WESUV-ON-TOUR.de
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Sardinien

30.April ---bis ---1.Juni

                2013

 

Und wieder haben wir uns einen Wunsch erfüllt und
eines unserer Traumziele mit dem Wohnmobil bereist !

Eine Rundreise  ,immer an der Küste entlang
um diese schöne Insel von
allen Seiten kennen zu lernen !

 

Auf geht’s nach Sardinien !

Diese Insel wollten wir schon lange einmal umrunden . Dieses Jahr ist es nun möglich da wir den ganzen Mai nutzen können und somit 4 Wochen am Stück Zeit haben.

Unsere Fährtickets haben wir bereits im März über das Internet gebucht.Wir haben uns für Corsica Ferries entschieden da Smudo mit auf die Reise geht und es nur auf dieser Fähre erlaubt ist Hunde überall mit hinzunehmen.Wir wollten ihn nicht die ganze Überfahrt in einer Box unter Deck einsperren müssen , was bei Mobby Line aber so gemacht werden muss.

Da wir in der Vorsaison reisen , haben wir auch einen guten Preis ergattert .

Hin – und Rückfahrt jeweils 200,- Euro .

Das ist bei unserer Wohnmobilgröße von 8,50 Länge und 3,40 Höhe schon noch günstig.

Wir brauchen keine bestimmten Maßnahmen zu berücksichtigen.

Wir haben alle nötigen Impfungen die für uns wichtig sind , Geld wechseln müssen wir auch nicht und auf der Insel gibt es ja auch alles zu kaufen so das wir nur eine kleine Grundversorgung einpacken.

Auch Smudo hat den erforderlichen Chip und alle Impfungen sind erneuert .

Auf der Fähre und in ganz Italien ist eigentlich Maulkorbpflicht – wir haben das Ding dabei , werden es aber nur anwenden wenn es verlangt wird.

Wie immer wenn wir komplett reisefertig sind können wir es nicht erwarten das es endlich los geht +.

Eigentlich hatten wir geplant erst am 1.Mai zu fahren aber die Vorfreude lässt uns schon am 30.April abends noch aufbrechen . Wir fahren nicht mehr weit und übernachten in Weil der Stadt , einem netten kleinen Städtchen auf einem schönem kostenlosen Stellplatz .

Somit wachen wir morgens gut ausgeruht auf und sind schon mitten im Urlaub.

Wir fahren über Schaffhausen in die Schweiz . An der Grenze müssen wir zum ersten mal eine Schwerlastvignette kaufen ,  da wir ein Gesamtgewicht über 3,5 t haben . Man bekommt ein Formular in das man immer gleich am Morgen den Tag und das Datum eintragen muss . Insgesamt kann man sich dann mit dieser Art von Vignette 10 Tage lang in der Schweiz aufhalten . Die Tage müssen aber nicht fortlaufend sein,  so das wir nur einmal bezahlen müssen und die Resttage noch für die Heimreise wieder nutzen können . Das gilt für alle Straßen und Autobahnen . Es gibt natürlich auch noch andere Varianten .
Zügig geht es weiter .Wir übernachten auf einem einfachen Stellplatz . Es gibt durch die ganze Schweiz keine Probleme . Zürich ist sehr gut zum umfahren und auch am Gotthardtunnel können wir sofort ohne Wartezeiten durchdüsen . 17 km lang – das ist immer wieder ein Erlebnis .Weiter geht es vorbei an Lugano und Como nach Italien . Auch Milano ist dank zwei Navis schnell abgehakt und wir fahren auf der Autostrada über Placenta Richtung Parma . Weiter geht’s nach La Spezia . Dort fahren wir ab und nehmen die sehr gute Landstraße , die direkt neben der Autobahn verläuf . Die Sonne scheint und wir genießen die Anreise nach Pisa , unserem nächsten Ziel . Als wir das letzte mal da waren , konnte man den Turm nicht richtig sehen da er restauriert wurde . In Pisa gibt es nicht weit vom Zentrum weg einen großen Parkplatz mit Übernachtungsmöglichkeit für Womos . Nach einem schönen Stadtbummel übernachten wir auch dort – auch wieder kostenlos.

 

Zum Vergrößern der Bilder auf eines der Bilder klicken. Wenn das Bild aufgeht erscheint beim Bewegen der Maus an der rechten und der linken Bildseite ein Pfeil zum Vor oder Zurückblättern 

 

In Livorno angekommen suchen wir gleich den Checkpoint für den Fährhafen . Den auf dem Gelände gibt es einen Stellplatz mit Ver/Entsorgung , gleich nach dem Check in , den man auch wieder kostenlos nutzen kann. Das ist eine super Sache . So ist man morgens pünktlich an der Fähre und hat keinen Anfahrtsweg und man kann in aller Ruhe schauen wo es am nächsten Tag lang geht . Es stehen schon einige Camper da und mit Plaudern und Ausruhen vergeht der restliche Tag und Abend rucki zucki.

Um 8Uhr am nächsten Morgen reihen wir uns in den vorgesehen Bahnen zur Fähre ein und dürfen auch kurze Zeit später schon in den Bauch einfahren . Rucksack und Smudo mit Transportkiste nicht vergessen und los geht es auf Deck , alles erkunden . Es ist nicht soviel Betrieb und wir finden in der Cafeteria eine freie Bank wo wir uns bequem die Zeit vertreiben können . Smudo darf aus der Box und kann sich überall frei bewegen ( natürlich mit Leine -aber ohne Maulkorb) .

Nach eine ruhigen und sonnigen Überfahrt steuern wir um 16 Uhr den Hafen von Golfo Aranci an.

 

 

Leider sieht es nach Regen aus und schwarze Wolken hängen am Himmel – wie bei unserer Ankunft in Marokko . Die Ausschiffung geht sehr zügig und ehe wir es uns versehen sind wir auch schon auf Festland . Wir umfahren Olbia – die Stadtbesichtigung wollen wir uns für unseren letzten Tag vornehmen - sozusagen als Abschluss.

