WESUV-ON-TOUR.de
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Dienstag , 4.12.2012

Schon früh am Morgen haben wir uns auf den Weg gemacht in den Hafen von Essaouira. Gerade rechtzeitig zum Entladen der Fischerboote kamen wir dort an.Das war ein Spektakel.Laut ,bunt ,

alles lief wie wild durch einander.Überall standen sie Menschen Schlage um gleich von dem frischen Fisch etwas kaufen zu können. Essaouira ist nach Agadir der zweit größte Sardinenhafen. Die Fischerboote ,egal ob groß oder klein sind völlig vollgestopft mit Menschen und Material das zum Fischfang benötigt wird.Möwen fliegen in Scharen über den Köpfen und laufen laut schreiend durch das Menschengewühl.Überall Katzen die auf einen Snack spekulieren und Hunde die in der Sonne dösen.Hinter einem Zaun der zur Werft gehört entdecken wir eine kleine Olsenbande. Kleine Hundewelpen , die gut genährt und auch gesund aussehen toben in der Sonne und üben den Nahkampf.Eine Weile sehen wir dem wilden Treiben zu .Die werden versorgt, denen geht es gut.Auf der anderen Seite des Kais bieten kleine Fischer ihren Fang an - ein Vielzahl von Fischen , auch Tintenfische und Garnelen -aber hauptsächlich Sardinen.Im hinteren Teil sehen wir einen Seemann der seine Auszeit für ein Nickerchen nutzt -der Lärm scheint ihn nicht zu stören.Hilfsjungen legen die Netze zum zusammen rollen aus und flicken die Löcher die entstanden sind.Man muss schon aufpassen das man nicht einen abgeschnittenen Fischkopf abbekommt oder in einen "Fischverkaufsstand " der auf dem Boden ausgebreitet ist nicht hinein tritt.Wir schlendern gemütlich zur Festungsanlage , der Sqala de la Kasbah mit ihren alten Bronzekanonen.Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick .Das Meer spiegelt sich silbern und die Möwen zeigen ihre fantastischen Flugkünste direkt über unsere Köpfe .Es scheint zwar die Sonne aber der Wind bläst kalt und es sind nur knapp 19 Grad.Über den großen Platz "Molay el Hassan "gelangen wir in die Altstadt -die Medina.Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben.Schöne Geschäfte deren Waren ansprechend angeboten werden laden zum Shoppen und Bummeln ein.Es gibt viele Gelegenheiten um in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken .Keine Hektik und Enge -und man lässt uns in Ruhe schauen.Irgend wann gelangen wir auch in den Lebensmittelsuq und die Auswahl und Vielfalt von Obst und Gemüse ist wirklich reichhaltig und vielfälltig. Wir kaufen die kleinen süßen Bananen und ein Kilo frische Ernte Mandarinen sowie süße Teilchen zum Kaffee und lassen uns einfach durch dieses Gewimmel und die Sprachfetzen von Einheimischen und Touristen treiben.Dann sind wir wieder auf dem großen Platz und lassen und bei einem heißen Espresso unsere Süßstücken schmecken und schauen und hören eine Gruppe Gnawamusikern zu die mit ihren traditionellen Musikinstrumenten einen orientalischen Flair in die blaue Stunde -die Stunde zwischen 17 -18 Uhr -zaubert. So lässt es sich leben -
so kommt die Seele zur Ruhe !

Wir beschließen hier auf dem Parkplatz zu übernachten -das darf man hier für 40 Dirham -und abends noch einmal zum Essen in die Stadt zu gehen.Kurz nach 19 Uhr machen wir uns gut eingepackt auf den Weg -es ist wirklich schon etwas kalt für uns- 16 Grad ! -das sind wir nicht mehr gewohnt!Wir haben heute Mittag schon ein schönes kleines Lokal gesehen und dort lassen wir uns nieder und speisen vorzüglich! Und das ganze für 140 Dirham -das sind 14 Euro -super !

Auf dem Nachhauseweg machen wir noch einen kleinen Umweg über der Fischereihafen und schauen den auslaufenden Fischerbooten zu .Ja -die Jungs müssen schon wieder ran , eine Knochenarbeit .Aber morgen früh stehen schon wieder die LKWs und Laster und die vielen Menschen am Kai und warten auf frischen Fisch - also guten Fang und gute Nacht !



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Mittwoch , 5.12.2012

Unser heutiges Ziel ist Safi. Eine Industriestadt in der heute Phosphat in riesigen Mengen umgeschlagen wird.Die Fabriken prägen das Stadtbild.Früher war Safi die "Sardinehauptstadt " in Marokko.Unser Reiseweg führt uns heute wieder durch die verschiedensten Landschaften.Am Anfang gleich hinter Essaouira kommen wir in ein Gebiet das aus sieht wie das tiefste Kanada -Bäume und Sträucher die sich zu einer großen endlosen Grünfläche formieren.Man sieht kein Ende und die satte Farbe und die gerade Straße geben einem das Gefühl von Einsamkeit und Weite.Der Boden ist karg und mit Steinen bedeckt.Dann wird das Land wieder offener und es erscheinen Ackerfelder mit brauner dunkler Erde -frisch gepflügt und viele Flächen werden gerade bearbeitet.Keine Maschinen sondern Esel oder Pferde mit Pflug oder Menschen die in gebückter Haltung mehrere in einer Reihe oder auch nur ein oder zwei Personen die den Boden aufhaken.Alles ist durch den Regen wunderbar grün und sieht frisch und gesund aus.Wir kommen durch kleine Dörfer - Kinder und Erwachsene winken und wir halten auch wieder zwei mal an um etwas zu verschenken -Bilder dürfen wir leider keine machen -aber das muss natürlich unbedingt respektiert werden !Durch das viele Gras ist hier eine Rinderhaltung selbstverständlich .Aber hier hat der Bauer nur ein oder zwei Kühe -alles was darüber hinaus geht ist hier fast schon Massentierhaltung!Und man kann sagen -alle Tier hier sind glückliche Tiere -Schafe , Esel, Pferde , Ziegen und Hühner -sie werden liebevoll umsorgt und jeden Tag auf eine Weide geführt -alles Freilandtiere !Immer ist ein Hirte mit dabei und der legt sich geduldig unter einen Busch und schaut den Tieren beim Fressen zu und bringt es wieder sicher nach Hause .Die Fahrt ist wirklich abwechslungsreich und es stockt einem ab und zu fast der Atem wenn einem nach einer Anhöhe oder einer Kurve der Blick in die Tiefe oder auf Felsenwände oder das tosend Meer geöffnet wird.

