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Skandinavien Teil 2

NORWEGEN
Freitag,16.Mai 2014
Der Morgen ist wunderschön und der Ausblick auf den Inarisee durch die Frontscheibe könnte nicht schöner sein.Wir machen uns auf den Weg denn heute wollen wir noch nach Norwegen kommen, über den Grenzübergang in Karigasniemi.Die Fahrt ist ruhig und angenehm und wir sehen auch immer wieder Rentiere.Kurz vor der Grenze tanken wir noch einmal voll und dann sind wir auch schon in einem neuen skandinavischen Land :Norwegen, unser eigentliches Ziel ist erreicht.Und unser Schlafplatz für diese Nacht ist diese mal an unserem ersten Fjord den wir erreichen:In Oldersfjord ,am Porsangerfjord ,der mit eine Länge von 120 km der viertlängste Fjord Norwegens ist.Schöner Blick aufs Wasser und wir treffen auch ein Paar wieder das wir schon auf zwei andern Plätzen gesehen haben.Wir haben den gleichen Weg und so gibt es wieder etwas zu quasseln.Die Nacht ist ruhig und hell und wir sind müde vom Fahren.Deshalb geht’s ins Bett, denn Morgen soll es noch hoch bis zum Nordkapp gehen .

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Samstag,17.Mai 2014
Schon früh machen wir uns auf den Weg.Wir haben ca.120 km zu fahren.Der Tag ist sonnig aber auch kalt.Gerade mal 3 Grad zeigt das Thermometer.Es gibt nur einen Weg zum Nordkapp und der ist wirklich wunderschön und umwerfend.Für jeden der die Natur liebt ein Ereignis das seines gleichen sucht.Sicherlich sehen das manche anders als wir und wir hatten auch schon mit Einigen unterwegs gesprochen denen es nur wichtig war einmal dort gewesen zu sein.Bei uns ist das anders :Der Weg ist das Ziel ! Und am Ende kommt der Höhepunkt unserer Reise.Wir rasen nicht, wir reisen!Und wir können uns immer wieder begeistern.Diese fantastische Landschaft, die außergewöhnlichen Felsformationen die aussehen wie geschichteter Blätterteig,das weiche grüne und rote Moos,immer neue sensationelle Aussichten und die einzelnen herrlichen Holzhäuser die dem ganzen den Anschein einer Filmkulisse geben.Einfach nur Schauen und genießen !Und wir hätten uns keine Sorgen machen müssen das wir keine Rentiere sehen.Überall tauchen welche auf . Einzeln, zu zweit oder als ganze Herden.Sie stehen auf den Hängen, in den Wiesen und am Berg oderam Wegesrand und laufen gemächlich über die Straße.Viele sind mit Farbe gekennzeichnet haben aber keine Halsbänder.Ganz plötzlich erblicken wir zu unserer großen Freude ein Mutti mit Jungtier.Langsam halten wir an um sie nicht zu erschrecken. Sooo niedlich !!Und auf der Weiterfahrt haben wir auch noch das Glückzwei Seeadler vor die Linse zu bekommen.Was für stolze und edle Tiere,überhaupt beim Flug – grandios!Um so höher wir kommen, um so karger wird das Land um so mehr bläst der Windund wo bisher Grün, Rot und Blau die dominanten Farben waren, wird nun so nach und nach alles von einer weißen Schneedecke überzogen.Werner muss das Lenkrad schon gut festhalten um unsere 6,5 Tonnen im Zaum zu halten.Aber es macht ihm sichtlich Spaß und sein Grinsen wird immer breiter um so näher wir unserem Ziel kommen.Die letzten 8km fahren wir durch Schneeverwehungenund halten dann kurz beim Schild Nordkapp an. Schnell ein Bild gemacht und dann Zieleinlauf!Das Fahrzeug kommt zum Stehen und wir bleiben auch einen Moment ganz ruhig sitzen und freuen uns an dem Gefühl das man hat wenn man etwas bekommt was man sich schon lange gewünscht hat.Einmal ans Nordkapp – an den nördlichsten Zipfel des europäischen Festlandes!Am Schalterhäuschen mußten wir für zwei Tage Aufenthalt umgerechnet 60 Euro bezahlen.Dafür können wir auch heute hier übernachten – was für ein Traum !So – und nun sind wir da und werden morgen alles anschauen und uns Zeit lassen.Genau 4200 km waren es von zu hause bis hier her.Ein langer Weg der sich gelohnt hat - aber so was von !!

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Sonntag, 18.Mai 2014
Ein extra Bericht zum Nordkapp !