Unsere erstes Ziel ist San Teodoro . Es gibt in diesem Abschnitt keinen Stellplatz und um diese Jahreszeit haben auch noch einige Campingplätze geschlossen . Die Saison fängt erst am1.6.an . Dazu kommt noch , das auf einigen Plätzen die geöffnet haben, Hundeverbot ist . Aber es fängt an zu regnen und viel Auswahl haben wir ja nicht . Also suchen wir mit dem Navi den nächsten Campingplatz und werden auch fündig ,,La Cinta „ heißt der Platz . Schön gelegen . Direkt am Strand . Und was ? Natürlich Hundeverbot . Susi bittet den Besitzer super freundlich uns einzulassen da wir ja eigentlich keinen Hund sondern ein gaannz !!! kleines Familienmitglied dabei haben  . Er muss lachen und zeigt Herz und lässt uns für eine Nacht auf seinen Platz . Wir kochen und schauen auf der Karte nach unserer Route  , damit wir schon mal die Ziele in den Routenplaner eingeben können und freuen uns das wir jetzt endlich da sind . Am nächsten Morgen strahlt die Sonne und wir fahren früh los . An der Küste entlang geht es nach Posada . Ein kleines mittelalterliches Städtchen das um einen Kalkfelsen gebaut ist , mit engen verwinkelten Gassen und ganz oben auf der Spitze steht ein Turm den man erklimmen kann.

Es ist Mittagszeit und alles ist wie ausgestorben und man hört keine Geräusche .

Auch Orosei , ein paar Kilometer weiter ,  ist so ähnlich . Verschlungene Gassen , Männer die bei einem Espresso über unser Fahrzeug staunen und Katzen die in der Sonnen dösen.

Alles wirkt irgendwie so friedlich und man denkt die Zeit läuft hier langsamer . Und auch wir spüren das uns das gut tut . Keine Hektik , kein Trubel !!

Entspannt geht die Route weiter nach Cala Gonone am Golf von Orsei . In der Nähe ist die Grotte del Bue Marino . Einer der vielen Grotten auf Sardinien die man besichtigen kann . Aber wir haben uns für diese Reise eigentlich vorgenommen nicht wieder ein volles Programm durchzuziehen . Die Fahrt um die Insel und ihre schönen Strände und die romantischen kleinen Städtchen , das reicht uns eigentlich . Und ein ganz klein wenig Kultur. Fertig !

Der Stellplatz " Palmasera“ in Cala Gonone ist ordentlich und günstig . Es sind nicht viel Fahrzeuge da und wir haben es ruhig und nicht weit zum Strand .

 

 

 

 

Die nächste Etappe führt uns weg vom Meer ins Gebirge durch einen Nationalpark . Das Wetter ist wechselhaft , mal kurz Regen dann gleich wieder Sonne.Aber dieser Abschnitt ist wirklich wunderschön.Durch den vielen Regen grünt und blüht es überall.Ganze Hänge sind in leuchtendes Gelb der Ginsterbüsche getaucht.Wir öffnen die Fenster und lassen den intensiven Blütenduft herein.Dann wieder tauchen wir ein in ein grünes Meer.Büsche über Büsche in allen erdenklichen Grünschattierungen ziehen sich die Berge rauf und wieder hinunter.Eine wahre Wohltat für die Augen.Man sieht fast kein Fleckchen das nicht bewachsen ist.Die Natur hat ihr schönstes Kleid für uns angezogen.Jeder Maler würde hier entzückt den Pinsel schwingen.Immer wieder halten wir an um die Aussicht zu geniesen . Da haben wir wohl einen sehr günstigen Zeitpunkt für unseren Besuch auf Sardinien gefunden.So eine Vegetation wird es wohl im Rest des Jahre nicht mehr geben.

Wir hatten nicht damit gerechnet das das Inland der Insel so bergig ist . Plötzlich bewegt sich auf der linken Seite etwas sehr schnell den Hang herunter.Und wie aus dem Nichts springen 5 kleine schwarze Schweinchen aus dem Gebüsch.Werner hat sich sehr erschrocken und konnte gerade noch ausweichen was auf diesen Gebirgsstraßen ja nicht immer so einfach ist .Und wupp ! Sind sie auch schon wieder weg.Schade das wir die Kamera nicht zur Hand hatten.Auf dem höchsten Punkt der Fahrt , auf ca.1017 Meter Höhe , legen wir eine Vesperpause ein und auch Smudo hat alle „Füße „ zu tun um alles zu markieren.

Danach geht es genau so schön wieder abwärts .Und da wir jetzt ja wieder Richtung Meer fahren bekommen jetzt die schönen Ausblicke auf die ersten Buchten und Strände präsentiert.Man könnte alle paar Meter ein Foto machen.Wie immer wenn wir ans Meer kommen sind wir begeistert und können uns nicht satt sehen an der Brandung und den Wellen.

 

In Arbatax , direkt bei der Hafeneinfahrt , gibt es einen großen Parkplatz auf dem auch übernachtet werden darf.Aber wir sehen uns hier nur die berühmten roten Felsen an . Sonst gibt es in dem kleinen Ort nichts besonderes .Deshalb geht es noch weiter zum Lido Orri . Wieder ein schöner Stellplatz „Tanca Orri „ und wir sehen ein paar Womos wieder die wir auch schon unterwegs getroffen haben.Ja ,das ist so weil ja jeder die Insel umfahren möchte und sich die Wege , egal wie herum man fährt doch ab und zu kreuzen.Zeit für Gespräche und Austausch und einen langen Spaziergang.

Um diese Zeit , also in der Vorsaison sagt niemand etwas wenn der Hund mit an den Strand geht aber in der Haupturlaubszeit ist an allen Stränden striktes Hundeverbot das bei Nichteinhalten mit Geldstrafe geahndet wird.Da muss man sich dann eben einen wilden Strand oder eine kleine Bucht suchen wo kein öffentlicher Badestrand ist.

