkehr. In Halsa gehen wir wieder mal auf eine Fähre, Kostenpunkt 35 Euro. Da kommt schon immer ganz schön was zusammen und die Mautgebühren für Straßen oder Brücken werden ja auch immer elektronisch abgelesen und gespeichert und man bekommt die Rechnung dann nach Hause geschickt. Puhh ! Da haben wir bestimmt noch das ganze Jahr Freude an unserer Reise bei so vielen Briefchen die da noch kommen werden. Wieder an Land geht es weiter bis kurz vor Kristinasund bis es in einen Tunnel geht mit fast 6 Metern Länge und einem Gefälle von 8,5 % und in der Mitte wieder mit einer Steigung von 8,5 % unter dem Wasser durch.Imposant und trotzdem haben wir wieder einmal ein leicht mulmiges Gefühl bis wir wieder das Licht am Ende des Tunnels sehen. So, nun sind wir hier und auf dem schönen Stellplatz Altanten Turistsenter , günstig für ca.19 Euro und gerade mal 1,5 km von der Altstadt entfernt. Die Fahrt nach Kristiansund war angenehm und es ging durch eine wunderbare Gegend und hat Spaß gemacht .

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Freitag, 6.Juni 2014
Um uns Kristiansund anzusehen fahren wir in die Stadt und parken am Museumskaffee der antiken Werft. Kostenlos und nahe am Hafen. Und man kann direkt in die alte Werft eintreten. Da ist alles beschildert so das man über die einzelnen Dinge aufgeklärt wird das man sich gut vorstellen kann wie das hier mal früher zugegangen ist. Und dazu noch der „Originalschauplatz „ . Ein Besuch lohnt sich.Von dort geht es weiter zum Hafen wo die großen Kreuzfahrtschiffe und die Hurtigruten anlegen. Und da befindet sich auch das Denkmal des Klippfischweib. Klippfisch ist ein durch Trocknung und Salzung haltbar gemachter Fisch und ein wichtiger Wirtschaftszweig. Nach einem Bummel durch die Stadt geht’s zurück ins Wohnmobil und wir beginnen die Fahrt zu unserem Highlight für diesen Tag. Über die Straße 64 fahren wir bis zum großen Tunnel. Wieder ein gelungenes Bauwerk, wieder eine Inselverbindung die uns tief in die Erde und unter dem Wasser durchführt. Länge: 5,9 km , Gefälle und Steigung: 10% Unser rollendes Haus muss sich schon abmühen und Werner muss ständig hoch und runter schalten. Dann endlich wieder Licht und ein Zahlhäuschen das uns die Gebühr von ca. 51 Euro abnimmt. Solche Besonderheiten müssen eben auch finanziert und erhalten werden. Nun sind wir auf der Insel und es geht durch ein paar kleine Orte. Dann beginnt die „Atlanterhavsveien „ !Dahin wollten wir. Die sogenannte „Atlantikstrasse „schlängelt sich über zwölf niedrige Brücken, die ins Meer hinausragen und verbindet die Inseln miteinander.Die Strecke ist zwar nur insgesamt 8274 Meter lang und führt mit sanften Schwüngen und dann wieder mit engen Kurven durch den Atlantik aber diese Stecke reicht aus um jedes Jahr viele Tausende Besucher anzulocken. Die spektakulärste Brücke ist die „ Storseisund – Brücke „ mit einer Länge von 260 Metern und einer Höhe von 23 Metern, damit alle Schiffe bei jedem Meerwasserstand darunter durch fahren können. Und wir fahren darüber – wirklich atemberaubend wenn man sie hochfährt und dann oben über die Kuppe kommt – ein Erlebnis mit „AHHHH „ Effekt ! Wir lassen uns Zeit für dieses Bonbon unserer Reise und halten an jeder Stelle an der eine Haltemöglichkeit ist um ja alles genau zu sehen und dieses wunderbare Bild in uns aufzunehmen.Kein Wunder wurde diese einzigartige Inselstraße zum „ Bauwerk der Jahrhunderts „ in Norwegen gekürt und vom englischen Guardian zur besten Autoroute der Welt erklärt ! Fast ist es ein bisschen schade als wir am Ende angekommen sind und wir würden am Liebsten noch einmal zurück fahren – aber so war es wieder mal ein „ erste Mal „ und das ist immer das Schönste Erlebnis !Deshalb düsen wir weiter und freuen das wir hier sein durfte. Für die Nacht haben wir uns wieder einen kostenlosen Schlafplatz ausgesucht. Der Parkplatz der zur Trollkyrka – Die Trollkirche gehört .Unsere Aufgabe für morgen – hoch zu den Grotten !