Gestern als wir hier ankamen nieselte es und war sehr windig.
Deshalb blieben wir im Fahrzeug, haben Kuchen gebacken und gedöst.Später, gegen Abend kam dann endlich die Sonne raus und es hat aufgehört zu regnen,so das wir einen kleinen Spaziergang und schöne Bilder machen konnten.Eine super Aussicht und wir waren fast alleine,bis auf zwei andere Womos die auch hier übernachten wollten aber später doch abgereist sind.Und gegen Abend kommt dann auch nochein junger Mann mit seinem Hund hier an,den wir schon unterwegs gesehen haben.Er ist zu Fuß hier her gekommen und seit Januar unterwegs –insgesamt 2700 Km - unfassbar !Er hat sein Ziel erreicht und fährt morgen wieder heim:Wir machen uns auf den Weg zu diesem berühmten Nordkappsymbol. Dieses Gefühl kann man gar nicht beschreiben, wenn man an dort oben steht und über die Klippen auf das spiegelnde Wasser blickt . Hier hat die Natur wieder mal ein Meisterwerk erschaffen das an Schönheit so überragend ist. Gegen 20 Uhr hat es sich dann wieder zugezogen und der Wind wurde wieder stärker.Durch die Helligkeit, es wird ja nicht mehr dunkel, bemerkt man gar nicht wie spät es schon ist.Und plötzlich werden die Böen stärker und rütteln am Fahrzeug.Upps - es ist schon 24 Uhr, kaum zu glauben !Und dann erleben wir die schlimmste Nacht die wir je in unseren zweiten Zuhause erlebt haben! Ein Sturm fegt übers Kapp der seines Gleichen sucht. Ein Tosen und Rauschen und Pfeifen – ohrenbetäubend !Das Womo wird gebeutelt und unsere 6,5 Tonnen wackeln wie ein Pudding hin und her . Die Sat-Schüssel und die Dachluke klappern was das Zeugs hält und Werner macht sich schon mal Gedanken was er macht wenn es die Luke wegreißt !Wir haben Bilder im Kopf; von Orkanen die schon ganze LKW´s umgeworfen haben und ein mulmiges Gefühl sitzt in unseren Mägen. Als das Wohnmobil bedenklich zu schaukeln anfängt, beschließt Werner das Fahrzeug in andere Position zu bringen um dem Sturm nicht eine so große Angriffsfläche zu bieten.Das ist gar nicht so leicht da sich das Auto kaum lenken lässt. Aber Werner bekommt das hin und nach einem Wendemanöver gelingt es ihm einen besseren Standort einzunehmen. Immer noch sehr schlimm aber nicht mehr ganz so schaukelig !In dieser Nacht machen wir kein Auge zu und der Sturm dauert bis zum Morgen. Wir stehen ganz alleine hier und hoffen das nichts passiert !So hatten wir uns unsere Traumnacht am Nordkapp nicht vorgestellt !Und wir sind unendlich froh als es endlich nachlässt und erträglicher wird.Jetzt hat es sich etwas beruhigt und es kommen auch die ersten Autos und Wohnmobile.Mann; war das eine Nacht am nördlichsten Zipfel Europas.Nur wir alleine gegen die Gewalt der Natur!
Fast hatten wir das Gefühl verschollen am Nordpol zu sein. Aber wer nicht reist kann auch nichts erleben und manche Ereignisse sind eben nicht so toll.Wir wollen uns jetzt nur noch das Nordkappmuseum ansehen und dann geht es wieder Richtung Süden – um eine unglaubliche Erfahrung reicher .

Sturm am Norkapp – wir waren dabei !

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Sonntag,18.Mai 2014
Die Nacht ist vorbei und wir wollen uns noch die Nordkapphallen ansehen.Der Eintritt war ja bei der Gebühr für die Übernachtung dabei.Da das Wetter immer noch nicht viel besser ist sind nicht viele Leute da.Es geht zwei Stockwerke hinunter und dann einen langen Tunnel tief in den Felsen hinein.Man hörte Geräusche und leise Musik und wir sind ganz allein hier.Verschiedene Räume zeigen die Geschichte des Nordkapps und erklären Naturphänomene wie die Nordlichter.In einer großen Halle werden die vier Jahreszeiten mit Musik und Farbspiel dargestellt.Es ist sehr schön aber auch etwas gruselig und macht ein mulmiges Gefühl.
Für Heiratswillige gibt es eine kleine Kapelle in der man sich trauen lassen kann.Und ein großes Panoramakino zeigt Filme.
Im oberen Stock fehlt natürlich auch nicht ein Restaurant und ein Café, sowie ein Souvenirshop und ein Postamt um seine Postkarten mit dem Nordkappstempel zu verschicken.
So, aber nach unserer Spezialnight am Kapp hat uns gereicht und wir beschließen den Rückzug in ruhigere Gefilde.
Unser Ziel ist Hammerfest – die nördlichste Stadt.
Die Fahrt verläuft angenehm und Rentiere sind unsere ständigen Begleiter.Wir lieben diese Tier; nur muss Werner ständig auf der Lauer sein um keines dieser netten Geweihträger als Kühlerfigur mitzunehmen.Wir machen zwei mal einen Stopp um Smudo Gelegenheit zu geben der nordischen Tierwelt ein paar Nachrichten zu hinterlassen.Und er ist immer schwer beschäftigt mit Schnüffeln und Spurensuchen.Wahrscheinlich hatte er doch Jagdhunde als Vorfahren.
Gegen Abend erscheint dann Hammerfest vor unseren Augen.
Ein nettes Städtchen, ruhig und bunt mit einem kleinen See und einer schönen Kirche die sofort ins Auge sticht.
Leider stellen wir fest das der erste Campingplatz einer Baustelle weichen musste und der Zweite geschlossen ist .Upps – kurz mal überlegen!Wir finden einen Parkplatz bei der Info und bleiben einfach für diese Nacht hier stehen.
Natürlich haben wir auf einem Spaziergang den Ort noch erkundet.
Aber dann nichts wie in die Koje!
Keinen stört es und wir schlafen bestens !