 

 

Nach einer sehr ruhigen Nacht führt die Straße nun durch eine nicht so spektakuläre Landschaft.Wir haben uns als Ziel den Ort Muravera ausgesucht.Dort gibt es einen sehr schönen Campingplatz

„ 4 Mori **** „ .Als wir im Januar auf der CMT ( Campingmesse )in Stuttgart waren hatte dieser Platz auch einen Stand und wir haben bei einer Verlosung ein drei Gänge Menü für das Restaurant auf dem Platz gewonnen.Und das wollen wir jetzt einlösen.

Man spricht hier auch deutsch und der Platz selbst liegt wunderschön an einem breiten Strand .Alles ist sauber , sehr schön angelegt ; mit Palmen und mit gute Ausstattung.

Wir bleiben insgesamt 4 Tage und entspannen uns in der Sonne.

Wir dürfen uns im Restaurant jeder eine Vorspeise , ein Hauptgericht und eine Nachspeise aussuchen und bekommen noch eine Flasche Rotwein und eine Flasche Wasser dazu.

 

Dann wollen wir weiter und sind schon gespannt auf einer der schönsten Küsten Sardiniens.Die Costa Rei .Und wir werden nicht enttäuscht.Im Gegenteil.Wir sind sprachlos.Immer wieder tauchen die gigantisch schönen Buchten vor uns auf .Das Wasser ist ein Traum.Die Blau und Türkistöne die ineinander fließen in allen Schattierungen – einfach grandios! Das Meer das da liegt wie ein weicher Samtteppich, ruhig und sanft - ganz anders als die Küsten Marokkos mit ihrem rauen und stürmischen Atlantik.So haben wir das bis jetzt nur auf Postkarten aus der Karibik gesehen.Die kleinen Dörfer und Städtchen sehen zauberhaft aus .Die Häuser sind nicht nur in einem schönen Gelbton getüncht sondern werden immer wieder mit anderen Farben gewechselt.Wie auf einen Gemälde von Hundertwasser !!

 

Über Villasimius , einem der größten Urlaubsorte , fahren wir bis nach S.Stefano zum Capo Carponara. Dann an der Küste entlang Richtung Cagliari . Das Wetter ist gut und die Fahrt macht uns Spaß.Man möchte hier einfach nicht so oft halten da die Aussicht immer schön ist und man keine Angst haben muss keinen schönen Picknickplatz oder einen kleinen Strandabschnitt zum Ausruhen zu finden.Das gibt es genug und zu dieser Jahreszeit oft menschenleer und so halten wir immer wieder kurz an um einfach nur zu Schauen.

Schon sind wir in Cagliari angekommen.Das ist die größte Stadt auf der Insel und nach den letzten Tagen die wir als so erholsam und entspannt erlebt haben wirkt die Stadt irgendwie störend auf uns.Sofort der viele Verkehr , es ist laut und die Straßen sind eng.Wir wurschteln uns durch die Stadt bis zu einem Stellplatz von dem man in Kürze in der Stadt wäre.

Aber wollen wir das jetzt wirklich ? Uns in das Gedränge stürzen , alte Gemäuer und Kirchen besichtigen , uns durch die Einkaufsstraßen mühen?

Nein , eigentlich nicht.Die kleinen Städtchen und Ortschaften finden wir wirklich viel hübscher und wir kennen schon so viele Städte , da kommt es auf eine weniger nicht an.

Also , Motor wieder an und wir suchen aufs Schnellste das Weite.Wir fahren am Golfo di Cagliari entlang Richtung Pula . Endlich bleibt die Stadt hinter uns und wir rollen wieder in die Natur.

Pula ist bekannt für seine Ausgrabungen.Die Ruinen von Nora am Capo di Pula . Sehenswert für alle Geschichte.Der Strand ist dort schön mit Palmen angelegt und man kann eine kleine

Badepause einlegen. Heute ist unser Ziel der Ort Chia . Genauer gesagt einer der schönsten , vielleicht sogar der Schönste Stellplatz auf Sardinien. Su Giudeu ( Area Camper Chia).Die Zufahrt erfolgt über eine kleine Piste.Der Platz ist mit allem ausgestattet , V/ E , Müllentsorgung , Duschen und WC ( falls nötig ) Strom und die Stellflächen sind schön groß.Es gibt ein kleines Kiosk .Aber das Tollste ist der Strand.Eine Lagune mit wunderschönem blauen Wasser und einen breiten weißen Sandstrand.Und Smudo darf sogar mit kommen.Dünen in den man sich sonnen kann und eine klasse Aussicht .Hier kann man die Seele baumeln lassen.Der Weg zur Lagune führt an einem bezaubernden Stagno ( Teich ) vorbei in dem Flamingos stehen und auf der gegenüber liegenden Seite kann man auf einen sehr schönem Holzsteg ins Dörfchen laufen.

Hier gefällt es uns ganz besonders gut .Die Sonnenuntergänge sind wie gemalt und die Ruhe beim Abendspaziergang lässt uns super gut schlafen.Aber wir können nicht ewig hier bleiben , es gibt noch viel zu sehen.

 

 

 

So , nun geht es weiter nach Carbonia .Jetzt führt die Straße ins Gebirge und weg von der Küste.Wir kommen durch viel Waldgebiet .Dichtes Buschwerk und alle möglichen Blümchen zieren unseren Weg.Es gibt wirklich fast alle Farben an Blumen und die Luft riecht hier würzig und frisch.Schafherden und Ziegen, Pferde und Schweine.Alte Gemäuer , kleine Kirchen und fast leere Straßen.Ein ganz anderes Bild der Insel zeigt sich uns und manchmal können wir gar nicht glauben das wir uns auf einer Insel befinden , soviel Abwechslung gibt es hier .Auch Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten.