Breite lange menschenleere Strände -riesige weiße Wellen und braune Steilwände.Dann geht es durch ein kleines Dorf und wir müssen fast anhalten da die Straße fast weggespült ist .Eine braune Schlammlawine ist durch das Quet -das Flussbeet geschossen -hier muss es heftig geregnet haben.Wir holpern über den Morast und kurz nach dem Ort sehen wir die dunkle Brühe die als breites schimmerndes Band ins Meer fliest.So etwas haben wir noch nie gesehen.Ein rotbrauner Teppich reicht weit in den Ozean hinein und liegt wie ausgebreitet in den blauen Wellen.Man sieht genau wo es getrennt ist !Dann geht es wieder weg von Meer ins Inland.Nach einer langezogenen Kurve sehen wir schon von weitem das ein LKW zu schnell war und in der Kurve aus der Bahn geworfen wurde.Das gibt wohl eine Bergungsaktion.Dem Fahrer geht es gut und darum fahren wir weiter.Dann taucht Safi vor uns auf .Wir sind ziemlich oben auf den Hügeln und unter uns liegt die Bucht , die Stadt und die Fabriken der Phosphorgiganten. Die Einfahrt ist darum nicht besonders schön und wir fahren gleich zum alten Hafen und der Medina weiter.Ein Parkplatz ist gleich vor den Toren der Stadt gefunden und ein Parkwächter versichert uns das er beide Augen auf unser Womo wirft.Wir laufen durch die Gassen - Suqs sind uns ja schon bekannt und nehmen den Weg auf den Töpferberg. Safi ist bekannt für seine Keramik .Überall werden die schönen Waren angeboten und wir können uns ansehen wie die Tonerde bearbeitet wird und in einem Kellerloch sehen wir einem geschickten Arbeiter bei der Herstellung der Rohlinge zu.Alles wird hier selbst und von Hand gemacht aber trotzdem sind die Preise sehr überzogen und man bedrängt uns einfach zu sehr.

Deshalb beende wir unsere Stadtbesichtigung und machen uns auf die Suche nach dem Campingplatz der etwas versteckt auf dem Hügel in einem Wohngebiet liegt.Es sind auch schon ein paar Wohnmobile da und wir kommen auch gleich wieder ins Gespräch mit einem netten älteren Ehepaar aus Dessau. Wir trauen unsern Augen nicht als plötzlich ein Pfau um die Ecke kommt und ganz elegant hier und da ein Gräslein abpickt.Ein sehr schönes Tier mit einem langen Schwanzgefieder -leider macht es kein Rad-ist aber auch so eine Augenfreude.Es taucht noch ein zweiter Buntvogel auf und wir erfahren das die Jungs zum Platz gehören und hier freie Bewegungserlaubnis haben -wie schön für die Gäste !

Leider wird es abends jetzt auch etwas frisch darum machen wir es uns lieber im Womo gemütlich und kochen was Leckeres.

Morgen solle es weiter gehen an der schönen Küste entlang .Wir sind schon gespannt was uns dann erwartet.



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Donnerstag , 6.12.2012

Huhu , hier ist der Nikolaus ! Das haben wir heute morgen gedacht als wir durch ein seltsames Geschrei vor unserer Türe geweckt wurden.Also Rollo auf und nach gesehen.Da war die ganze Pfauenbagage versammelt und wir zählten insgesamt 4 Männchen und 6 Weibchen.Also eine Kommune -heute würden man WG dazu sagen.Jetzt waren wir schon wach also konnte der Tag beginnen.Nach dem wir fertig mit allem waren ging es los .Auf nach El Jadida . Eine Provinzhauptstadt mit vielen Einwohnern die einen großen Phosphathafen hat und außerdem ein Handelszentrum für landwirtschaftliche Erzeugnisse ist.

Wir haben uns natürlich wieder für den Küstenweg entschieden , da wir solange wie möglich am Meer weiterfahren möchten.Heute erwartet uns ein schöner landwirtschaftlicher Lehrpfad.