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Samstag, 7.Juni 2014
Um 10 Uhr sind wir soweit. Ausgestattet mit Rucksack und Wanderstöcken geht es los. Der Wanderweg beginnt eben und steigt erst langsam an um sich dann immer steiler den Berg durch Nadelwald hochzuschrauben. Diese Gegend ist ein Hochmoor und deshalb wächst hier alles sehr üppig und grün. Moos überall und fast hat man das Gefühl als würden in nächsten Moment Elfen über die Blüten schweben oder ein Troll hinter einem Baum hervor grinsen. Wie in einem Zauberwald. Dann stößt man auf einen kleinen Bach der aus der Trollkyrkja kommt.Ab hier führt der Weg immer am Wässerchen entlang und es wird unwegsamer und es muss gekraxelt werden .Teilweise sind die großen Felsbrocken und die glatten Steinplatten sehr glatt und man muss aufpassen das man richtig auftritt.Der Boden ist sehr weich und auch sehr feucht vom vielen Wasser. Um so höher man kommt um so nebeliger ist es und die Dunstschleier lassen alles in einem etwas mystischen Licht erscheinen.Schafe blöken irgend wo ganz oben am Hang,sind aber nicht zu sehen.Oben auf dem Bergkamm sieht man im Nebel eine Ziege stehen.Etwas unheimlich das Ganze .Mühselig geht es voran und die Anstrengung lässt uns schneller atmen.Tausende kleine Mücken umkreisen uns und hinter lassen winzige Bissspuren an jeder freien Hautstelle. Nach ca. 90 Minuten haben wir die 400 Höhenmeter geschafft und stehen vor dem Eingang der ersten Grotte. Susi möchte lieber außen warten und die tolle Aussicht genießen. Werner geht alleine los.In der Höhle ist es stockdunkel und der Boden ist nass und glitschig.Ein ca.70 Meter langer Weg führt durch das schwarze Nichts zu einem Wasserfall der in ein Naturmarmorbecken stürzt.Aber soweit will Werner gar nicht gehen.Er schaut sich eine Weile um und kommt dann wieder zurück. Irgend wie hatte er ein komisches Gefühl dort drinnen und so ist es immer besser seine eigenen Grenzen zu erkennen und auch einzuhalten. Man könnte jetzt noch ein Stück höher klettern und die große Halle über eine Eisenleiter erreichen.Aber für uns endet diese Tour hier und wir machen uns auf den Heimweg. Der Abstieg ist auch nicht ohne da es nun steil bergab geht und die Knie und Sprunggelenke müssen schon einiges aushalten.Nach weiteren 90 Minuten kommen wir wieder glücklich unten an. Wir haben unser persönliches Ziel – die Trollkirche - erreicht und und freuen uns über eine anstrengende aber schöne Wanderung. Nach einer Kaffeepause machen wir uns auf den Weg nach Andalsnes . Wieder eine kurze Fährfahrt – Kostenpunkt: ca.30 Euro ( wir brauchen jetzt mal schnellstens eine Geldquelle – Spenden werden gerne angenommen !Bei Interesse bitte eine Nachricht über "Kontakt " an uns senden - wir werden uns dann sofort darum kümmern !! ) Auf dem auch wieder kostenlosen Stellplatz beim Bahnhof werden wir übernachten und morgen unsere Fahrt zum Trollstigen – einer der bekanntesten Bergstraßen mit vielen Serpentinen – von hier aus starten

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Sonntag, 8.Juni 2014
Wir werden durch lautes Hupen und Lautsprecherdurchsagen unsanft geweckt. Was ist da los ???Als wir die Rollos öffnen blicken wir auf zwei große Kreuzfahrtschiffe. Die Costa Mediterania hat am Kai angelegt und die Aida etwas weiter hinten im Hafenbecken. Die Fahrgäste strömen aus den Riesen und überschwemmen denn kleinen Ort. Busse stehen bereit für die Landausflüge und ständig gibt es Ansagen und Einweisungen.Ist schon beeindruckend so ein Flaggschiff mal aus der Nähe zu sehen und um so unfassbarer bei der Costa das so ein Ozeanhotel so schnell untergehen kann. Man bekommt schon noch etwas Gänsehaut wenn man an dieses Unglück zurück denkt. Wir bummeln auch noch etwas durch die Gassen und warten den Nachmittag ab wenn die Ausflügler wieder vom Trollstigenausflug zurück zum Schiff kommen, erst dann werden wir diese Attraktion ansteuern.Um 14 Uhr brechen wir auf um die gerade mal ca.20 km zu fahren bis wir die sensationelle Serpentinenstraße erreichen.Die berühmteste aller nordischen Bergstraßen die sich in elf unglaublichen Haarnadelkurven an einer fast senkrechten Felswand entlang nach oben schraubt auf ca.800 Metern. Der Weg bis dorthin ist sehr schön und führt durch Wälder und die Berge werden immer höher.Am Beginn des Aufstiegs gibt es eine Haltestelle mit Infotafeln und man kann sich zuerst einmal von unten ansehen was man da erleben wird. Und dieser Anblick ist wirklich schon beeindruckend. Ein Wasserfall der tosen in die Tiefe stürzt und eine sehr schmale Straße die sich wie ein Wurm nach oben windet und bei entgegen kommenden Verkehr in den Kurven schon ungemütlich werden kann.Wir starten und Werner freut sich einen Wolf auf das Fahrvergnügen. Das macht ihm immer ungemein Freude sein Womoschiff durch enge Stellen oder ungeeignete Wege zu steuern. Langweilig mag er nicht – das kann ja jeder. Also ist das heute mal wieder eine Gelegenheit etwas Spaß zu haben. Das Gegenteil ist das für Susi, die es überhaupt nicht mag als Beifahrer immer am Abgrund zu sitzen und in die Tiefe sehen zu müssen .Und dieses mal wird es für sie ein Nervenkitzel da ständig Reisebusse entgegenkommen die uns sooo nahe an die Kante der Straße bringen das man denken könnte man säße mit dem Hintern schon in der Luft. Smudo ist etwas verunsichert das Susi ständig OhGottohgottohgott gilft !Aber Herrchen lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und muss über die tonalen Unterhaltung herzhaft lachen. Wir haben alle Tränen in den Augenwinkel als wir oben ankommen – Werner vom Lachen , Susi vom Kreischen und Smudo vom Blinzeln wegen der Sonne.Wir halten auf dem großen Parkplatz und nach dem auch Susi wieder fröhlich ist geht es auf die zwei Aussichtsplattformen die jede frei in der Luft hängen. Von dort hat man einen spektakulären Blick auf den Straßenverlauf in der Steilwand und die beiden Wasserfälle. Und wir trauen uns alle drei auf beide Stege. Unglaublich schön , aufregend ,faszinierend und beeindruckend ist dieser Ausblick und wir müssen sagen das man hier auf jeden Fall das antrifft was man erwartet hat und noch übertroffen wird.Wir sind begeistert. Und das Beste ist das wir hier auf dem Parkplatz heute Nacht kostenlos übernachten können. In dieser Kulisse ? Besser geht es einfach nicht und wir freuen uns obwohl es zu regnen angefangen hat , heute hier oben unseren Abendspaziergang machen zu dürfen. Ein toller Tag in Norwegen !