Iglesias taucht vor uns auf.Die kleine mittelalterliche Stadt war einmal die Wichtigste auf Sardinien.Hier wurde Erz, Silber , Blei , Kupfer Eisen und Kohle abgebaut.Vom einstigen Wohlstand sieht man heute leider nichts mehr.

Auf dem weiteren Weg ist auch die Besichtigung der Überreste des Tempel von Antas sowie ein Besuch einer Tropfsteinhöhle , Grotta di Su Mannau , möglich.Beides ist gut ausgeschildert und somit leicht zu finden.

Aber wir haben jetzt genug Wald und Gebirge gesehen .Uns zieht es zurück ans Meer.

Buggerru ist ein kleines Dorf mit einem schönen Hafen .Es bietet sich uns ein sehr malerischer Anblick als wir gegen Abend auf der Küstenstraße auf das Örtchen zu fahren .Kleine Häuser die am Hang gebaut sind und unter uns der überschaubare Jachthafen mit Booten und und dem noch ziemlich neuen Stellplatz.Das Meer liegt wie ein silberner Spiegel rund um den Hafen.

Aber da es sich hier um ein ehemalige Bergarbeiterdorf handelt und nicht um eine für Touristen gebaute Siedlung , ist man auf so große Wohnmobile wie unseres nicht eingestellt.Wir folgen der Ausschilderung zum Womostellplatz . Es geht steil durchs Dorf hinunter und die Straßen werden immer enger und das Abbiegen in denn engen Gassen ist wieder mal eine Millimeterarbeit für Werner.Seht behutsam und mit ein paar mal korrigieren erreichen wir doch noch den Hafen.Der Platz liegt schön und wir können ganz vorne stehen.Keine Stunde später braut sich ein Unwetter zusammen .Gerade noch rechtzeitig erreichen wir von unserer Gassirunde kommen noch das Womo . Dann geht es auch schon los.Wir haben einen grandiosen Logenplatz und können gemütlich von unseren Sitzen durch die Windschutzscheibe das Spektakel auf dem Wasser beobachten.Die Blitze kommen von allen Seiten und das Meer tobt wie ein wildes Tier!

Wir werden geschüttelt und gerührt und der Lärm des Regens macht eine Unterhaltung fast unmöglich . Smudo zittert in Susis Arm und man könnte meinen die Welt geht unter.Aber in der Nacht beruhigt sich alles wieder und wir werden am Morgen durch die Sonne geweckt.Für nur 10 Euro hatten wir eine Spezialaufführung mit bleibenden Eindruck !

Gut gelaunt geht es wieder weiter über die Berge.Wir fahren durch Bergdörfer , Serpentinen hinauf und hinunter, sind umgeben von Wald , Wiesen und Tälern .Diese Insel scheint wirklich aus zwei Farben zu bestehen .Blau und Grün.Und dies in allen Abstufungen.Kein Wunder das die Menschen hier so relaxt sind .Diese Farben stehen ja für Entspannung und Beruhigung.Und es wirkt auch bei uns!Wir erreichen Oristano . Direkt vor dem Friedhof ist ein großer Parkplatz und von dort ist man schnell in der Stadt.Wir lassen uns Zeit , schlendern zum Dom und weiter zum Torre San Christofero.Dann genießen wir in der Sonne sitzend bei Cappuccino und Kuchen die geruhsame Idylle rund um den Torre . Es ist noch nicht spät und so beschließen wir heute noch nach Tharros zu fahren.Dort findet man das älteste Kirchlein Sardiniens , San Giovanni di Sinis, und man kann die Überreste einer einstigen Siedlung bestaunen.Und auf dem Parkplatz vor der Kirche können wir wieder einmal kostenlos übernachten.

 

 

 

 

Am Morgen sind wir von Reisebussen mit Ausflüglern umzingelt , also machen wir schnell Platz und fahren weiter.

Wir befinden uns ja auf der Halbinsel Sinis die noch eine Attraktion zu bieten hat.Einmal quer über die Insel ans andere Ende. Putzu Idu - was für ein niedlicher Name für ein Dörfchen!In der Umgebung befinden sich die Badestrände Mari Ermi und Punta is Arutas . Die Besonderheit an diesen Stränden ist das es dort keinen Sand gibt sondern der Strand besteht aus winzigen Quarzsteinchen die das Meer wie ein Reiskorn rund und glatt geschliffen hat und im Sonnenlicht schimmern sie in den schönsten unterschiedlichen Farben.

Aber Achtung!Die Mitnahme ist strengstens verboten !

Wir fahren noch bis zum Cap Mannu und schauen uns die Brandung und die Klippen an und beobachten noch eine Weile ein paar Fischer bevor es wieder Zeit wird für die Weiterfahrt.

Und wieder geht es durchs Gebirge , mal höher mal nicht so hoch.

Schöne und stimmungsvolle Landschaft , die Natur trägt ihr schönstes Kleid und der Wettergott meint es gut mit uns.Wir genießen das Fahren und machen ab und zu eine Pause um bei Kaffee und Brötchen die Ruhe zu spüren.

Das ist eben das Tolle wenn man mit einem Wohnmobil reist.Man kann alles selbst bestimmen , wann man fährt , man man rastet , was man ansehen möchte und wo es lang geht.