Zuerst fahren wir durch schöne kleine Orte in denen es komischerweise fast nur neue Häuser gibt -sehr schön und teilweise schon recht groß.Wie kommt es das in dieser Gegend die Menschen anscheinend mehr Geld haben als in anderen Regionen? Immer wieder sehen wir spektakuläre Bilder eine grandiose Steilküste und ein unendliches super blaues Meer.Immer mehr Schilf säumt unseren Weg und die Bauern hier wissen es gut zu nutzen.Sie bauen Zäune um ihre schön angelegten Felder.Ob sie ihre Früchte von Tieren oder vor Sandverwehungen schützen wollen ist uns nicht ersichtlich.Und es wird immer grüner und bunter.Plötzlich wachsen überall keine Blümchen in Gelb und Orange -man könnte meinen es ist Frühling.Und die Tiere die hier auch sehr zahlreich herum marschieren zaubern ein wunderschönes Landschaftsbild.Alles sieht so friedlich aus wenn Menschen unter Bäumen sitzen und alle Arten von Tieren auf der gleichen Wiese grasen.So muss es im Paradies gewesen sein .Dann haben wir wieder Ausblick aufs Meer und sehen ganz unten viele akkurat angelegte sehr gepflegte Felder.Wir halten an uns schauen uns das ganze von oben an.Ja -das hier ist die Gemüsestraße-so wird sie allgemein genannt .Denn hier in dieser fruchtbaren Gegend bis EL Jadida wird alle Arten von Gemüse angebaut .Jetzt ist ja keine Erntezeit aber im Sommer stehen hier unzählige kleine Schilfhütten am Wegesrand und die Bauern bieten ihre Ware erntefrisch zum Verkauf an.Im Moment gibt es Kürbis und Karotten.Viele Felder sind mit Karotten gespickt und wir sehen viele LKWs in den Buchten und können beobachten wie die Ernte gewaschen und in Kisten verpackt wird.Und die leeren Ackerflächen sind schon für eine neue Saat vorbereitet.Das Bild wechselt sich und jetzt könnte man meinen wir sind in China -große mit Wasser gefüllte Becken reihen sich aneinander und wir erkennen aufgetürmte weiße Hügel an Feldrand.Das ist Salz ! Hier wird Wasser verdunstet um Salz zu gewinnen.Diesen Anblick kennen wir auch schon aus Frankreich und Spanien.Also dieser Küstenabschnitt ist sehr ertragreich mit verschiedenen Dingen und steht in völligen Kontrast zu der Armut und Kahlheit in den Bergen.Daher auch die schönen Häuschen in der Gegend.Und dann sind wir in El Jadida.Wir fahren zu Cite Portugaise -der alten Festungsstadt die vollkommen von einer Festungsmauer umgeben ist die man auch begehen kann.Früher war diese Stadt am Meer portugiesisch .Die Hauptattraktion ist aber eine Zisterne in der früher Regenwasser gesammelt wurde.Zuerst halten wir an der Promenade direkt am Meer um eine kleine Snackzeit zu machen aber der Ausblick wird uns durch wieder einmal unsäglich viel Müll vereitelt und wir schauen in die andere Richtung um uns die Freude auf unsere Erkundungstour nicht nehmen zu lassen.Es wird j nicht überall so sein.Also auf gehts !Nach einem Spaziergang über die Mauer steigen wir die Treppen in die Zisterne hinunter.Wir haben Glück und sind die einzigsten Besucher .Unwirklich schön ist dieses spätgotische Gewölbe.Nur in der Mitte ist eine runde Öffnung durch die das Tageslicht einfällt .Wasser steht auf dem Boden und spiegelt das Licht.Die Decke ist durch die Feuchtigkeit mit Moos bewachsen.Hier kann man sich viele Szene eines Films vorstellen.Mystisch,verzaubert oder auch die Zeit des Mittelalters -alles Mögliche kann man mit seiner Fantasie hier aufleben lassen.Die Akustik verleiht den Worten Kraft.Und wir finden uns dank unserer Vorstellungskraft in Szenen aus einem Fantasyfilm wieder.An dem Ort an dem alles seinen Anfang und sein Ende hatte.Als wir die Holztreppe wieder nach oben steigen und die schwere Holztüre aufdrücken fühlen wir uns wie aus einer anderen Welt zurück gekehrt in die Welt da oben .

Eine kleine Kunstausstellung mit interessanten Bildern eines marokkanischen Malers schließt sich im Gewölbegang an und wir betrachten mit wichtiger Miene die Exponate bevor wir uns wieder aufmachen in das lebendige Gewimmel im fast daneben liegenden Einkaufviertel.Heute haben wir eine schöne Zeitreise gemacht und sind froh das wir im "Heute " leben und unser Campingplatz nicht mehr weit ist , den müde sind wir jetzt auch.



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Freitag , 7.12.2012

Das Wetter ist gut und wir fahren Richtung Autobahn.Die Küstenstraße zwischen El Jadida und Casablanca ist nicht sehenswert .Hier wird viel Müll abgeladen.Und wir haben uns entschlossen Casablanca nicht zu besichtigen.Die Stadt ist weltbekannt durch den Film mit Ingrid Bergman & Humphrey Bogart und den berühmten Satz:" Schau mir in die Augen Kleines ":Aber die Wenigsten wissen das keine einzige Szene tatsächlich in der orientalischen Stadt gedreht wurde.Der ganz Streifen entstand in Hollywood studios.Deshalb gibt es keine Aufnahmeorte hier zu besichtigen.Nur ein Cafe: Ricks Cafe wurde hier 2004 eröffnet."Casa " wie die Marokkaner sagen ist die größte Stadt des Landes -der Brennpunkt des Landes und hat inzwischen riesige Elendsviertel -die "Bidonvilles " genannt werden.Die jugendlichen Landflüchtlinge kommen hier her weil sie sich Arbeit und Wohlstand erhoffen.Und wie überall werden so auch viele zwielichtige Gestalten angelockt.Die Kriminalität ist sehr hoch hier und es ist die Stadt mit den meisten Islamisten .Die größte Sehenswürdigkeit wäre die riesige Moschee für 100.000 Gläubige.Aber wir denken die Millionen die hier verbaut wurden wären für andere Dinge im Land sinnvoller zu verwenden gewesen.Zu dem gibt es in Casablanca keinen einzigen Campingplatz oder Übernachtungsplatz so das wir abends noch aus der Stadt müssten um einen Schlafplatz zu finden.Das ist uns einen Besuch mit Risiko nicht wert.Es ist dazu noch Freitag und nach den Freitagsgebeten ist es sowieso immer etwas heikel .Also fahren wir an der Ausfahrt einfach vorbei Richtung Rabat.Es hat angefangen zu regnen.Als wir gegen 15 Uhr in die Stadt kommen versuchen wir zuerst einen Schlafplatz zu finden.Einen Campingplatz gibt es hier auch nicht.Die Stadt ist groß und viel Verkehr.Insgesamt fahren wir drei Parkplätze an die in unseren Reiseführern stehen auf denen man angeblich übernachten darf.Pustekuchen! Überall werden wir weg geschickt.Wir suchen mit unserem Navi aus dem marokkanischen Campingplatzführer zwei Campingplätze heraus.Beide in verschiedenen Richtungen.Aber wieder -Pustekuchen !Zweimal durch die ganze Stadt ! -beide Plätze gibt es nicht mehr.In der Zwischenzeit ist es dunkel und die Autofahrer verfallen in wahre Hupkonzerte und fahren ohne erkennbare Regeln kreuz und quer um uns herum.Viele wissen anscheinend nicht das man das Fahrzeug beleuchten kann und vor uns fährt der "Stadtbus" ohne Lichter und mit offener Motorhaube und abgefahrenen Reifen-so kennt man das aus Filmen über Indien !!Drei Stunden sind für diese sinnlose Sucherei vergangen und das ohne ein brauchbares Ergebnis.Und jetzt bitte Entschuldigung für die harten Worte und die Fäkalsprache -aber das muss jetzt einfach sein !

Wir sind so was von angepisst -what a fucking day !!!!!!!!!!

würde Ray Garvey von voice of germany jetzt wohl sagen.