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Montag,9.Juni 2014
Wir verlassen nach einer ruhigen Nacht unsere Schlafstätte und durchfahren eine Landschaft die wie geschaffen zum Durchwandern und erforschen ist. Nie weiß man was einem nach der nächsten Kurve erwartet und es ist ein Wechsel zwischen Hochgebirge und Tälern die mit grünen Blumenwiesen locken. Schafe, Kühe und Pferde weiden auf saftigen Weiden und haben ein wirklich schönes Leben. Man merkt natürlich auch das man sich in einem Touristengebiet befindet den ständig kommen uns Wohnmobil, Gespanne, Motorräder und die unzähligen Reisebusse entgegen. Aber wo es schön ist da wollen eben nicht nur wir sein sondern viele Andere auch. Und diese Gegend ist geradezu gespickt mit Attraktionen und innerhalb weniger Kilometer kommt man aus dem Stauen nicht heraus. Eine grandiose und mächtige Bergwelt mit schroffen und auch weichen Gipfeln die von sanften Tälern geteilt wird. Wir fühlen uns einfach nur gut bei dieser schönen Fahrt. Und immer wieder halten wir an und schauen nur. Dann naht der nächste Haltepunkt. Gudbrandjuvet : ist eine 5 Meter breite und 20 – 25 Meter tiefe Schlucht die der Fluss Valldola gegraben hat. Man kann auf gut abgesicherten Wegen diesen tosenden und rauschenden Wildbach überqueren und in die Tiefe schauen. Wie aufschäumende Milch brodelt es unter uns und auch der Geräuschpegel verursacht uns eine Gänsehaut .Ganz feiner Wassernebel legt sich auf die Haut und die Brücke schwankt unter der Füßen. Jetzt ja nichts fallen lassen !Ein wirkliches Naturschauspiel bietet sich uns da! Beeindruckt von den bizarren Felsformationen und den Gletschermühlen , wie man solche Engen nennt , steigen wir ein um zum meist besuchten Fjord Norwegens zu gelangen .Bis Eidsdal geht es auf der Straße weiter , dann kommt wieder mal eine Fähre. Kostenpunkt: 36,50 Euro . Und nach wenigen Kilometern erreichen wir denn Aussichtspunkt und blicken zum ersten mal auf den Geirangerfjord ! Genau von dem Punkt der immer auf allen Postkarten zu sehen ist. Da liegt er blau-grün und glänzend in der Sonne, mit Kreuzfahrtschiffen und Segelbooten !Wie gemalt und wir sind fasziniert und beeindruckt und stehen zum Glück wieder mal ganz alleine hier oben! Schnell in den Arm nehmen und diesen einmaligen Augenblick zu Zweit hier oben festhalten! Wieder ein Wunschziel ist erreicht und genau so schön wie wir es uns vorgestellt haben.Wir machen noch einen Spaziergang hier oben und sehen viele tote Lemminge auf dem Weg . Das sind Wildhamster die nur noch in hohen Lagen im Norden leben. Leider können wir kein lebendes Tier entdecken und kehren um . Die nächste Plattform nennt sich – die Adlerkurven – weil es in Serpentinen geschwungen nach unten geht. Von hier aus haben wir jetzt den Blick über das bekanntesten Fjord-teil und dank neuer Kamera können wir ein paar schöne Panoramabilder davon machen. Einfach klasse !Und der Wettergott hat auch ein Einsehen und schenkt uns strahlenden Himmel ! Also jetzt noch bis zum Campingplatz Geiranger. Ein schöner Platz mit herrlicher Aussicht und am Abend besichtigen wir noch den auch sehr schönen und sehenswerten Wasserfall der mitten im Ort in die Tiefe rauscht und sehr gefährlich sein kann für übermütige Touristen.Es hat hier schon Tote gegeben.Aber wir laufen einfach nur den steilen Treppenweg nach oben und halten gebührenden Abstand.Ein wundervoller Urlaubstag !