Und so können wir ganz relaxt diese wunderschöne Insel umrunden.Ab und zu kommt es vor das Werner unser Haus durch sehr enge und verwinkelte Gassen manövrieren muss.Da wird es schon mal prickelnd wenn noch ein Lastwagen entgegen kommt oder ein Haus einen sehr tief hängenden Balkon hat . Angst stecken zu bleiben haben wir keine - denn wie Werner immer so schön sagt :

„Wo ich reinkomme – komme ich auch wieder raus !“

 

Und so gelangen wir auch dieses mal wieder sicher an unserer nächsten Übernachtungsmöglichkeit an . Bosa – ein ganz bezauberndes Städtchen . Hier parken wir direkt am Wasser mit malerischem Blick auf den Fluss Temo ( das ist der einzige schiffbare Fluss Sardiniens ), die farbenfrohen Häuser und der Burg Seravalle ,die auf dem Hügel thront.Und wir können hier wieder kostenlos übernachten.Also machen wir uns auf in die gemütliche kleine Altstadt und durchstöbern ein wenig die Geschäfte bevor wir uns auf der Piazza in ein Café setzen um einen Cappuccino zu trinken und ein leckeres Eis zu essen . Urgemütlich , Kinder spielen lauthals Fußball und um uns herum ist die Welt noch in Ordnung.Alte Männer sitzen beim Espresso in der Sonne und diskutieren über Gott und die Welt.Mütter sitzen auf Bänken und behalten ihre Sprösslinge im Auge.

Wir schlendern noch eine Weile durch die schönen Gassen und laufen dann an der Palmen geschmückten Flusspromenade bei Sonnenuntergang zurück zum Womo . Was für ein schöner Tag mit einem traumhaften Abschluss.

Aber jetzt wollen wir doch einmal ein paar Tage auf einem schönen Campingplatz chillen.

Möglichst nah an einer Stadt , aber auch direkt am Meer.Dafür ist Alghero bestens geeignet.

Eine ganz besondere Stadt.Fast katalanisch - also spanisch.Hier sprechen 60 % der Einwohner einen katalanischen Dialekt und nennen ihr Stadt: L´Alguer . Viele Straßenschilder sind zweisprachig.

Der Name soll von den Algen vor der Stadt kommen.Deshalb gibt es hier besonders schönen Korallenschmuck zu kaufen.Eine Dicke begehbare Mauer umschließt den Ort wie ein Schutzwall.

Die Gassen sind sehr schön , sauber und gepflegt und außer halb liegt der Hafen mit vielen teuren Booten.Am Abend ist es ganz besonders gemütlich sich auf den Hauptplatz in der Stadt zu sitzen und gemütlich einen Wein zu trinken.Südländische Lebensart !So könnte es immer sein!

Der Campingplatz La Mariposa *** liegt wunderbar am Meer in der Bucht von Alghero ,mit eigenem Strandausgang und wir können in der ersten Reihe stehen .Der Ausblick aufs Meer , die Stadt und den Leuchtturm ist einfach wie ein Gemälde.Die Strandpromenade läuft fast um die ganze Bucht und in einer halben Stunde ist man ganz gemütlich in die Stadt gelaufen.Ein super schöner Spaziergang.Hier bleiben wir ein paar Tage ,dösen tagsüber in der Sonne , machen unsere Gassirunden am Meer entlang und lassen es uns einfach gut gehen.

Aber um nicht später zu wenig Zeit für andre Dinge zu haben verabschieden wir uns von netten Nachbar und starten wieder.

 

 

Wir nehmen die Route übers Inland und besuchen die ehemalige Silberstadt Argentiera.

Der Glanz ist längst erloschen , hier gibt es nichts mehr zu holen .Die Minen und Häuser sind verlassen und nur noch Zeitzeugen einer Ära. Alles sieht verlassen aus aber man sieht das sich hier etwas tut.In manchen Gebäuden wurde schon gearbeitet.Anscheinend möchte man den Ort wieder aufleben lassen.Wir sehen nur ein einziges Auto fahren und zwei wilde Hunde durch die Gegend streifen.Aber für unser Mittagsrast ist dieser Ort sehr geeignet.Wie stehen über der Bucht - alle Fenster auf - richen den Blütenduft , hören das Meer rauschen und stellen uns vor wir wären alleine auf einer Insel.Fantastisch!

So gestärkt und mit neuer Abenteuerlust zieht es uns nach Stintino und zum Capo del Falcone.

Eine schmale Straße führt hinaus aufs Cap . Zu dieser Jahreszeit können auch wir hier gut parken und wir laufen das letzte Stück bis zum Meer.Direkt vor uns liegt die ehemalige Sträflingsinsel

Asinar .Strand gibt es vor der Insel nicht, sondern scharfkantige Granitfelsen die aber ihre eigenen Schönheit ausstrahlen.Schön und doch gefährlich.

Aber sonst gibt es hier nichts zu sehen und leider beginnt es zu nieseln.

An Porto Torres fahren wir vorbei.Eine Industriestadt mit dem drittgrößten Hafen Sardiniens.Es gäbe hier eine Basillica und Ausgrabungen zu bestaunen und eine römische Brücke mit sieben Bögen die über den Rio Mannu führt.Aber wir haben keine Lust auf sightseeing.

Und so geht es an der Küste entlang nach Castelsardo.

Die Strecke ist schön und macht Spaß.Kurz vor unserem Ziel machen wir einen Abstecher zum Strand.Der große Parkplatz ist ganz leer und auch am Strand sind wir ganz alleine . Smudo kann wieder mal etwas springen und wir genießen den Geruch des Meeres und machen noch eine Kaffeepause um dann die letzten Kilometer anzupacken.Und plötzlich taucht auch das Stadtbild von Castelsardo vor uns auf.Ein Anblick wie auf Postkarten.Die bunten Häuser schlängeln sich an einem Hügel hoch der oben mit einer massiven Festung gekrönt ist.Die Festung kann man zu Fuß erreichen da der obere Teil der Stadt für Autos gesperrt ist.Aber dann hat man einen famosen Rundblick über die Meerenge zwischen Sardinien und Korsika.Der Hafen ist sehr idyllisch und es gibt genug Cafés und Restaurants um frischen Fisch zu essen.

Die Straße die durchs Ort führt ist schön breit und wir erreichen nach ein paar Minuten einen großen Parkplatz ganz oben und am Ortsende auf dem wir übernachten können.Wieder kostenlos !