Und damit hätte er vollkommen Recht!Es regnet stärker und die Fahrerei verlangt Werner wirklich das Letzt ab.Wir wollen und wir können nicht mehr.Schnell gehandelt -wir halten vor einem Hotel mit ummauertem Parkplatz und fragen den Parkplatzwächter ob wir vielleicht heute Nacht hier schlafen können.Wir erklären ihm mit Händen und Füßen wie angekotzt wir sind und wie totmüde.Und wieder einmal sind wir begeistert von der Hilfsbereitschaft dieser Nation.Selbstverständlich dürfen wir hier schlafen und es tut ihm sehr leid das wir so einen miesen Tag hatten.Sofort wird geschaut wo wir am Besten stehen können.Leider ist der Parkplatz an einem Hang und egal wie wir uns hinstellen wir einer von uns Beiden wohl heute Nacht damit leben müssen das der andere ständig auf ihn drauf rollt.Aber das ist uns so was von schnuppe.Werner unterlegt so gut es geht und am Ende müssen wir nur noch leicht abbremsen wenn wir im Womo von hinten nach vorne laufen.Wir sind geschafft und aber dankbar.Der Aufpasser fragt ganz höflich nach einem Bierchen als Nachtversorgung -klar -machen wir -da gibts Zwei -für den Kollegen auch eins.Erst später als es laut wird auf dem Platz und ständig Taxis kommen die junge Frauen bringen und Männer mit dicken Autos neben uns parken und wir die blaue Beleuchtung des Hotels erkennen wird uns klar das es sich hier um eine ganz bestimmte Absteige handelt.Wir beobachten das "Treiben"eine Weile und fühlen uns trotzdem sehr sicher hier.Wir schlafen wie die Toten und nichts stört die Ruhe bis es auf einmal an der Türe hämmert.Werner torkelt zur Türe , es ist 7 ³° Uhr.Es ist der Parkplatzwächter .Er hat gleich Feierabend und wollte fragen ob wir gut geschlafen haben und alles ok ist.Grins !! Natürlich sind wir ihm sehr zu Dank verpflichtet und zeigen das auch mit einer angemessenen Menge Dirhams.Er bedankt sich ausgiebig und zeigt uns sein schönstes Lächeln das wie bei den meisten Marokkanern der ärmeren Schicht von einem einzelnen Zahn links oder rechts oder in der Mitte gekrönt wird.Und er bietet uns sogar noch seine Gastfreundschaft an in dem er uns zu sich nach hause einlädt.Einfach wieder einmal umwerfend das man uns nicht nur als Gast des Landes ansieht sondern auch gerne als persönlichen Besuch.Wir müssen leider dankend ablehnen den wir wollen weiter .Und so haben wir auch dieses mal bei einer schlecht gelaufenen Sachen noch etwas Gutes gefunden.

 



Samstag , 8.12.2012

Nach der Weckaktion des Nachtwächters waren wir schnell fit und haben uns beeilt mit allem fertig zu werden.Einen Versuch wollten wir noch wagen mit Rabat.Im Womo -Buch stand noch ein Parkplatz an der " Chella ".Eine Totenstadt und Grabstätte aus dem 14.Jahrhundert.Guter Dinge machen wir uns wieder auf den Weg durch ganz Rabat.Der Platz war gut zu finden und es war auch ein Platz für uns frei.Aber auch hier wieder die ärgerliche Nachricht -kein Übernachten!Nun -nach Meknes sind es noch 120 km.Also heute die Stadt besichtigen und dann noch dort hin fahren ?

Nein das geht nicht da kommen wir in die Dunkelheit und da wollen wir auf keinen Fall auf der Autobahn fahren! Warum erklären wir auch gleich.Und wir hatten die Nase jetzt auch gestrichen voll.Wieder über eine Stunde vergeudet.Es gibt überhaupt keine Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobile in dieser Stadt .Kann den das wahre sein?Die Landeshauptstadt -der Königssitz -eine Königsstadt !Es gibt so viele interessante Sehenswürdigkeiten und man möchte weltoffen und modern sein und man weiß doch in diesem Land das viele Wohnmobillisten zu Besuch kommen .

Ein junger König der für alles Neue ein Ohr und ein Auge hat aber nicht an die Notwendigkeit eines Campingplatz oder Stellplatz denkt um Touristen die Möglichkeit zu geben die Hauptstadt zu besichtigen.Also wir gehen-wir haben ja schon mehrere Stadtrundfahrten hinter uns.Sind wir froh als wir den ganzen Rummel hinter uns lassen.Da wir sowieso nicht gerne in Städte gehen sonder die Natur vor ziehen ärgern wir uns zwar über die verpasste Stadtbesichtigung freuen uns aber auch wieder auf Land zu kommen.So und jetzt kommt das Problem mit der Autobahn.Bei uns würde man sagen : fahr Autobahn , dann brauchst du nicht so aufpassen und kann schön vor dich hin fahren.Aber hier ist das eben nicht so -das haben wir ja schon einmal erzählt.Es ist unglaublich.Drei Spuren auf jeder Seite und alles mögliche ist unterwegs.Personen laufen am Fahrbandrand spazieren , Kinder springen vom Mittelstreifen über die Straße , ganze Familien wollen als Anhalter mitfahren , Schafe grasen im Grünstreifen oder stehen fast auf der Spur , Bauern bieten Gemüse zum Kauf an , wilde Hunde laufen einzeln oder auch in Gruppen von einer Seite auf die Andere , Lastwagen haben ungesicherte Ladung oder ihre Fracht so hoch aufgetürmt das sie fast kippen.Zu Zweit müssen wir alle Auge offenhalten um Schlimmeres zu verhindern.Wir sind froh als wir Meknes erreichen ohne zu wissen das wir uns wieder grün und blau ärgern werden.Genau das Gleiche wie in Rabat.Es gibt keinen Campingplatz und keinen Parkplatz auf dem wir übernachten könnten.Wieder durch die Stadt und das Gewimmel und Gehupe -ohne Ergebnis!Jetzt reichts endgültig -schnell raus aus der Stadt und Richtung Moulay Idriss.Auf halber Strecke soll es einen Campingplatz geben.Da sind wir mal gespannt. Und tatsächlich ! Da gehts rein , den Berg hoch und da ist das Eingangstor.Bingo !Außer uns ist nur noch ein Paar aus Frankreich mit zwei Hunden da.Kaum haben wir unser Fahrzeug abgestellt und uns angemeldet und laufen zurück zum Womo , da steht ein Hund vor unserem Eingang.Eine arme Kreatur.Mager , struppiges Fell ,kahle Stellen an denen er anscheinend eine Hautkrankheit hat und keinen Schwanz mehr .Und als er die Schnauze öffnet sehen wir -auch fast keine Zähne .Was für ein armes Wesen.Und die Augen sind so traurig und voller Angst , was muss der schon alles Böses erlebt haben.Ob wohl er so gar kein schönes Tier ist hat er etwas Herz erweichendes an sich und wir mögen ihn sofort.Und obwohl es sicher auch nicht gut für ihn ist ,wegen des Salzes ,holen wir unsere Salami aus dem Kühlschrank und füttern ihn damit.Er ist sehr vorsichtig und kommt nur zögerlich näher.Als er aber bemerkt das wir es gut mit ihm meinen kommt er fast angekrochen.Und nach der Wurst sind wir seine neuen Freunde .Er folgt Werner auf ganz leisen Sohlen ,egal wo er hin läuft.Dreht man sich um steht er schon da.Was für ein süßer und lieber Kerl.Und so gerne wir auch wollten wir werden uns treu bleiben und ihn nicht anfassen .Wir werden wohl morgen weiter fahren ohne die zwei Königsstädte Rabat und Meknes gesehen zu haben,aber es gibt Schlimmeres.Wir haben ja schon viel Schönes hier gesehen.Und das Positive war heute ,das wir trotz Ärger und Stress ein Lebewesen getroffen haben das bestimmt schon viel Schlimmes erlebt hat und trotzdem noch Vertrauen zu Menschen fassen kann und unser Herz berührt hat und dem wir gerne geholfen hätten.Das das nicht geht macht uns am Ende des Tages doch etwas traurig zeigt uns aber auch das es viel viel Schrecklicheres gibt als etwas nicht gesehen zu haben.