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Montag,19.Mai 2014
Das Wetter ist schön in Hammerfest und wir sind schon früh aufgestanden um wieder mal etwas Strecke zu machen. Heute soll es bis nach Tromsö gehen; ca.450km. Es erwartet uns eine sehr abwechslungsreiche Fahrt. Immer an der Küste entlang, auf und abwärts und von allem etwas. Rechts die fantastischen Fjorde, Renntierherden,schnuckelige Holzhäuser auf Felsen, das glitzernde blaue Wasser und mosige Flächen. Links bewaldete Hügel die langsam zu Bergen werden. Durch die Schneeschmelze entstehen überall kleine Miniwasserfälle und über die großen Steine und Felsen zieht sich eine glänzend nasse Schicht . Die weißen Flächen werden größer und so nach und nach kommen wir in eine unberührte Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch-so wie man es auch aus den Filmen kennt. Die Häuser die halb zugeweht am Hang stehen und wie Spielzeug gegen die Berge dahinter aussehen, Spuren von Skibobs oder Hundeschlitten und Qualm der aus den Kaminen der beheizten Holzhütten aufsteigt, eine kleine Kirche die einsam in der Idylle steht. Einfach nur schön und das perfekte Panorama für einen Norwegenprospekt. So stellt man das sich hier vor und wird nicht enttäuscht. Dann geht es wieder abwärts und plötzlich hat es 19 Grad und Kinder spielen in der Sonne und die Welt sieht so freundlich und sorglos aus,eine wahre Wohltat für die Seele. Und wir nutzen immer wieder die tollen Aussichtspunkte um unsere Freude an der Gegend zu genießen. Unser Weg führt uns über zwei Fähren, damit wir uns etwas Zeit sparen und weil wir auch etwas Schifffahrt auf unserer Reise dabei haben wollen. Wir fahren also über Alta weiter nach Talvik und Burfjord. Die erste Station ist Olderdalen und wir kommen an und können gleich auffahren. 54 Euro kostet der Spaß nach Lyngseidel und wir haben während der Fahrt eine nette Unterhaltung mit einem jungen Pärchen aus der Schweiz. Ein kurzes Wegstück dann geht es auf die zweite Station in Svensby nach Breivikeidet. Von dort sind es noch 50km nach Tromsö das wir dann am Abend ansteuern. Das Wahrzeichen der Stadt , eine beeindruckende Brücke die eine Insel auf der das Zentrum liegt mit dem Festland verbindet ist von weitem schon sichtbar. Und der Campingplatz „ Tromsö „ hat auch geöffnet . ist ja toll!! Wir machen wieder mal etwas klar Schiff auf unserem Dampfer und lassen den Abend dann ruhig ausklingen. Das war ein langer Fahrtag .Gute Nacht – aber bei Tageslicht !

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Dienstag,20.Mai 2014
Auf in die Stadt. Wir nehmen den Landweg und nicht die Brücke da wir uns das unterirdische Tunnelsystem ansehen wollen. Und tatsächlich, unter der Stadt gibt es einen Kreisverkehr bei dem man in drei verschieden Richtungen abzweigen kann. Wirklich toll gemacht und interessant zu sehen. In der Stadt suchen wir dann einen Parkplatz für unser Womo. Und es gibt auch welche die für uns groß genug sind. Direkt am Hafen wo die Hurtigruttenschiffe anlegen können wir gut stehen und alles beobachten. Die Schiffsreisenden strömen in die Stadt um Taksfree Artikel zu kaufen. Ab einem Warenwert von mindestens 315 NOK lässt man sich die Artikel einschweißen und darf die Dinge in Norwegen noch nicht benutzten. An der Grenze zeigt man dann bei der Ausreise seinen Artikel und die Quittung und bekommt dann die Mehrwertsteuer zurück da Norwegen noch keinen Euro hat. Die Innenstadt hat hübsche Holzhäuser und kleine Kneipen sowie schöne Geschäfte zum Shoppen. Nach einem ausgiebigen Bummel und einem kleinen Imbiss geht es für uns weiter Richtung Narvik. Eine Weile bleiben wir auf der E8 bevor es dann bei Nordkjosboten auf die E6 geht. Es beginnt stark zu regnen und wir legen einen Mittagspause ein und machen ein Schläfchen. Auch später hört es nicht auf und wir halten kurz vor Bardufoss auf einem Parkplatz weil wir keine Lust mehr haben und bleiben für diese Nacht einfach hier. Also wird gekocht und geduscht und Berichte geschrieben und für die nächsten Tage geplant. Ein Tag ohne Höhepunkte oder besondere Vorkommnisse.

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Mittwoch,21.Mai 2014
Auf zu den Lofoten. Unser nächster Punkt ist das Örtchen Andenes auf einer kleinen Insel. Von dort aus kann man eine Wal – Robben und Vogelsafari machen. Wir wollten zwar sehr gerne zu einem Wasserfall und einer Lachstreppe hier in der Nähe wandern, aber ein Deutscher der hier lebt hat uns erzählt das der Weg noch total zu geschneit ist und die Lachse um diese Zeit leider noch nicht da sind - schade ! Also geht es weiter und nach ein paar Einkäufen machen wir uns auf den Weg. Und unser Tacho zeigt uns an das wir seit Beginn der Reise genau 5000 km gefahren sind . Über die E6 geht es in Richtung Narvik.Kurz davor wechseln wir in Bjerkvik auf die E10 und dann immer weiter den Schildern nach zur Insel Andoya. Die Landschaft verändert sich und sieht ganz anders aus. Die Bäume werden weniger und die Farbe der Büsche und Pflanzen wechselt zu Rot und Brauntönen.Es wirkt etwas kahl und die weißen schneebedeckten Berge zeichnen sich im Hintergrund wie ein Bild vom Vordergrund ab. An einen etwas größeren Platz machen wir Rast und etwas zu essen. Plötzlich fährt ein anderes Womo zügig von vorne auf uns zu und wir sehen Jens und Anna lachend zu uns winken.Dieses Paar war auch am Nordkapp als wir da waren und wir hatten uns eine Weile unterhalten.Die beiden haben auch die Sturmnacht dort oben erlebt waren aber am Morgen verschwunden und wir wussten nicht wo sie ab geblieben waren. Nun erfahren wir das sie in der Frühe wieder nach unten gefahren sind und auch den jungen Mann mit seinem Hund mitgenommen hatten. Und zufällig wollen sie auch nach Andenes zur Walsafari! Toll, das freut uns und wir werden uns dort wieder sehen. Wir machen uns auf den Weg. Seit wir in Skandinavien sind,beobachten wir,egal wo wir sind oder fahren die Gegend ob wir nicht einen Elch zu Gesicht bekommen. Leider bis jetzt ohne Erfolg. Aber heute ist uns das Glück holt und Werner erspäht mitten in einem kleinen Ort plötzlich 4 Elche auf einer Wiese. Und dazu hat er genau davor die Möglichkeit zu halten und es ist kein Auto hinter ihm ! Da stehen sie jetzt – die Könige des Waldes – mitten in einer Wohngegend. Damit hätten wir nicht gerechnet. Sie laufen nicht davon und wir können ein paar schöne Bilder machen. Anscheinend gibt es ein paar kleine Reibereien unter der Vieren, den sie jagen hinter einander her. Wunderschön ist dieser Moment, so nah und doch nicht gefangen oder eingesperrt – frei und nicht in einem Gehege – so hatten wir uns das gewünscht zu sehen. Das das nun in irgend welchen Vorgärten passieren würde hätten wir nicht erwartet. Wir reißen uns los und freuen uns einen Wolf das wir dieses Glück hatten. Nun wird die Gegend immer schöner, kleine Insel in halb zugefrorenen Seen und diese unglaublichen Brücken die einem schon von weitem immer begeistern. Malerische Häuser und auf einmal immer wieder Schafe mit vielen kleinen Lämmern. Es fängt wieder einmal an zu regnen und als wir unser Ziel erreicht haben ist es schon sehr ungemütlich.Bald darauf kommen auch Jens und Anna auf dem Platz an. Sie haben sich schon wegen der Schifffahrt morgen erkundigt. Das Wetteramt sagt auch für Donnerstag stürmische Böen und Regen voraus . Aber am Freitag soll es besser werden. Also warten wir mal bis morgen ab und dann sieht man weiter.