Das ist einer der schönsten Schlafplätze die wir hatten.Links sehen wir das Gesamtbild von Castelsardo , der Hügel mit Häuser und der Festung , unter uns das Meer mit kleinen Booten und auf der anderen Seite der Weg der ins Inland führt.Wir fühlen uns wie die Herrscher über dieses kleine Reich.Den Wachhund haben wir ja auch dabei!

In ein paar Minuten sind wir in den Gassen und durchstöbern die kleinen Geschäfte .Die Korbflechtkunst dieser Einwohner ist berühmt.Es werden alle möglichen Gegenstände in traditionellen Mustern aus einheimischen Materialien hergestellt.

Zurück beim Womo - wir stehen direkt an der Brüstung mit Blick aufs Meer , lassen wir uns unser Abendessen mit einem Glas Wein schmecken wie in einem teuren Restaurant.Der Himmel verfärbt sich in den schönsten Rot und Orangetönen und taucht die Häuser in ein warmes Licht.Und die Sonne versinkt wie ein großer gelber leuchtender Ball hinter der Festung.

Und wir haben wieder einmal einen Logenplatz - dazu noch ganz umsonst!

Und alles um herum ist ruhig und friedlich.Da braucht man keine Worte mehr.

 

Gut ausgeschlafen machen wir uns am nächsten Morgen noch einmal auf ins Gebirge.Nach Tempio Pausansania . Der Weg führt uns immer weiter nach oben .Die Straße ist manchmal etwas eng manchmal nicht breiter als ein Feldweg bei uns und es kommt uns wenigstens nichts entgegen.

Werner macht das Fahren so Spaß .Er hat sein Fahrzeug voll im Griff und er liebt es Serpentinen hinauf und hinunter zu cruisen oder Herausforderungen zu bewältigen – natürlich würde er aber nie ein Risiko eingehen. Aber dafür werden wir wieder mit einer schönen Vegetation und einer schroffen Bergkulisse belohnt.

Auf etwas über 1000 Meter haben wir die höchste Stelle erreicht.

Diese Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt.

In Tempio gehen wir wieder einmal unsere Vorräte einkaufen und schlendern etwas durch die Straßen.Hier gibt es auch eine Heilquelle die rege besucht wird.

Auf der Weiterreise fallen uns jetzt immer mehr die schönen Felsen auf.Manchmal wie große Murmeln - ganz glatt und rund .Die Strecke die wir eigentlich fahren wollten nehmen wir dann doch nicht da diesmal unser Fahrzeug doch etwas zu groß ist.Valle della Luna - ein schönes Tal mit einer Fülle von diesen großen glatten Steinen erleben wir wie eine ganz eigene Welt .Fast könnte man meinen man wäre ein paar Millionen Jahre zurück gereist und es fehlen nur noch die Dinosaurier , wie in Jurassic Park , die diesen Flecken Erde bevölkern.

Wir durchfahren Wälder mit Korkeichen . Da wo die Rinde schon abgemacht wurde ist der Stamm rötlich - fast sieht es aus alles hätte es geblutet . Aber das verheilt wieder und der Baum wächst weiter.
Wir entscheiden uns wieder unten angekommen nochmal ein Stück zurück zu fahren nach Isola Rossa und dann über einen Damm auf eine kleine Halbinsel . Dort gibt es einen sehr hübschen Campingplatz mit viel Grün und rundherum Wasser.Hier ist ein Eldorado für Surfer und Kitesurffreaks . Wir haben uns einen schönen Platz zwischen ein paar Büschen gesucht und machen uns auf den Weg zum Damm.Auf der linken Seite lauter bunte Segel von unzähligen Surfern , auf der rechten Seite ein Meer von Schirmen von Kitesurfern die am strahlend blauen Himmel fliegen.Es weht ein etwas stärkeres Lüftchen so das die Sportler auf ihre Kosten kommen.Die Strände und Buchten sind für jeden frei zugänglich und somit tummeln sich hier die verschiedensten Grüppchen.Junge Leute in VW-Bussen , Familien mit ganz kleinen Kindern die fröhlich im weichen Sand spielen.Menschen mit Hunden die einen Spaziergang machen.Viele Gruppen Jugendlicher die hier feiern .Es ist bunt und belebt aber nicht laut oder nervig.Wir sitzen eine ganze Weile am Strand und schauen den Wasserverrückten bei ihren akrobatischen Luftsprüngen zu.

Sehr unterhaltsam und schön anzusehen.

 

Nach einer etwas windigen Nacht ist Palau der nächste Punkt unserer Reise.Zuerst geht es nach Santa Teresa ans Capo Testa – von dort aus kommen und fahren Fähren nach Korsika.

Ein Parkplatz ist schnell gefunden und wir erkunden das nette Örtchen.Nette Geschäfte und Cafés säumen den großen Hauptplatz und natürlich lassen wir uns nicht lange bitte und setzten uns zum Verweilen und Cappuccino trinken eine kleine Erholung einzulegen.Danach schauen wir uns noch den sauberen Badestrand und die kleinen Gassen an. Ein richtig freundliches Städtchen.

Nächste Halt : Palau. Vor der Küste liegt hier das Naturschutzgebiet mit den Inseln La Maddalena und Caprera . Vom Hafen kann man mit Ausflugsbooten zu den Inseln übersetzten.

Der Campingplatz Acapulco *** liegt super schön in einer Bucht , gegenüber eine Hügellandschaft mit einer alten Burg .Es gibt kleine Strände und viel Gebüsch und allerlei Vogeltier.Unser Platz ist wieder ein Volltreffer , eine Aussicht wie dahin gezaubert.Die Sonne strahlt und auch der Ort selbst ist einladend .Werner entschließt sich zu einem Frisörbesuch . Der Inhaber ist sehr nett und sagt uns alle Worte auf die er in Deutsch gelernt hat.Seien Bemühungen wollen kein Ende nehmen – jedes einzelne Haar das da nicht hingehört wird noch entdeckt und der Nacken gründlichst ausrassiert . Fabelhafte Leistung, super Service !Die Frisur sitzt wieder und wir verabschieden uns mit einem guten Trinkgeld .Als wir dann noch einen kleinen Laden entdecken der die leckersten kleinen Kuchen und Pralinen anbietet müssen wir uns das natürlich ausgiebig gönnen.Wir schlemmen uns durch verschiedene Sorten und laufen dann mit dickem Bäuchlein sehr zufrieden zum Platz zurück.