Sonntag , 9.12.2012

Wir machen uns auf den Weg nach Moulay Idriss.Die heilige Stadt.Einer der heiligsten Plätze in Marokko .und eine Pilgerstätte . Und warum ? Hier ist das Grab von Moulay Idriss , dem ersten " König " von Marokko.Die Stadt wurde 788 von ihm gegründet.Und er ist der Nachfahre des Propheten und wurde von seinem Feind vergiftet.Sein Sohn gründetet die Königsstadt Fes.

Als wir die Stadt erreichen ist sehr viel Betrieb.Alles ist voll mit Menschen und durch die Gassen ist kein Durchkommen.Wir wisse nicht was los ist aber es muss etwas Besonderes sein.An ein Durchkommen ist überhaupt nicht zu denken.Also halten wir vor dem Ort und schauen uns die Hügel der Kultstätte von unten an.In die Grabstätte dürften wir sowieso nicht hinein ,das ist Nichtmuslime nicht gestattet.

In nächster Nähe , 2,5 Kilometer weitet ist aber die römische Stadtruine Volubilis zu besichtigen.Die besterhaltenen Zeitzeugen aus der Römerzeit in Marokko.

Stadttore , Ölmühlen , Säulen und schöne Mosaike und die Überreste einer Basilika.

Der Moulay Idriss hatte sich zuerst hier nieder gelassen bevor er seine eigene Stadt erbaute.

Das Wetter ist heute wieder toll und es macht Spaß durch diese alten Mauerreste zu laufen und Eidechsen und Störche zu beobachten.Überhaupt haben wir hier in Marokko schon sehr viele Störche gesehen die auf den unmöglichsten Stellen gebaut haben .Auch in Rabat und Meknes gibt es viele von diesen Europaflüchtlingen die in den Süden zum Überwintern abhauen.Können wir gut verstehen.Nach einem guten Mittagessen in unserer eigenen " Kasbah Vogg "bedanken wir uns bei dem netten Parkplatzwächter der sich für 10 Dirham und ein großes Bier direkt vor unser "Häusle " gesetzt hat zum Aufpassen.Die Fahrt geht wieder weiter durch eine tolle Landschaft und immer wieder sehen wir viele Menschen bei der Olivenernte.Große Tücher sind ausgelegt und die Bäume werden kräftig mit einem Haken geschüttelt.Kinder und Frauen sammeln die Früchte zusammen die verstreut auf dem Boden liegen.Esel werden beladen und es wird Pause gemacht bei Tee und Faldenbrot.Leider können wir kein gutes Bild machen da die Felder zu weit von der Straße weg sind.Wir haben noch einige Sachen die wir verschenken möchten.Unser Weg geht morgen nach Sebta auf die Fähre nach Spanien und wir wollen nichts mehr nach Hause mit nehmen.Also halten wir wenn es uns möglich ist bei den Kindern die immer winken an.Das geht ja nur wenn die Straße es zu lässt und wir uns oder andere nicht in Gefahr bringen.Manche erschrecken als wir doch anhalten ,manche trauen sich dann nicht zu uns her ,manche kichern und freuen sich ,manche möchten nicht fotografiert werden.Aber alle nehmen gerne was wir für sie haben.Noch ein paar Pullis , T-Shirts , Farbstifte und Süßigkeiten.Und Mütter und auch ein Vater winken uns zu und rufen ein nettes Schukran - Danke .Das Bild am Straßenrand wechselt , plötzlich stehen Unmengen von Orangenverkäufer mit ihren frisch geernteten leuchtenden Früchten in Reih und Glied und bieten uns die Vitamin C Spender laut rufend an.Die Bäume die noch nicht abgepflückt sind sehen so elegant aus mit ihrem grünen dichten Blätterkleid und den vielen orangen Fruchtkugeln.Und hier bekommt man ohne lange Transportwege die leckeren Südfrüchte sofort zum mitnehmen .Super !

Der Campingplatz Hotel Rif den wir schon an Anfang unserer Reise besucht haben ist heute unser Ziel.Es ist noch genügend Platz und wir werden freundlich begrüßt.Werner macht sich gleich daran die Sat-Schüssel wieder in die alte Position zu drehen , den ab hier haben wir wieder einen anderen Empfangswinkel.Unser letzter Abend in Marokko , daher gehen wir noch einmal marokkanisch essen im Campingrestaurant auf dem Platz.Hier wird das Gemüse biologisch angebaut und das Essen schmeckt gut. Marokkanische Gemüsesuppe , Omelett mit Käse ,Tajine mit Hühnchen , Brochettes ( Hackfleischspieße ) , Fladenbrot und Oliven.Auf dem Platz sind 4 Hunde.Zwei dienen als Wachhunde und sind an der Kette ( schlimm ! ) aber die andern Beiden dürfen frei herum laufen und wieder wird Werner adoptiert und ein Kleiner folgt im bei Fuß bis zum Tisch und darf sogar bleiben .Na ja , ein bisschen bekommt er halt ab.