Die Bilder anklicken - dann öffnet sich die Galerie    Elche

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Donnerstag, 22.Mai 2014
Der Tag ist schnell erzählt.Morgens war es immer noch sehr windig und es wurde nicht viel unternommen.Später haben wir uns das Städtchen Andenes angesehen, eingekauft und im Womo aufgeräumt.Am Mittag sind dann Anna und Jens zu uns gekommen.Dadurch das es nicht dunkel wird hat man keine Lust zum Schlafen.Deshalb haben wir auch noch um 23 Uhr einen langen Strandspaziergang unternommen.Schon etwas komisch um diese Zeit aber es war wunderbar ruhig und entspannend.

Die Bilder anklicken - dann öffnet sich die Galerie  Strandspaziergang

Freitag, 23.Mai 2014
Um 9:30 Uhr waren wir mit Anna und Jens bei der Anmeldung zur Walsafari. Nach einer kurzen Rücksprache war klar das heute gefahren wird. Das Wetter ist zwar noch etwas unruhig aber das geht schon. Die Karten kosten ca.110 Euro pro Person. Zur Fahrt gehört auch ein Museumsbesuch. Das befindet sich im gleichen Gebäude und es ging um 10:30 Uhr los. Es gab drei guides : für deutschsprachige Gäste , für skandinavische Gäste, für englischsprachige Gäste. Und es war super interessant . Wir erfuhren alles über die verschiedenen Walarten und ihren Lebensraum. So waren wir gut informiert und konnten um 12 Uhr im Hafen an Bord des Schiffes gehen. Um diese Jahreszeit sollte man sich warm anziehen da man sich die ganze Fahrt über im Freien aufhält und die Tagestemperatur bei ca. 7 -8 Grad lag. Dazu kommt der kalte Fahrtwind.Also waren wir alle vier gut eingemummelt. Wir hatten keine Ahnung was uns jetzt erwarten sollte, sonst wären wir wahrscheinlich nicht mitgefahren. Durch die letzten vergangenen stürmischen Tage war die See noch ganz schön aufgeschaukelt und der Wellengang beutelte unser Boot von einer Richtung in die Andere. Und es dauerte keine 10 Minuten bis sich zuerst bei Anna und dann auch bei Susi die ersten Anzeichen von Übelkeit zeigten. Unserer Männer waren tapfer und mutig auf das obere Deck gestiegen und wollten ganz vorne am Bug stehen. Aber das Schiff tanze wir eine Nussschale auf den Wellen und es ließ sich beim besten Willen kein Fixpunkt irgendwo für die Augen festmachen. Und so war klar das auch Werner und Jens, als unerfahrene Matrosen, ihren Platz aufgaben und wegen Grünfärbung des Gesichtes in den unteren Bereich wechseln mussten. Anna lag zu der Zeit schon flach auf der Bank und versuchte mit geschlossenen Augen ihre Kreislaufprobleme in den Griff zu bekommen. Die Arme! Diese Walsafari war ihr Geburtstagsgeschenk und es tat uns besonders für sie so leid das sich das Ganze so ungünstig für uns alle entwickelte. Das auf und ab des Kutters war jetzt einfach nicht mehr lustig und irgendwie war uns in dem Moment der Wal so was von egal und am liebsten wären wir umgekehrt. Die Crew war aber so lieb und besorgt und fragte ständig nach ob alles ready wäre. Natürlich war es vorhersehbar gewesen das einige Landeier nicht zur Seefahrt taugen. Man verteilte großzügig nett bedruckte Spuckbeutel und an die denen es nicht übel war, Kaffee, Tee und Kekse. Guten Appetit. Anna blieb einfach liegen. Jens bedankte sich für die nette Tüte die er gut gebrauchen konnte , Susi versuchte mit starrem Blick auf einen Punkt und tief ein und ausatmen das Schwanken unter den Füßen zu ignorieren und Werner bevorzugte die Fischfütterung direkt über die Reeling und das sogar insgesamt 3mal. Aber auch viele unserer Mitfahrer zeigten alles mögliche Gesichtsfarben und wünschten sich heute Morgen doch nicht gefrühstückt zu haben. Dann kam plötzlich die Meldung: Wale geortet.Und man hörte das regelmäßige : TOCK-TOCK wenn ein Wal bei der Nahrungssuche Schallwellen aussendet. Sobald diese Geräusch aufhört taucht er zum Atmen an der Wasseroberfläche auf und bleibt dort ca.15Minuten.Es handelt sich um einen Pottwal. Alles war auf einmal Mäuschen still und die Übelkeit war fast vergessen. Und dann erscheint direkt neben dem Schiff der Rücken des Tieres und die erste Wasserfontäne die er nach oben bläst. Unglaublich schön.Wir gleiten ganz langsam neben ihm und es berührt uns diesem großen Bewohner des Meeres so nahe zu sein. Er taucht immer wieder etwas unter und