Und nun starten wir zu letzten Etappe unserer Reise.
Auf nach Arzachena – dort gibt es etwas Kultur für uns.

Wir wollen uns jetzt doch noch ein Gigantengrab anschauen von denen es ein paar auf der Insel gibt.Der Name kommt nicht von Riesen die hier bestattet wurden sondern von den riesigen Granitfelsen mit denen die Grabmale gebaut und auch verschlossen wurden.

Ein anderes Wahrzeichen von Sardinien sind auch die Nuraghen – steinerne Kegel die weit hin sichtbar sind und ohne Mörtel Stein für Stein in einer Kegelform aufgeschichtet wurden.Die Türme dienten als Schutz und als Wehrtürme benutzt.Wir haben viele davon gesehen - von kleine bis sehr groß.

So - dann also besuchen wir Tombe Nuragiche Coddu Vecciu – ein Gigantegrab . Es sind nicht viele Besucher da und das Grabmal ist schnell gefunden.Wenigsten einmal sollte man sich so ein Überbleibsel aus einer anderen Kultur angeschaut haben – das und die Nurahgen gehört einfach dazu bei einer Inselbesichtigung.

Ganz in der Nähe liegt der feine Ort Porto Cervo . Fein darum da dies der Tummelplatz der Promis ist.Erschlossen wurde diese Gebiet an der schönen Cost Smeralda von Aga Khan.Und darauf hin entstand dieser Luxusferienort.

Das wir hier nicht hingehören bemerken wir sofort auf dem großen Parkplatz auf dem wir auch , natürlich kostenpflichtig – von nichts kommt nichts -übernachten könnten.Eine Parkstunde kostet 5,00 Euro – puhh ! Busse halten in Minutentakt und spuken Touristen aus die einmal die Promiluft atmen wollen.Wir beschließen einfach kurz durch das Jachthafenviertel zu düsen und den Verkehr mit unserem Monster etwas lahm zu legen - jepp -das hat Spaß gemacht !

Aber dann nichts wie weg hier - das ist nicht unsere Welt .
Außerhalb und etwas oberhalb Porto Cervo halten wir noch einmal auf einer Halteplattform und schauen noch einmal zurück .Unten am Strand sieht man einen palmengesäumten Abschnitt – die Palmen in einer sauberen Reihe gepflanzt . Wohl ein privates Gundstück - aber wer das residiert interessiert uns reichlich wenig.Mit einem kleinen Umweg über San Pantaleo , einem kleinen Dorf in dem sich verschieden Künstler nieder gelassen haben , geht es zurück zur SS 125.Nun ist es nicht mehr weit nach Golfa Aranci wo übermorgen unsere Fähre zurück aufs Festland geht.Wir wissen das es dort im Hafen auch wieder einen großen kostenlosen Stellplatz gibt und beschließen dort zu übernachten.Dann können wir uns schon anschauen wo wir bei Abreise hin müssen und es ist ein idealer Ausgangspunkt für unsere letzte Stadtbesichtigung-

Olbia haben wir uns ja für den Schluss aufgehoben.

So - dann also besuchen wir Tombe Nuragiche Coddu Vecciu – ein Gigantegrab . Es sind nicht viele Besucher da und das Grabmal ist schnell gefunden.Wenigsten einmal sollte man sich so ein Überbleibsel aus einer anderen Kultur angeschaut haben – das und die Nurahgen gehört einfach dazu bei einer Inselbesichtigung.
Auf dem Platz stehen schon wieder ein paar Womos ,welche die gekommen sind und andere die Abreisen.Für Unterhaltung ist also gesorgt und der Ausblick auf den Hafen und die Felsen im Meer ist auch sehr nett.

 

Und dann ist er da , unser letzter Tag auf Sardinien.Wir bleiben etwas länger liegen , frühstücken etwas ausgiebiger und machen uns dann auf den Weg in die Stadt.

Direkt im Hafen findet man genügend Platz zum Parken – auch wieder kostenlos.

Zuerst laufen wir mit Smudo eine sehr ausgedehnte Gassirunde am Hafen entlang .Alles schön angelegt , Bänke laden zum Verweilen ein , was wir auch tun und in der Sonne etwas dösen und den schönen Anblick mit kleinen Inseln und Schwänen noch einmal auskosten.

Weiter hinten legt gerade ein Kreuzfahrtschiff an und bevor die Urlauberschwemme sich in kurzer Zeit über die Innenstadt legen wird laufen wir zurück um noch in Ruhe einen Bummel machen zu können . Smudo bleibt im Womo und macht ein Schläfchen.Die Gassen sind schnell durchlaufen , groß ist die Altstadt nicht.Aber freundlich und einladend.Ein letztes mal wollen wir noch ein Eis essen und die südländische Atmosphäre auf uns wirken lassen.

Ein schöner Ort zum Ankommen und zum Abreisen.

Bevor wir zurück nach Golfo Aranci fahren gehen wir nochmal in einem der vielen Supermärkte einkaufen – damit wir auf der Heimreise keinen Hunger leiden müssen.

Auf dem Stellplatz stehen wir in unserer letzten Nacht mit der Frontscheibe nach vorne Richtung Hafenbecken.So können wir die ankommenden Schiffe mit ihrer Beleuchtung im Hafen sehen und das Anlegen und Ablegen beobachten.Ein wenig Wehmut kommt bei uns immer auf wenn es der letzte Tag ist - aber wir haben ja noch ein paar Tage für eine gemütliche Heimreise.