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Dienstag, 10.Juni 2014
Wie erwartet werden wir vom Lärm der Kreuzfahrtschiffe geweckt. Hupen und Kanonenschläge kündigen die Gäste an . Und alles ist auf den Beinen um die berühmten Wendemanöver der Ozeanriesen zu erleben. Das ist ein Highlight jeder Schiffsreise hierher. Am Ende des Geirangerfjords wird der Kapitän gefordert sein Baby in der engen Bucht einmal zu drehen. Sieht einfach aus ist aber eine Glanzleistung und man schaut gespannt zu wie sich dieses Hotel um die eigenen Achse dreht. Bravo sagen wir da ! Die kleinen Beiboote schwärmen aus und bringen die kaufwütigen Souvenirjäger an Land .Wir sitzen ganz entspannt beim Frühstück und kommen uns vor wie in einem Film, fehlen nur noch die Kameras.Heute bleiben wir hier und legen wieder mal einen Relax, Putz ,Wasch und Aufräumtag ein. Muss eben auch sein.Und bei der Aussicht ist das eine Freude !

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Sondergalerier "Smudo" - Susis liebstes Motiv !

Mittwoch, 11.Juni 2014
Servus Geiranger – schön war´s bei dir ! Aber jetzt machen wir uns auf den Weg, wir müssen weiter. Zuerst geht es durch das Dorf und dann hinauf auf den Dalsnibba der mit rund 1500 Meter hinter dem Ort aufragt. In Serpentinen sind wir gekommen und so geht es auch wieder hinaus. Zuerst scheint noch die Sonne und wir können noch einmal schön auf den Fjord blicken aber dann fängt es an zu regnen und es zieht sich zu. Als machen wir nur Rast am Djupvatnetsee der fast bis in den Juni gefroren ist . Aber die Fahrt auf die Spitze lassen wir aus und fahren weiter bis zur Straße 15.Die Landschaft sieht ziemlich trostlos aus und es auch keinen Spaß zu Fahren. Unser Ziel ist Lom am See Ottavatn ca.80 km ins Innland. Durch Wald und Wiesen geht es und kleine Höfe liegen links und rechts der Straße und zwei schöne rauschende Wasserfälle die uns zum Anhalten einladen. Ist einfach immer eine Pause wert, so eine schäumende Wut.Lustige Namen haben die auch: Pollfoss und Donfoss!In Lom angekommen halten wir auch sofort bei der Hauptattraktion . Eine Stabkirche aus dem Jahre 1180 !Sie thront im Stadtzentrum und bietet einen schönen aber auch etwas düstere Eindruck.Jede Seite sieht anders aus und erinnert an manch einen alten Wikingerfilm. Und die kleinen Friedhöfe die immer von einer Steinmauer eingerahmt werden verleihen dem ganzen doch noch einen etwas gespenstischen Eindruck.Um unsere Vorräte auszufüllen fahren wir zu einen großen Geschäft und beschließen auch hier zu schlafen. Ist nahe am Ort und wir können noch einen Spaziergang machen um uns die zweite Sensation anzuschauen. Der Wasserfall Prestfossen der von einer alten , kleinen Auslegerbrücke reizvoll und malerisch überquert wird.Mit Getöse und wild fauchend stürzt er mitten durch die Stadt unter einer Brücke in die Tiefe und direkt neben der Stabkirche passt das natürlich in unser Bild aus der Wikingerzeit. Der Himmel ist wieder heller, es hat aufgehört zu regnen und das was wir hier vorgefunden haben gefällt uns.Was will man mehr !