ganz sanft und mit einem zarten Zischen und feinem Nebel stößt er das Wasser nach oben. Alle sind wie verzaubert und auch Anna hat sich hochgerappelt um einen Blick auf den sanften Riesen zu werfen.Und wir dürfen miterleben wie ein Meeressäuger sich seinen massigen Körper mit Sauerstoff voll pump um dann wieder in den Tiefen zu verschwinden. Dann kommt das Signal des Kapitäns : Diving ! Das heißt: Der Wal biegt seinen Körper durch und taucht mit der Nase nach unten und drückt sein Hinterteil nach oben um Schub zu bekommen. In diesem Moment erscheint seine geteilte weltbekannte Schwanzflosse die so viele Bilder und Postkarten ziert und der Inbegriff für einen Wal ist, Nicht immer hat man das Glück diese zu sehen .Um so mehr hört man die erfreuten Rufe und die OHHs und AHHs als mit einem eleganten Schwung genau das passiert. Die Flosse geht nach oben, das Wasser perlt ab und dann versinkt das Ende des 15 Meter langen und unglaublich schönen Tieres im Meer. Und wir haben das große Glück das in Bildern festhalten zu können. Selbst Werner hat trotz seiner starken Seekrankheit das Übel in Kauf genommen mit der Videokamera zu filmen obwohl das alles noch verschlimmert hat. Sein Lohn ist aber ein bewegter Moment eines Erlebnisses das uns unter die Haut gegangen ist. Dann geht die Fahrt weiter und alle geben sich wieder ihrem Leiden hin bis wieder das Tocktock eines Wales zu hören ist. Und auch diese zweite mal haben wir das große Glück und dürfen die Flosse versinken sehen. Jetzt aber nichts wie zurück an Land. Mann, so hatten wir uns das nicht vorgestellt ,aber wir vier haben ja auch schon die Nacht am Nordkapp bei Sturm erlebt und auch dieses Erlebnis ist nicht 08/15 gewesen. Unsere Reise muss eben mit außergewöhnlichen Momenten gespickt sein. Normal kann ja jeder ! Aber für heute reicht es uns allen und wir sind froh jeder in sein Heim zu kommen, mit festem Boden unter den Füßen. Aber das war eine ganz besondere Erfahrung und wieder einmal eine Bestätigung für uns: Am Schönsten sind Tier doch immer noch in Freiheit !

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Samstag, 24.Mai 2014
Wir sind gestern Abend noch bis Sortland gefahren und haben dort am Meer auf einem freien Plätzchen übernachtet.Unterwegs hatten wir das Glück eine traumhafte Rentierherde zu finden. Wunderschöne Tier und Geweihe, man hätte meinen können die sind aus einem Film entsprungen. Da konnten wir uns gar nicht satt sehen, so unglaublich aufregend war diese Gruppe. Einfach zauberhaft ! Für heute haben wir einen schönen Tagesausflug auf Vesterälen geplant. Es geht quer über dies Insel nach Nykväg, einen ganz kleinem Ort am Meer mit nur wenig Häusern. Eine Fahrt die uns wieder einmal bestens gefällt.Es ist alles dabei: Seen, Berge,das Meer, schnuckelige Häuser, mosige Felsen, kahle Hänge, Einsamkeit und Idylle. Alles was man so braucht zum Abschalten.Und begleitet von leiser Musik und Sonnenschein erreichen wir unser Ziel. Am Ortseingang gibt es eine Felsenwand in der eine ganz bestimmte Möwenart nistet. Dreizehenmöwen , die es nicht mehr so häufig gibt.Viel kleiner als ihre Artgenossen. Und da sitzen sie in ihren Nestern, dicht an dicht und der Platz ist gut gewählt. Windgeschützt und von den Sonnenstrahlen gewärmt. Sieht ein wenig überfüllt aus und der Geräuschpegel ist ganz schön hoch. Aber irgendwie auch richtig niedlich wie das Völkchen da in der Gruppe brütet.Ein schöner Anblick aber wir wollen nicht länger stören und fahren in das nächste Örtchen, Hovden. Dort sieht man schon von weitem wovon die Einwohner leben.Viele,viele Holzgestänge die mit Stockfischen behangen sind. Entweder mit ganzen Tieren oder auch nur mit Köpfen , die zu Fischmehl verarbeitet werden.Sieht schon etwas gruselig aus und für unsere Nase riecht es nicht gerade appetitlich. Aber den Menschen hier bringt es das Geld zum Leben ! Wir wandern am kleinen Hafen entlang bis zum Ende wo sich ein Kunstwerk auf einer Höhe befindet. Herrliches Wetter, ein schöne Lüftchen , ein brausender Ozean und Möwen die über uns kreisen. Ein perfekter Tag am Meer!Dieser Ausflug lohnt sich auf jeden Fall. Die Rückfahrt ist genau so relaxt und wir suchen uns ein schönes Plätzchen zum Übernachten.