Gut wars -satt sind wir und der Abend war nett .Und morgen haben wir unser letzte Etappe hier in Afrika !



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Montag .10.12.2012

Das ist also heute unser letzter Tag in Marokko.Über fahren die gleiche Strecke -über Chefcaouen (die blaue Stadt ) und Tetouan ( die weiße Stadt ) nach Sebta ( Ceuta ) in den Fährhafen.Wir haben Glück und das Wetter ist gut . Nur die Straße haben wir leider nicht mehr in so schlechter Erinnerung.Schlaglöcher , Bodenwellen ,ausgefranste Fahrbandränder.Uns schüttelt es noch einmal so richtig durch und das Geschirr in den Schränken klappert seine eigene Melodie.Und als wollte uns Marokko noch einmal alles zeigen was hier so typisch ist erleben wir viele Situationen wie in einem Abschiedsfilm.Esel mit und ohne Karren , Olivenernte , Bauern bei der Feldarbeit , wunderschöne Ausblicke , Frauen und Männer in ihrer typischer Kleidung , Rifbäuerinnen mit ihren Bommelhüten , Orangenbäume , Kinder :freundlich und nicht so freundlich , viele wilde Hunde ,Schmutz und Mülltüten natürlich auch , Schafe , Ziegen , Hühner und eine schöne Landschaft.

Wir halten nur noch einmal an der Straße an .Ein Mann mit einem kleinen Jungen winkt uns fröhlich zu und beide halten eine Rose hoch .Wir wissen nicht was das bedeuten soll ,darum halten wir an .Susi öffnet das Fenster und grüßt , der lachenden Mann nimmt den Kleinen auf den Arm und hält ihn an unser Fenster,Und der süße Knopf überreicht Susi eine Rose und sagt mit niedlicher Stimme : willkommen Marokko ! WIE SÜß IST DAS DENN !!?? Das ist wirklich das schönste Abschiedsgeschenk das wir bekommen konnten.Wir erklären nicht das wir schon wieder nach hause fahren sondern bedanken uns ganz herzlich für die nette Geste und Susi wuselt schnell nach hinten - im Schrank haben wir noch ein schönes Plüschtier -einen Delphin.Als sie das Geschenk dem Minikavalier zum Fenster hinaus gibt ist er ganz perplex vor Überraschung und freut sich aber dann sehr über unser Gegengeschenk.Normalerweise verschenken wir nur etwas an Menschen die vielleicht nicht so viel oder ganz wenig Besitz haben .Die Beiden sind gut gekleidet und sehen nicht ärmlich aus - obwohl der Mann auch wieder wie viele Marokkaner nur wenig Zähne hat.Aber diese wunderbare Begegnung sehen wir einfach als gutes Omen für unseren Abschied aus diesem gastfreundlichen Land und dafür wollen wir uns auch mit einer gleich netten Geste bedanken.Darum war das auch das letzte mal das wir in Marokko anhalten um etwas raus zu geben.

Ohne weitere Pause fahren wir durch bis Tetouan auf den Parkplatz des Marjan.Wir tanken nochmal voll -für 0,80 Euro der Liter .Das werden wir wohl auch vermissen.Dann haben wir noch 180 Dirham und für diesen Betrag kaufen wir noch einmal ein.Wir kontrollieren noch einmal alles .Den Unterboden , das Dach , Schränke.Oft genug wurden wir gewarnt das man aufpassen muss das kein Rauschgift am Fahrzeug deponiert wurden oder Personen die sich über die Grenze schmuggeln wollen unter oder auf dem Fahrzeug liegen.Denn wie das dort hingekommen ist will dann niemand wissen . Und wir wären nicht die Ersten die ins Gefängnis wandern würden.Alles ok -wir haben nichts gefunden.Bei der Strecke von Tetouan bis zur marokkanischen Grenze könnte man meinen man ist in einem anderen Land .Viele exklusive Häuser und Clubs für gut Betuchte .Alles sauber ,die Rasenflächen strahlen einem Grün das aus sieht als wäre es mit der Sprühdose eingefärbt.Überall Straßenkehrer und Gärtner.Überall Blumen und eine tolle Promenade.Hier soll das neue Reichenferiendomizil für reiche Touristen, Golfspieler und Segler entstehen.Alles super , mal sehen wie es in ein paar Jahren aussieht Dann weiter an die Grenze.Aber da geht es komischerweise ganz schnell .Wir haben unser Ausreisepapiere schon ausgefüllt und Susi geht zum Passschalter , niemand steht dort an und in 5 Minuten ist es erledigt.Dann zur Kontrolle.Drei Zöllner schauen in alle Schränke und Aussenklappen und unter und auf das Fahrzeug.Etwas mulmig ist uns schon -aber alles ok .Also weiter spanische Grenze -auch Pass und Fahrzeugkontrolle -auch alles ok .Wir sind durch ,sind wieder in Spanien.Wir fahren sofort zum Fährhafen und stellen uns in die richtige Wartereihe.Es ist 16 Uhr und die Fähre geht erst um 19 ³° Uhr.Aber wir haben keine Lust jetzt noch wo hin zu laufen.Also machen wir uns Kaffee und sehen fern.Um 18 ³° Uhr dürfen wir in den Hafen einfahren und es kommt noch einmal eine Kontrolle mit Drogenhund .Auch alles in Ordnung.Nur noch kurze Zeit und um 19 Uhr werden wir auf die Fähre eingewiesen.Das ist auch nochmal eine aufregende Sache .Es geht so eng zu und ist laut und überall rattert es .Werner parkt wieder super gut ein und wie können aus steigen und nach oben ins Kaffee gehen.Es sind nicht viel Leute da und wir dösen in den Sitzen .Kurz vor der Einfahrt im Hafen von Algeciras gehen wir aufs offene Deck und schauen beim Anlegen zu.Und dann müssen wir ins Womo.Und schon geht die Klappe auf und wir fahren raus und sind plötzlich wieder in Europa.Alles ist super verlaufen -keine Probleme -keine lange Wartezeiten-einfach toll.