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Donnerstag,12.Juni 2014
Die Straße 55 die über das Sognefjell führt ist frei und kann befahren werden.Jetzt geht es noch einmal richtig ins Hochgebirge.Es beginnt langsam und führe durch schöne Wälder, vorbei an der Sagasäule bei Elveseter und gewinnt langsam an Höhe. Die Gegend wird immer karger, schroffer und wenig bewachsen und etwas Schnee ist zu sehen.Bis man dann in das große Sognefjell kommt sieht man noch die Reste des langen und eisigen Winters in Form von hohen Schneeverwehungen.Überall stürzen Wasserfälle von den Gipfeln herunter und kleine und größere Bäche durchziehen jeden freien Winkel.4 Meter hohe Stöcke zeigen den Schneestand an und alle Wirtschaften oder Hütten sind noch geschlossen.Kaum ein Auto kommt uns entgegen – so zusagen gar keins !Wir ziehen ganz allein nach oben und es wird immer unwirklicher. Regen hat eingesetzt, dann kommt Wind auf und durch den Scheibenwischer erkennt man die immer noch zugefrorenen Seen und die Eisschollen am Rand und auf der Fläche.Und plötzlich ziehen dichte Nebelschwaden auf. Man sieht keine Hand vor den Augen und Werner muss sich sehr auf die Fahrbahn konzentrieren um nicht abzukommen. Susi ist völlig angespannt und kann den Abgrund auf ihrer Seite nur erahnen.Was für eine grausige Fahrt!Mitten in Juni im sind wir in einer unheimlichen Winterlandschaft und schieben uns über die Straße durch die Nebelwand!Endlich ist der höchste Punkt mit 1440 Meter erreicht und es geht etwas über die Ebene und dann abwärts.Über jede Kurve nach unten wird die Sicht wieder besser und wir kommen wohlbehalten im Tal wieder an.In Skjolden biegen wir nach links ab auf eine kleine Straße die uns den Weg nach Urnes zeigt.Und schon beginnt das nächste Abenteuer.Straße ist zu viel gesagt – ein schmaler Weg am Wasser entlang , gerade breit genug für ein Auto und drei der grusseligsten Tunnels die wir je durchfahren haben. In den Felsen gehauen, schwarze Löcher, ohne Licht,Begrenzungen oder irgendwelche Erkennungsmerkmale.Nur Pechschwarz und so breit wie unser Fahrzeug.Werner muss langsam und in der Mitte fahren da man nicht weiß ob die Steine alle gleich hoch sind.Wenden kann man auf der ganzen Stecke nicht.Es geht nur vorwärts.Nach ca.30 Kilometern ist Urnes erreicht. Puhh – erst mal durchatmen!Vom Parkplatz aus geht es zu Fuß einen Hügel hoch und da steht unser Zielobjekt.Eine kleine Stabkirche,schwarzbraun und wettergegerbt .Sie ist die älteste erhaltene Stabkirche Norwegens,weltbekannt und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.Ein kleines Ding mit dem typischen Friedhof.Ruhig und etwas versteckt steht sie da und wir umrunden sie einmal bevor wir zur Fähre gondeln um über zusetzten. Das letzte große Abenteuer erwartet uns heute in Form einer kleinen Fähre und mit etwas mulmigen Gefühl fahren wir rückwärts auf das Schiff und werden so zur Sensation der Mitfahrgäste die ihre Daumen nach oben stecken und sich freuen das Werner so ein perfekter Fahrer ist.Und wir kommen wirklich am anderen Ufer an und der Kapitän winkt uns mit einen freundlichen Gruß von Bord. Für heute reicht es also ab auf den kleinen Campingplatz und Feierabend !

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Freitag,13.Juni 2014
Die Sonne scheint wieder – freu !!! Und es geht von Sogndalsfjora , wo wir übernachtet haben , zur Fähre nach Fodnes. Kostenpunkt: Euro. Und dann weiter ins Laerdal nach Borgund. Diese Gegend ist wirklich wunderschön und äußerst fruchtbar wie es scheint. Alles ist grün und es gibt viel Landwirtschaft. Apfel und Kirschbäume , Kartoffelfelder und Beeren aller Art wachsen hier.Umrahmt wird das Tal von bis in die Höhe bewachsene Berge die aussehen als wären sie in einen moosgrünen flauschigen Mantel gehüllt. Und kleine und größere Wasserfälle zaubern eine Landschaft wir aus dem Bilderbuch. Man könnte unentwegt die Kamera zücken aber wir wollen diesen Teil Norwegens heute einfach mal nur mit unseren eigenen Augen sehen und uns daran erfreuen.Und so gelangen wir zu dem kleinen Ort Borgund in dem auch wieder eine kleine Stabkirche steht. Viele sagen es wäre die schönste ihrer Art und wir wollen ihnen damit Recht geben. Entzückend und niedlich sieht dieses schwarze durch Teer gefärbte Sehenswürdigkeit aus. Windschief und mit Holzschindeln gedeckt bezaubert sie durch ein in sechs Stufen aufsteigendes Dach auf dem Drachenköpfe in den Himmel ragen.Fratzen mit heidnischem Ursprung zieren die Fassade und halten seit mehr als 800 Jahren Geister fern.Uns gefällt sie einfach super. Und dann geht es durch das gut bewirtschaftete Tal zurück bis zum Laerdaltunnel der mit einer Länge von 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt ist. Den wollen wir darum fahren ,weil im Abstand von 6 km drei riesige Hallen die Monotonie der Fahrt unterbrechen. Sie sind mit blauem Licht ausgeleuchtet und verbreiten so eine Mystik des 21.Jahrhunderts. Und wirklich zauber dieses blaue Licht eine Erlebniswelt unter die Erde und das darauf zufahren auf den Beginn der Hallen gibt einen den Eindruck in einem Freizeitpark durch ein einen Tunnel zu düsen. Bei dieser Fahrt bietet es sich an dabei eine CD mit entspannender Musik dabei zu hören .Instrumental oder Chorgesänge lassen diese Reise durch die Erde zu einem einmaligen Erlebnis werden – es kommt eben immer darauf an wie man es für sich gestaltet. Dann sind wir wieder im hellen Tageslicht und nach ein paar Kilometern haben wir auch schon Flam erreicht. Ab auf den Campingplatz und Grill ausgepackt. Die Sonne strahlt noch immer von Himmel und so können wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