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Sonntag,25.Mai 2014
Schon früh machen wir uns auf den Weg und fahren bei Sortland über die Brücke auf die Durchgangsstraße 82 bis wir auf die E10 stoßen. Dann geht es zügig bis nach kurz vor Fiskebol. Dort biegen wir links ab in die schmale Straße die nach Tennstrand und dann weiter nach Holand führt.Der erste Fjord auf den Lofoten den wir besuchen.Eine Symbiose aus Farbe,Wasser,Sonne und Natur erwartet uns.Dieses unglaubliche Farbenspiel des Meeresgrundes in allen möglichen Blau und Grüntönen hat uns auch in Sardinien verzaubert .Aber hier bekommt das ganze noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt.Das Wechselspiel der Schattierungen ist meisterhaft und so ausdrucksstark das man am liebsten ein Maler wäre um alles auf einer Leinwand festzuhalten. Die Berghänge sind mit zarten Moos völlig überzogen und die Luft scheint zu schwingen. Leichte Wolken ziehen über die Berggipfel und das Läuten der Schafglöckchen ergänzt das Bild zu einem Gesamtensemble.Unzählige Male halten wir an um uns an der Schönheit dieser Landschaft satt zu sehen. Kaum ein Fahrzeug kommt uns entgegen und dieser kleine Abstecher abseits der großen Straßen ist absolut eine Wellnessanwendung für die Seele. Am Ende des Weges gibt es eine Fähre aber diese gerade mal 25 km wollen wir nochmal erleben und steuern unser Fjordschiff wieder zur E10. In Svolvaer, der Hauptstadt der Lofoten, legen wir noch einen Stopp ein aber das Städtchen hat nicht viel zu bieten und so geht es nach Kabelvag, was Kirchenbucht bedeutet, wo eine der ältesten Stabkirchen Norwegens steht die auch Lofot-Kathedrale genannt wird. http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A5gan-Kirche In Gelb und Rot steht sie stolz und frei auf einer kleinen Anhöhe.Super erhalten und ein Kunstwerk vollkommen aus Holz gestaltet. Wir verlassen das kleine Fischerdörfchen und finden kurz darauf einen malerisch gelegenen kleinen Campingplatz am Wasser .Umrahmt von Bergen und mit vielen kleinen Insel vor der Womotüre ist es ein mehr als guter Grund hier ein wenig zu verweilen . Wir werden also auch morgen noch hier bleiben und einfach ein wenig faulenzen. Die Mitternachtssonne scheint in unser Schlafzimmer und wir schlafen zum ersten mal auf den Lofoten.

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Montag,26.Mai 2014
Wir hatten einen wundervollen,sonnigen und völlig erholsamen Tag auf dem schönen Campingplatz Bobilcamping:
http://ger.lofoten-bobilcamping.no/public.aspx?pageid=41296 Chillen, spazieren gehen, Grillen und ein leckeres Bierchen dazu. Und um 23Uhr kam die Mitternachtssonne mit ihren schönsten Farben und tauchte alles in ein goldenes Licht. Alle Mitcamper waren auf den Beinen um diese Schauspiel der Natur wieder einmal hautnah zu erleben.Das muss man wirklich selbst erlebt haben – unbeschreiblich romantisch und man sollte aneinander gekuschelt diesen Augenblick genießen. Man wird kaum müde und hat nicht das Gefühl das es mitten in der Nacht ist. Diese Momente bleiben im Herzen und schenken auch in vielen Jahren noch Freude in der Erinnerung daran.Wieder einmal gehen wir glücklich schlafen. In Norwegen, im Schein der nicht untergehenden Sonne !

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Dienstag, 27.Mai 2014
Wir verlassen den sonnigen Platz uns machen uns auf den Weg nach Henningsvaer. Eines der kleinen Fischerdörfer auf den Lofoten. Es ist sehr ruhig und angenehm so wie in allen Orten in denen wir jetzt hier waren. Galerien laden zum Schauen ein und am Ortsplatz kann man einen Kaffee trinken. Und die Möglichkeit besteht zu einer Bootsfahrt um Seeadler aus der Nähe zu beobachten. Aber uns reicht es noch von der Walsafari - lieber nicht ! Der Weg dorthin war wieder einmalig schön und die Brücken sind immer eine wahre Freude. Das gefällt uns hier auch besonders gut , diese vielen tollen extravaganten Brücken. Und dann wollen wir nicht auf der E 10 weiter sondern suchen uns eine gemütliche und schmale Straße aber mir spektakulären Ausblicken . Auf der 815 kurven wir durch eine idyllische Gegend mit hohen Bergen und kleinen Seen. Das Wasser ist an vielen Stellen ziemlich zurück gegangen und die Steine liegen verstreut in den freien Flächen. Der An und Ausblick ist wirklich wie aus einem Bildband. Öfters wird angehalten und genauer geschaut und es macht richtig Spaß hier durch zu reisen. Dann biegen wir auf die 817 nach Stamsund. Hier legen auch die Hurtigrutenschiffe an und es ist etwas los wenn entladen wird. Plötzlich stehen wir an einer großen Baustelle die fast durch das ganze Ort geht. Und lustigerweise muss man warten bis ein Auto erscheint , wie bei der Formel Eins , mit einem gelben Schild auf dem Dach auf dem steht: Ledebil - folg meg Und man folgt dem Wagen bis zum Ende der Baustelle. Cool !! Nach einem kleinen Rundgang wollen wir weiter. Hier ist aber Endstation und so geht es zurück den selben Weg und gerade nach Leknes. Das ist hier in der Gegend sozusagen das Hauptstädtchen wo man alles bekommt. Nach einem kleinen Einkauf haben wir heute vor in Ballstad, einem Fischerdorf am Meer zu übernachten. Kurz vor dem Ort tauchen plötzlich aus dem Nichts zwei riesige Elche aus einem Wäldchen auf und laufen uns fast in den Wagen. Werner und auch das nachfolgende Fahrzeug können gerade noch ausweichen. Leider haben wir die Kamera nicht parat und so sind die Tier so schnell wieder im Dickicht verschwunden wie sie aufgetaucht sind. Eine Schrecksekunde aber nichts passiert !! Auf einer kleinen Anhöhe im Hafen findet sich ein nette Plätzchen und wir machen noch einen ausgiebigen Spaziergang um den Tag ausklingen zu lassen.