Da unser Schiff erst am Mittag um 15 Uhr ablegen wird können wir es ganz langsam angehen lassen.Wir sind ja schon da - kann ja nichts mehr schief gehen.Um13 Uhr reihen wir uns hinter den anderen Fahrzeuge in die Einfahrschlange ein und unterhalten uns noch mit anderen Inselumrunder . Da vergeht die Zeit wie im Flug und dann geht es auch schon los und schwupp sindwir auch schon in den Fährbauch eingefahren.

Wir suchen uns gleich wieder ein schönes Plätzchen mit Bank im Café und richten uns häuslich ein.

Die Überfahrt verläuft ruhig und wir dürfen noch einmal einen grandiosen Sonnenuntergang auf dem Schiff erleben.Ein schöner Abschluss für diese Tour.Wir haben etwas Verspätung und kommen gegen 22³° Uhr in Livorno an.Natürlich übernachten wir wieder auf dem gleichen Stellplatz im Hafengelände wie bei unserer Anreise.Wir sind in ein paar Minuten da und es ist auch wieder kostenlos.

 

Unserer Heimreise beginnen wir über Lucca das wir schon einmal besucht hatten.Eine gut erhalten Stadtmauer hüllt die Stadt komplett ein. Ein neuer schöner Stellplatz liegt unmittelbar in der Nähe der Innenstadt – keine 15 Minuten zum Laufen und mit allem Ausgestattet was der Camper so braucht.

Und wir entschließen uns noch den Laggo Maggiore zu besuchen.In Arona finden wir eine tolle Übernachtungsmöglichkeit.Wir fahren hoch zur Statue San Carlone die zu Ehren eines Heiligen Kardinals aufgestellt wurde und sehr imposant mit einer Höhe von 23,40 Meter auf einem Hügel steht.Gleich neben der Statue befindet sich ein großes Seminargebäude an das sich ein Schotterplatz anschliesst . Von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick auf den See und die schneebedeckten Berggipfel gegenüber und wir haben wunderbar ruhig und wieder einmal kostenlos geschlafen.

Die Weiterreise entlang des Seeufers entpuppt sich als eine sehr schöne Strecke.Fast immer direkt am Wasser entlang und durch eine hübsche Landschaft.Wir machen halt in Verbania um einen ausgedehnten Spaziergang mit Smudo zumachen und uns das saubere schöne Städtchen anzusehen.

Direkt am Wasser neben einen kleinen Park und in der Nähe eines Badestrands liegt ein schöner Stellplatz mit Strom.

Wir wollen aber weiter nach Locarno.

Das Dokument das man in der Schweiz jeden Tag ausfüllen muss - also diese sogenannte Schwerlastvignette – haben wir im Handschuhfach liegen.Gleich nach der Grenze wollen wir halten und auch noch etwas Euro in Schweizer Franken tauschen.

Das war ein Fehler.Den schon an der Grenze verlangt man das ausgefüllte , mit dem Einreisedatum versehene Formular.Wir erklären das wir jetzt doch sofort halten wollten und der Kontrolleur glaubt uns das auch und schreibt dann selbst das Datum der Einreise ein.Sehr freundlich erklärt er uns das in so einem Fall eigentlich eine Strafe fällig wäre er aber heute ein Auge zudrückt.

Also bitte daran denken:VOR der Wiedereinreise in die Schweiz bereits das Einreisedatum eintragen.Denn wir wissen ja – Strafen in der Schweiz können sehr teuer werden!

Wir bedanken uns und dürfen weiter.

Auch in Locarno ist der Womoplatz schnell gefunden.Leider ist aber die Stellfläche wegen schweren Regens nur halb so groß wie sonst.Und so ergattern wie das letzte Eckchen gerade noch bevor er voll ist.Der Platz ist kostenpflichtig und man kann an einem Automaten bezahlen.

Der Ortskern ist nicht so groß und in ein paar Minuten erreicht .Ein bisschen bummeln und am Hafen entlang laufen und dann ab ins fahrbare Heim.

In der Schweiz wollen wir uns nicht mehr aufhalten .Am Gotthardtunnel haben wir auch wieder Glück .Wir dürfen sofort ohne Wartezeit einfahren.Aber auf der Gegenseite stehen Autos und LKW in einer nicht enden wollenden Schlange.Die Armen!

Auch beim Grenzübergang in Schaffhausen gibt es kein Halt und gegen Abend erreichen wir Donaueschingen.Eigentlich wollten wir hier noch einen Tag bleiben und uns die Donauquelle ansehen und etwas Fahrrad fahren.Aber um so näher wir Deutschland gekommen sind um so schlechter wurde das Wetter .Es regnet und ist unangenehm.Aber der neue Stellplatz direkt am Park den man gut ausgeschildert findet macht einen guten Eindruck .Auch wieder kostenlos und schön gelegen.Als der Regen aufhört machen wir unsere ausgiebige Gassirunde durch den wirklich schönen Park und danach trinken wir noch ein Fläschchen sardinischen Rotwein um unsere Reise ausklingen zu lassen.

Die letzte Strecke nach Hause ist dann am nächsten Morgen schnell gefahren und wir kommen wieder gesund und ohne Schaden zu hause an.

Sardinien hat uns super gut gefallen , ein tolle Insel und bestimmt eine Reise wert.

Das einzige kleine Manko das wir hatten war das unser Fahrzeug einfach zu groß war um auch das Hinterland oder die Bergdörfer zu besuchen.Da wäre ein Roller von Vorteil gewesen.

Aber sonst war es einfach wieder ein Traumziel das wir auf unserer Wunschliste abhaken können.

Und wir würden wieder hinfahren und können diese Reise jedem nur empfehlen.

Also - 'Arrivederci!' auf Italienisch heißt 'Auf Wiedersehen!' schöne Insel !!

 

 

Werner & Susanne Vogg on tour

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)