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Samstag, 14.Juni 2014
In der Sonne sitzen und frühstücken in einem so wunderschönen Panorama – einfach herrlich! Wir sind von hohen Bergen eingerahmt und der Fjord glänzt wie ein silbernes Band. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof der nur ein paar Minuten vom Campingplatz entfernt ist. Smudo muss heute mal im Womo bleiben damit wir die Fahrt mit der Flambahn in Ruhe machen können. Als wir ankommen können wir sofort einsteigen und suchen uns in den schönen Wagons einen Platz mit einem Fenster zum öffnen.Die Fahrt dauert eine Stunde bis nach Myrdal und eine Stunde wieder zurück nach Flam und kostet pro Person 400 NOK- das sind ca. 50 Euro – also 100 Euro für uns Beide. Die Strecke ist 20 KM lang und führt in Schleifen auf mehreren Ebenen und durch 20 Tunnel bis auf eine Höhe von ca. 840 Meter. Es geht los und schon nach wenigen Minuten steigt die Strecke an. Und wir sehen begeistert atemberaubende und wilde Gebirgspartien, Wasserfälle, Wildbäche, Täler und tiefe Schluchten. Schneebedeckte Berge und Bergbauernhöfe malen ein Bild von Harmonie und Frieden. Alles sieht einfach so idyllisch und malerisch aus das man gar nicht weg sehen möchte. Und dann kommen wir zum Höhepunkt der Fahrt : KJOSFOSSEN !!!ein gigantischer und sehr gewaltiger Wasserfall der in Kaskaden über den Fels stürzt und alles in einen ganz feinen Wassernebel hüllt. Und die Bahn hält direkt davor und man darf den Zug für wenige Minuten verlassen um Bilder zu machen.In dieser Zeit erscheinen auch zwei „Sirenen „ oberhalb der Plattform auf einer Ruine. Der Sage nach haben diese Wesen früher versucht die Menschen in den Berg zu locken- ähnlich wie bei unserer Lorely. Mystische Musik erklingt und die Weibsbilder tauchen auf und tanzen betörend. Und wer nicht aufpasst hat sie auch schon verpasst wenn sie plötzlich wieder verschwinden!Dann geht es weiter durch eine der schönsten Gegenden Norwegens und dazu schenkt uns der Wettergott auch noch einen warmen Sonnentag!Die Rückfahrt ist genau so toll und man entdeckt Stellen die man zuvor noch nicht gesehen hat. Also diese umwerfende Bahnfahrt können wir nur wärmstens empfehlen und den anschließenden Museumsbesuch ,der im Preis inbegriffen ist, auf jeden Fall auch. Zurück auf dem Campingplatz wird dann noch heftig gegrillt !

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Sonntag, 15.Juni 2014
Heute geht es wieder weiter und unser Ziel ist Bergen, die zweitgrößte Stadt Norwegens. Die Fahrt beginnt eigentlich gut und es geht durch eine wunderbare Landschaft mit viel Grün und tollen Ausblicken.Kurz vor dem Ort Voss halten wir wieder mal bei einem imposanten Wasserfall von denen es eben sehr viele in diesem Land gibt. Tvindevoss : das ist ein besonders schönes Exemplar und man kann ganz bis vorne hin zum Wasser gehen und sogar auf den großen Felsblöcken herum steigen. Meistens ist man ja auf Abstand zu diesen speienden Gefällen, darum gefällt uns der hier wirklich sehr gut.Wir machen uns einen Spaß und turnen etwas herum und Smudo kühlt sich etwas ab.Dann aber wieder los – wir haben ja ein Ziel. Aber dann beginnt wirklich eine ätzende Strecke die uns ziemlich nervt. Ein Tunnel nach dem Anderen ! In allen Längen von 200 Metern bis 11 KM ist da alles dabei. Rein- Raus -Rein -Raus – manchmal im Sekundentakt! Und für Werner ist das auch anstrengend immer von hell ins Dunkel und umgekehrt und jeder Tunnel ist anders – mit viel Licht bis fast gar Keines! Und er muss höllisch aufpassen wenn die LKWs oder Wohnmobile vorbei ziehen das nicht wieder der Spiegel fehlt !So sieht man so gut wie gar nichts mehr von der Gegend und dazu kommt noch das man dauern irgend welche Gebühren bezahlen muss! Um Bergen herum ist man nur noch am bezahlen. Wir kämpfen uns nach Navi durch die Stadt um auf den Wohnmobilstellplatz zu kommen. Der liegt anscheinend im Industriegebiet und es sieht alles andere als schön aus. Und zu allem Ärger ist der Platz dann, als wir ihn endlich gefunden haben, leider nicht mehr da !Ob es einen Anderen gibt steht auch nicht angeschrieben – alles Mist heute ! Also verlassen wir die Stadt und suchen den empfohlenen Campingplatz aus unseren Reiseführern. Der liegt leider 20 km hinter Bergen und es ist schon 20 Uhr als wir dort ankommen. Für heute reicht es uns, wir sind genervt und wollen nur noch unsere Ruhe !!!