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Mittwoch.28.Mai 2014
Heute haben wir den schönsten Teil der Lofoten durchfahren.Unser Start ist Henninsvaer, ein sehr beschauliches Fischerdörfchen.Und dann geht es weiter durch eine Landschaft die man einfach nicht beschreiben kann und die man eigentlich nur aus Filmen und Dokumentationen kennt.Man hätte sich nicht träumen lassen das es tatsächlich hier so aussieht und nach jeder Ecke und um jede Kurve die man umfährt noch ein gigantischer Anblick kommt.Die Höhepunkte unserer Fahrt über diese Inseln die mit mit unzähligen Brücken und Tunneln verbunden sind nehmen kein Ende und wir könnten tausende von Bildern machen und keines würde der realen Eindruck wieder geben. Unbeschreiblich schön und dazu ein Wetter wie bestellt. Die Sonne lässt erst den ganzen Zauber dieser Naturschönheit erstrahlen. Was für ein Erlebnis !Es gibt nur eine Straße und diese führt uns zu den Orten: Ramberg, Nusfjord , Reine und Moskenes wo unsere Fähre zum Festland um 19 Uhr ablegt.Aber bevor wir die Inseln verlassen besuchen wir noch das allerletzte Örtchen an der Spitze das den süßen Namen : Ä ! trägt. Niemand reist hier ab ohne diese Ortsschild fotografiert zu haben .Wir natürlich auch nicht ! Dir Fähre kommt etwas verspätet aber das einchecken geht schnell und die Fahrt wird vom Strahlen der Mitternachtssonne begleitet. Kostenpunkt: 215.00 Euro .Es ist noch Nebensaison und deshalb nicht viel los so das wir es uns gemütlich machen können. Smudo verpennt wieder mal eine Fährfahrt.Nach 4 ½ Stunden laufen wir in den Hafen von Bodo ein, die größte Stadt im Norden Norwegens.Um um 0.30 Uhr haben wir einen Platz zum Schlafen in Hafennähe auf einem Großparkplatz gefunden.Eine weitere sensationelle Station unserer Reise liegt nun hinter uns - die Lofoten -einfach jede Reise wert !!

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Donnerstag,29.Mai 2014
Von Bodo aus geht es Richtung Fauske. Aber wir biegen dann nach links ab in die Straße 17die uns in auf einer schönen Strecke nach Saltstraumen führt. Dort werden die Wassermassen von den Gezeitenströmungen viermal täglich durch eine gerade mal 150 m schmale Meeresenge gepresst. Das nennt man einen Mahlstrom. Sehr starke Strömungen machen diese Stelle seht gefährlich und unberechenbar. Teilweise sieht das Wasser richtig harmlos aus aber wenn man etwas hinein wirft – Blätter oder Äste – dann kann man die Wirkung sehr gut beobachten.Gruselig ! In dem Sog sammeln sich viele Fische und demnach schwimmen unzählige Möwen und andere Vögel mit im Strudel um sich am gedeckten Tisch zu bedienen. Sehr praktisch ! Und ein Geschrei das jedem Aalverkäufer in Hamburg Konkurrenz macht . Wir dösen eine Weile in der Sonne und machen uns dann auf den Weg ins Naturschutzgebiet Junkerdalsura das über eine Passstraße zu erreichen ist.Die Gegend heißt Junkerdak.Es liegt noch Schnee da oben und die Landschaft sieht verlassen , etwas unwirklich und auch etwas unheimlich aus.Tausende von kleinen Wasserfällen stürzen über die Felsen nach unten und reißende Flussläufe lassen uns immer wieder erschauern.Es ist fast niemand hier unterwegs. Als es wieder nach unten geht gefällt es uns wieder besser.Wald , Lichtungen und kleine versteckte Häuser – so wie man sich Norwegen vorstellt. Mitten im Wald entdecken wir einen kleinen Campingplatz und nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang der uns auch über Hängebrücken und sprudelnde Wasser führt. Ein plötzlich auftauchender großer Hund der uns angreifen möchte versetzt uns in Angst und Schrecken. Susi ist total entsetzt und schreit los, aber Werner behält die Nerven, reißt Smudo hoch und geht mit lautem Gebrülle auf den Hund zu und schüchtert ihn tatsächlich mit seinen Drohgebärden so ein das er abhaut und uns aus sicherer Entfernung nach schaut. Das reicht für heute an Abenteuern – nicht wie zurück auf den Platz und ins Bett !