Für heute Nacht nehmen wir wieder den Lidlparkplatz in Algeciras in Anspruch.Denn Weg kennen wir und es ist nicht weit.Als wir dort ankommen steht fast alles voll mit Wohnmobilen.Ja -jetzt kommen die ganzen Überwinterer die nach Marokko fahren.Wir bekommen auch noch einen Plätzchen und sind froh als wir endlich den Motor ausschalten können.Besalm Marokko -Aufwiedersehen bis zum nächsten Besuch !Und dann mal sehen wir morgen das Wetter hier in Europa ist !



Dienstag .11.12.2012

Wir sind erst spät aufgestanden.Irgendwie war es gestern doch ein aufregender Tag und wir waren hundemüde.Nachdem wir erst einmal groß einkaufen waren und auch ein paar Pläuschchen mit anderen Womofahrer und Marokkoreisenden auf dem Parkplatz gehalten hatten ,sind wir erst am Nachmittag in Algeciras los gefahren.Richtung Malaga , immer an der Küste entlang.Auch in Andalusien gibt es herrliche Strände und schöne Buchten.Aber das Mittelmeer ist eben ganz anders als der Altlantik.Der Ozean liegt glatt und glänzend vor uns und nur ganz zarte Wellen laufe über die Felsen und fliesen langsam an den Strand.Das Licht und die warmen Sonnenstrahlen verzaubern den Himmel und man könnte meinen man ist in einem Rosamunde Pilcher Film.Und Obwohl wir die Nationalstraße nehmen und nicht die Autobahn , ist es doch eine ziemliche Umstellung für Werner mit dem Fahrstiel.Keine Eselskarren ? keine wild hupende Taxis ? keine alten Rostlauben die aus zwei gleich mal vier Fahrspuren machen ? und wo sind die ganzen stinkenden knatternden Mofas heute ? Man sollte es nicht glauben aber das ist schon irgend wie fast langweilig-so ganz ohne Nervenkitzel.Zumal unser Fahrzeuglenker in dieser Zeit Spaß an der Sache gefunden hatte und schon genau wusste wie die Marokkaner im Straßenverkehr ticken.Aber es ist auch toll wieder mal ohne Geräuschkulisse von scheppernden Schränken sich unterhalten zu können und sich nicht bei jeder Unebenheit - und davon gab es ja unzählige- auf die Lippe zu beißen.Aber was uns besonders angenehm auffällt :

KEIN MÜLL , KEINE FLIEGENDEN PLASTIKTÜTEN , KEINE MÜLLHALDEN!

Nach einer schönen ruhigen Fahrt kommen wir in Torre del Mar an.Ein kleiner Campingplatz -aber jetzt muss man auch aufpassen , den viele Campingplätze haben über Winter zu.Bei der Einfahrt kommen wir uns vor wie die Royales und winken vornehm und freundlich den Spalierstehern zu die laut rufen :"Das sind Deutsche , die sind aus Heilbronn ! " Sofort werden wir von den Stammcampern begrüßt.Von allen Ecken kommen ein paar angelatscht und versorgen sofort uns

" Neue " mit wichtigen Infos .Sonst gibt es ja nicht viel Abwechslung.Und die Enttäuschung ist groß als wir sagen das wir morgen gleich wieder weiter fahren.Mit Müdigkeit entschuldigen wir uns und verduften in unsere Womohöhle.So eine Enge und eine Menschenmenge auf einem Campingplatz sind wir nicht mehr gewohnt.Und irgend wie ist Marokko auch noch in unseren Köpfen und unseren Gesprächen.Für Spanien haben wir ja noch ein paar Tage Zeit.



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Mittwoch , 12.12.2012

Nach einer guten Nacht sind wir heute morgen fit und ausgeschlafen.Wieder Sonne -alles Supi!!

Gegen 11 Uhr sind wir soweit und wollen weiter.Aber die Gassen auf dem Platz sind so eng ud überall hängen Ästen herunter , da muss Werner schon erst mal schauen wie er am Besten wieder hinaus kommt.Natürlich bleiben wir nicht unbeobachtet.Kaum sind wir aus unserm Platz auf den Weg gefahren kommt Leben in die Vorzelte.Alles was laufen kann winkt uns zu .Italiener , Deutsche, Engländer und Spanier -alle winken und rufen wie die Wilden und wollen uns einweisen.Wo soll man den da hinschauen -wem trauen das er auch noch richtig und gut sieht ?

Aber Werner macht das wie immer und verlässt sich auf sein Fahrkönnen und seine gute Einschätzung und auf Susi .Wer in Gibraltars Innenstadt wenden kann kommt auch aus einer Campergasse heil heraus !Unter Winken und freundlichem Lächeln werden wir verabschiedet.Hier haben es Neuankömmlinge wahrlich nicht schwer sich wohl zu fühlen.Wie in einer Familie.Aber wir wollen lieber weiter -heute Richtung Almeria -ca.200 Kilometer nach Cabo de Gata.Wir nehmen wieder die Nationalstraße , die auch heute wieder fast nicht befahren ist und düsen an der Küste entlang.Ohne viel Worte genießen wir die schöne ruhige Fahrt und die Sonne und den famosen Ausblick.Mit der Zeit erscheinen immer mehr Gewächshäuser , erst einzeln , dann ganze Flächen.Hier wird Gemüse angebaut.An den Straßenbuchten sitzen wie in Marokko Orangenverkäufer mit ihren Kisten.Ein paar mal halten wir auf Rastbuchten an und schauen auf das glänzende Meer das wir nun bald verlassen werden .Unglaublich das es schon Mitte Dezember ist -daheim liegt Schnee und die Weihnachtsmärkte locken und überall sind die Menschen gut eingepackt.Und wir stehen hier wie in einem Traum an einer wunderschönen Küste in der Sonne und frieren nicht in unseren T-Shirts ,das Meer rauscht und wir haben noch die Bilder des Orients in unseren Gedanken.Aber wir sind nicht traurig das unser Trip vorbei ist .Das war ein Traum den wir uns erfüllt haben. Wir haben noch ein paar Träume und hoffen das wir den ein oder anderen noch erleben dürfen.Aber wir haben so ein schönes Leben und viele Menschen die wir lieben das wir doch einfach äußerst undankbar wären uns nur auf diese drei Monate zu beschränken.Unser ganzen Leben ist eine Abenteuerreise und niemand weiß wo hin ihn sein Weg noch führt.Nur wir sind uns absolut sicher ,egal wo wir noch hin kommen oder was wir noch erleben werden oder auch nicht , wir sind überall glücklich zusammen und jeder Tag an dem wir gesund sind ist ein Geschenk Und nur wer etwas zusammen erlebt hat hat auch gemeinsame Erinnerungen -aber wo man etwas gemeinsam erlebt ist nicht von Bedeutung -sondern das man dort auch glücklich war.Und wäre ein so schönes Heim in einem so schönen Land wie wir hat und Menschen die sich auf einen freuen -der kommt genau so gerne heim -wie er weg fährt.Darum zielt unsere Freude jetzt auf das heim kommen !!!