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Montag, 16.Juni 2014
Also mit Bus und umsteigen in die Bahn bräuchten wir ca.45 Minuten in die Stadt. Aber es ist warm heute und für Smudo wären ein paar Stunden Stadtaufenthalt nicht zumutbar. Das packt es leider nicht mehr!Und bei diesem Wetter einige Stunden im geschlossenen Wohnmobil – das geht ja gar nicht ! Und jetzt nochmal zurück und ewig einen Parkplatz suchen – nö, dazu haben wir keine Lust. Also fällt Bergen einfach aus. Vielleicht irgend wann einmal .Und so geht es los Richtung Hardangerfjord der ja einer der Schönsten sein soll. Aber die gleiche Sch...... wie gestern !! Tunnel an Tunnel, Baustellen ohne Ende, enge einspurige Straßen die bei Gegenverkehr kaum passierbar sind. Was man vom Fjord sieht ist zwar sehr schön aber man sieht ja wieder mal selten etwas und wenn dann muss man sich so auf den Verkehr konzentrieren das man doch wieder nichts sieht! Und immer wieder Zahlstationen.Das ganze geht bis Granvin am Ende der Straße. Dann wollten wir eigentlich mit der kleinen Fähre übersetzen. Aber die Straße führt plötzlich in einen riesigen Tunnel und man bekommt mitgeteilt da man 600 NOK bezahlen muss ! Das sind 75 Euro !Der Tunnel ist auf unseren Karten nicht eingezeichnet, muss also ziemlich neu sein. Wenn wir das gewusst hätten wären wir mit einer anderen Fähre gefahren. Die hätte die Hälfte gekostet. Das Tunnelsystem ist aber gigantisch, mit Kreisverkehr, blauem Licht und mehreren Richtungen , nun, das hatten wir ja schon in Laerdal wäre also nicht mehr nötig gewesen. Also wieder raus und weiter am Wasser entlang. Eine sehr enge Straße und meistens unübersichtlich so da man ständig lauern muss was da um die Ecke kommt.Und so passiert es das ein Linienbusfahrer einfach an einer Haltebucht, die es zum ausweichen auf beiden Seiten gibt, vorbei fährt bevor wir dort einscheren konnten , obwohl er uns gesehen hat. Er ist dann einfach stehen geblieben und hat uns gewunken das wir rückwärts fahren sollten. Nur gab es hinter uns ewig lange keine Ausweichstelle. Also blieb ihm keine andere Möglichkeit als selbst zurück zu setzen. Nur waren hinter ihm und auch hinter uns schon unzählige PKW, LKW und Womos. Und bei ihm mussten dann alle zurück setzten - ging nicht anders. Er war natürlich stinkwütend und nach einer Weile konnten wir uns dann vorbei drücken. Genervt und gestresst haben wir dann einen Platz in Kinsarvik angesteuert und sind keinen Meter mehr gefahren. Im Moment haben wir leider die Nase etwas voll von Norwegen , von den Tunneln und den Zahlstellen !!

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Dienstag, 17.Juni 2014
Heute hat uns Norwegen wieder versöhnt.Nach einer angenehmen ruhigen Nacht machen wir uns bei Sonnenschein auf in das Städtchen Odda. Hübsch und mit bunten Häusern wirkt es einladend und kleine Läden haben alles mögliche in den Auslagen. Nach einem Bummel entdecken wir einen Fischstand und wollen uns fürs Abendessen frischen Lachs kaufen. Es stellt sich heraus das die Besitzer Auswanderer aus Mecklenburg - Vorpommern sind die seit 5 Jahren hier leben und auch eine Pension betreiben. Wir kaufen bei ihnen ein und bekommen einen leckeren Fischburger geschenkt.Und sie erklären uns wie wir zu ihnen nach Hause finden, da auch ein Wohnmobilstellplatz am Haus ist. Eine nette Unterhaltung und ein sehr freundliches Paar. Aber zunächst führt uns unser Weg durch eine sehr schöne Obstanbaugegend. Kirschen und Apfelbäume auf jedem Fleckchen. Und der kleine Fjord zeigt sich uns von seiner schönsten Seite. Wundervoll und ein Postkartenmotiv jagt das Nächste und die schneebedeckten Berge spiegeln sich im Wasser. Die Straße ist auch wieder besser und mit den Tunneln hält es sich in Grenzen. Alles wieder im grünen Bereich! Auf unserem Weg liegen zwei der schönsten Wasserfälle Südnorwegens. Der Latefoss der in zwei mächtigen Armen links und recht eines Felsens nach unten in den Fluss donnert. Wirklich sehr beeindruckend und so so was von bombastisch und schäumend ! Einfach pure Natur ! Der Zweite ist der Langfoss, der längste Wasserfall Norwegens. Man kann von unten nicht den eigentlichen Beginn erkennen – so weit oben ist der Anfang.Wie ein riesiger Vorhang in Weiß – unglaublich schön. Schwer beeindruckt reisen wir weiter bis zum Örtchen Skanevik, das man erreicht in dem man nach dem 7500 Meter langen Akrafjordtunnel nach ein paar Kilometern nach rechts abbiegt auf die Straße 48. Schmal und eng ist der 14 km lange Weg bis zum Stellplatz von Andreas – dem Fischverkäufer.Es erwartet uns eine Kulisse wie gemalt und ein Ausblick wie auf ein Bild eines Norwegenkalenders. Und bei unserem Abendspaziergang entdecken wir das schnuckeligen Örtchen und sind verzaubert vom Flair,der Ruhe und dem Gefühl einer intakten Gemeinde mitten in Skandinavien.Dieser Tag hat uns unser Urlaubsfeeling wieder zurück gebracht und wir freuen uns schon auf morgen.