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Freitag, 30.Mai 2014
Früh morgens ging es los zur Hochebene Saltfjellet .Der höchste Punkt liegt dort bei ca.707 Meter mit Blick auf den Gletscher Svartisen. Wieder einmal geht es in den Schnee und die Aussicht verändert sich von Wald auf freies Land und weiße Flächen.Weit und breit sind nur vereinzelte Häuser und ab und zu ein paar Langläufer zu sehen bis dann unser Ziel erreicht ist.Zum vierten und wahrscheinlich letzten mal auf unserer Reise überfahren wir den Polarkreis !Das Polarzentrum ist ein schöner Bau in einem außergewöhnlichen Baustil.Es sieht aus wie ein Nomadenzelt.Natürlich machen wir auch hier die obligatorischen Bilder und schauen uns im Gebäude die ausgestopften Tier an die in diesem Breitengrad leben.Nach einer kurzen Schneewanderung,bei der Smudo bewiesen hat das er doch ein gut ausgebildeter Spurensucher ist, wenigsten tut er so :-) ! wollen wir weiter.Und zu unserer Freude taucht die kleine Eisenbahn auch noch auf deren Schienen sich durch die ganze Ebene ziehen.Gelb / Grün und so richtig niedlich sieht sie aus !Und wir reisen weiter Richtung Süden auf der E6 .Am Nachmittag machen wir langen Rast und sonnen uns in unseren Stühlen mit Blick auf den Fjord. In Mo i Rana gehen wir einkaufen aber in die Stadt wollen wir nicht obwohl sie sehr interessant sein soll.Unser Ziel für heute ist Monsjoen. Und wir haben auch keine 20 Kilometer mehr bis da hin und halten nur noch kurz an da wir eine wunderschöne Herde Rentiere entdecken die wie ein Bild auf einer Wiese weidet. Bilder- Bilder - Bilder- wir können einfach nicht anders.Die weitere Straße ist ziemlich uneben und eng und vor und hinter uns befinden sich Fahrzeuge. In einer leichten Kurve mit Anstieg passiert es dann. Ein plötzlicher lauter Knall und ein Schlag gegen die Fahrerseitenscheibe und unser großer Außenspiegel zersplittert und zerfällt! Ein entgegenkommendes Wohnmobil wurde wohl durch die Bodenwelle zu weit in die Fahrbahnmitte getrieben und um Haaresbreite wäre es zu einem Frontalzusammenstoß mit uns gekommen.Nur um ein paar Zentimeter schrammt das Fahrzeug an uns vorbei uns reißt unseren Spiegel ab! Durch den Verkehr ist es uns nicht möglich sofort zu halten und wir müssen noch ein paar Meter weiter bis genug Platz ist um den Verkehr durch zu lassen.Werner steigt aus und holt die Teile und entfernt das Glas.Da wir etwas weiter hinter der Kurve stehen können wir nicht sehen wo das andere Womo geblieben ist. Deshalb schalten wir den Warnblinker ein und Werner läuft zurück über die Kuppe. Aber vom Verursacher ist nichts mehr sehen , nur Kunststoffteile liegen zerstreut auf der Straße. Er ist weg! Werner spurtet zurück und wir überlegen ob wir nach ihm suchen sollen. Aber was würde das bringen? Im Zweifelsfall und ohne Zeugen wäre das diese Geschichte : wer war zu weit in der Mitte ? Aussage gegen Aussage ! Verletzt wurden wir nicht und dazu sind wir im Ausland und müssen die Polizei holen und er Verursacher ist vielleicht aus kein Norweger ?Also beschließen wir bis zu unserem Ziel nach Monsjoen weiter zu fahren.Wir rufen die Versicherung an und finden in unseren Unterlagen eine Vertragswerkstatt von Concorde in Trondheim. Morgen werden wir das alles mal abklären.Aber der Schreck sitzt noch tief und Schlaf finden wir kaum in dieser Nacht. Danke liebe Schutzengel das ihr für uns da ward !

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Samstag,31.Mai 2014
Nach einer kurzen Nacht haben wir heute morgen gleich mit Concorde in Aschbach telefoniert und alles wurde aufgenommen und man werde sich bemühen am Montag gleich ein Ersatzteil für uns auf den Weg nach Norwegen zu schicken.Bis dahin wollen wir auch in Trondheim sein.Am Wochenende fährt es sich einfacher .Werner hat den Spiegel so gut es geht zusammen geflickt und wir haben noch unsere Rückfahrkamera so das wir nicht ganz ohne Kontrolle fahren müssen. Wer die Kosten für den Versand übernimmt muss noch geklärt werden und auch ob der Spiegel bei Fremdeinwirkung bezahlt wird oder nicht wissen wir auch noch nicht. Aber auch wenn wir auf den Kosten sitzen bleiben sollten sind wir doch sooo froh das nicht mehr passiert ist !!! Nur unsere Stimmung ist heute nicht so dolle und wir reden nicht viel und fahren so dahin.Werner ist heute etwas angespannt und beobachtet jedes Fahrzeug das uns entgegen kommt sehr genau. Eine Sehenswürdigkeit ist in Grong das Lachsmuseum , die Lachsräucherei und der Wasserfall Laksfossen mir Fischtreppe. Das wollten wir heute besichtigen aber leider ist alles noch geschlossen.Da wir aber schon auf dem Parkplatz stehen und die Nacht so kurz war machen wir heute einfach ein Mittagsschläfchen und schlummern tatsächlich fast 3 Stunden.Das war wohl nötig! Wir machen uns wieder auf den Weg. Und schon ein paar mal haben wir hier Wiesen mit schottischen Gallowayrhochlandrindern gesehen. Leider immer zu weit weg, aber heute haben wir Glück und sie stehen direkt an der Straße ! Was für tolle Tier – so schön und schnuckelig ! Das erfüllt uns ein klein wenig mit Freude und es geht uns wieder besser. Und so erreichen wir Steinkjier, die Hauptstadt des Bezirks Nord- Trondelag. Heute werden wir einfach auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums übernachten; fertig aus – Punkt !

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Werner & Susanne Vogg on tour

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Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)