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Mittwoch, 18.Juni 2014
Ein tolles Plätzchen war das in Skanevik, mit einen bleibenden Eindruck verabschieden wir uns. Und dann ging es die 14 Kilometer zurück bis zur E134 und in Richtung Haugesund. Die Straße ist Topp und die Landschaft schön und zieht an uns vorbei. Kurz vor Haugesund wechseln wir dann auf die E39 und auf einmal sehen wir ein ganz anderes Landschaftsbild. Mit viel Steinen und grünen Weideflächen die mit kleinen Mauern abgegrenzt sind. Man könnte plötzlich meinen man wäre auf Sardinien. Das wunderschöne blaue Meer, die wolligen Schafe und die Miniinseln vor der Küste.Hier ist es wirklich so was von schön! Wir halten an und blicken uns sehr erfreut um. Das gefällt uns außerordentlich gut – wechselhaftes Norwegen - toll ! Und auch der Rastplatz den wir gefunden haben ist einfach zauberhaft. Ein fantastischer Ausblick und ein Schwanenpaar mit 4 Kindern macht die Pause zu einem Erlebnis. Zur Fähre geht es voll schnell und in nicht mal 25 Minuten sind wir auch schon Mortavika angekommen. Zwei beeindruckende Tunnel erwarten uns dann noch, jeder ein paar Kilometer lang, mit Gefälle von 8% und 10 % auf eine Tiefe von ca.133 Metern unter dem Meeresboden. Die Norweger sind wirklich Weltmeister im Tunnel und Brückenbau. Und ohne diese Meisterwerke könnten wir Touristen diese Land wohl nur mit dem Schiff bereisen. Unseren Respekt für diese Leistung, ein Land das nur aus Bergen und Inseln zu bestehen scheint, befahrbar zu machen!Kurz vor Stavanger sehe wir auch schon das Objekt unserer Neugierde auf einem Felsen auftauchen: Sverd i Fjell – Schwerter im Felsen . Das Denkmal steht für : Frieden – Einheit – Freiheit König Harald Harfagre ( Schönhaar ) soll hier im Jahre 872 das Königreich geeint haben – so sagt es die Sage. In der Abendsonne stehen die drei riesigen Schwerte wie gewaltige Soldaten aufrecht und fest im Felsen. Von jeder Seite wirken sie stolz und edel. Nicht zum Kampfe gedacht sondern für den Frieden. Und im sanften Abendlicht geben sie uns genau dieses Gefühl das alle Menschen eigentlich haben sollten. Wir können uns glücklich schätzen in einem Teil der Welt sein zu dürfen in dem diese drei Worte eine Bedeutung haben und uns Sicherheit und ein Gefühl der Heimat geben. Dieses Monument steht hier symbolisch für alle Nationen denen ein Miteinander in: Frieden - Einheit – Freiheit! das Wichtigste ist. Also besucht diesen Ort wenn ihr mal in diese Gegen kommt . Noch ein paar Kilometer und wir sind auf dem Campingplatz in Stavanger und morgen wollen wir uns dann die Stadt ansehen.

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Donnerstag, 19. Juni 2014
Gegen Mittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Vom Campingplatz sind es gerade mal 3 km und der Weg ist einfach zu laufen. Vorbei an einem kleinen See marschieren wir Richtung Fähranleger. Vorbei am Ölmuseum erreicht man nach wenigen Metern die alten Lagerhäuser die gut erhalten und restauriert sind. Schräg gegenüber befindet sich das Viktoria - Hotel das 1900 erbaut wurde und gut hierher passt. Aber heute ist für uns der Riesen - Luxus - Liner MSC Orchestra Panama interessanter der hier im Hafen festgemacht hat von riesigem Ausmaß sodass alles andere wie Miniaturspielzeug aussieht aus der Nähe haben wir so einen Giganten noch nie gesehen schon imposant. Auf der anderen Seite der Kaimauer befindet sich die Gamle Altstadt Starvanger zirka 170 Holzhäuser, liebevoll Restauriert aus dem 17. und 18. Jh. sowie Kopfsteinplastergassen und Gaslaternen bezaubern den Besucher. Nach einem Bummel durch alte Zeiten nehmen wir den Weg zur Domkirke. Eine der schönsten Mittelalterlichen Kirchen Norwegens der Turm ist verhüllt aber den Innenraum können wir besichtigen. Hier treffen Architektur Handwerk und Kunst perfekt aufeinander. Die Kathedrale ist ein wahres Schmuckstück und einen Besuch wert. Besonders gut gefallen haben uns auch die vielen außergewöhnlichen Skulpturen die in der ganzen Stadt verteilt sind und bei denen man sofort erkennen kann was uns der Künstler sagen will. Eine sehr einladende Stadt in der man ohne weiteres ein paar Stunden bummeln kann für uns wird es Zeit den Rückweg anzutreten da unser Smundi schon auf uns wartet. Der Abend endet noch sehr gemütlich mit einer Fütterung aller gefiederten Freude vor unserer Womotüre. Aber das seht Ihr besser auf den Bildern.

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Werner & Susanne Vogg on tour

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Viel zu spät begreifen viele
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Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)