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Freitag , 14.12.2012

Da wir uns ja immer gerne Filmstudios oder Originaldrehorte anschauen liegt es nahe das wir noch einen Besuch in Tabernas einlegen.Dort gibt es das Gelände " Texas Hollywood " und das Fort Bravo zu bestaunen.Es ist nicht weit dorthin . Von Almeria nur etwa 50 Kilometer ins Inland Richtung Sierra Nevada.Die Landschaft rund um Tabernas erinnert einem sofort an den Wilden Westen.Und tatsächlich wurden hier auch viele bekannte Filme gedreht.

zB die Bekanntesten:

Eine Hand voll Dollar

Die Daltons

Vier Fäuste für ein Halleluja

Winnetous Rückkehr

und aus der neueren Zeit : der Schuh des Manitu

Die aufgebauten Kulissen hat man zu einem Themenpark zusammen gefasst und das ganze nennt sich dann "Texas Hollywood" aber es werden hier auch immer wieder Szenen für Filme oder für Videoclips gedreht.

Und auch Vips kommen hier immer wieder mal vorbei - David Beckham oder auch Sting.

Die Landschaft hier ist wirklich toll und bizarr und es würde uns nicht wundern wenn wir von Indianern angegriffen würden oder wenn uns eine Postkutsche entgegen kommen würde.

Auf dem Gelände ist es jetzt im Winter sehr ruhig und der Eintrittspreis für 16.50 Euro pro Person ist schon auch hollywoodreif aber die Sonne scheint warm und wir haben Zeit und können in Ruhe schlendern und uns die Show im Saloon anschauen.Uns gefällt es gut und wir können in Ruhe Bilder machen und das Schöne dabei ist -es sind keine Touris darauf zu sehen -nur die echten Schauspielplätze . Das hat man ja sonst nie zB.in der Hauptsaison .Darum hat sich der Besuch für uns auf jeden Fall gelohnt.Wir machen noch eine Mittagspause im Womo - mit Blick auf die Kulissen - das hat auch nicht jeder.Dann gehts aber weiter wieder Richtung Meer nach Mojacar auf den Campingplatz El Quinto.Werner möchte heute noch gerne unsere neuen Schneeketten testen -das die auch wirklich funktionieren .Man weiß ja nicht ob wir sie auf dem nach Hause Weg noch brauchen werden.Und wie es aussieht haben wir morgen auch wieder schönes Wetter den wir haben einen warmen roten Sonnenuntergang.



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Samstag , 15.12.2012

Und wieder einmal geht es weiter mit unserer Reise.Jeden Tag ein Stückchen mehr Richtung Heimat.Das Wetter meint es immer noch gut mit uns.Die " Ziegenwiese " bei Mazarron ist uns aus vielen Erzählungen und Reiseberichten ein Begriff.In Spanien wie auch in anderen Ländern gibt es ganz bestimmte Plätze die von Wohnmobilfahrer zum freien Stehen angefahren werden.Irgend jemand hat einen irgend wann einen guten Platz entdeckt und natürlich nur seinen besten Freunden weiter erzählt und dies natürlich auch wieder ihren Freunden und so wird so ein Geheimtipp irgendwann von immer mehr Womos heimgesucht .Und immer sind einige Volldödels dabei die dann die ganze Sache wieder zunichte machen in dem sie ihren Müll und ihr Abwasser sowie ihre Toilettenkästen in der freien Natur entsorgen.Was zur Folge hat das die Freunde mit den Blaulichtern erscheinen und höflich aber bestimmt die Versammlung auflösen und verscheuchen.Das haben wir auch in Marokko einige male gehört.Der Treffpunkt der Camper auf der Ziegenwiese war auch ursprünglich ein Stück weiter , in der sogenannten Schlangenbucht.Da ist das Stehen heute verboten und wird mit Geldstrafe ( 1500 Euro !! ) geahndet.Wir stehen eigentlich aus Sicherheitsgründen im Ausland nie frei sondern gehen prinzipiell auf Campingplätze aber diese sagenumwobene Wiese wollen wir uns doch auch einmal genauer ansehen.Die Fahrt dort hin ist schön und entspannt , die Straße zur Wiese ist etwas eng und führt durch ein kleines Dorf und zwischen Gewächshäusern durch.Und schon sehen wir unsere Kollegen stehen.Wir parken zuerst einmal um uns einen Überblick zu verschaffen.Es ist wirklich gut voll .Wir schätzen so ca. 80 -100 Fahrzeuge.Und zu unserer Überraschung sind auch viele große Fahrzeuge hier , so wie unseres -Concorde , Carthago , Brave , Flair und andere Marken.Wir hatten hier eher ältere und kleinere Womos erwartet , so wie in der Surferszene.Aber nach Surfer und Rastagemeinde sieht das hier wirklich nicht aus .Da gibt es Blumentöpfe in den Fenstern und selbst gestrickte Socken zum Verkaufen so wie die altbekannte von uns verpönte Weihnachtsdeko und Beleuchtung.Bei so vielen Deutschen hier ist das fast wie zu hause .Wir finden noch einen schönen Stellplatz mit Aussicht ins Grüne.Und wir haben wieder einmal Glück und haben lauter nette " Nachbarn ".Ein Paar aus den Niederlanden und ein Paar aus Kreuznach mit einen süßen lebhaften Hund.Schnell kommt man wieder ins Gespräch.Die Holländer wollen auch zum ersten mal nach Marokko und wir erzählen von unserer Reise.Auch die anderen Stellplatzbewohner sind super nett und geben viel Info und Tipps für hier .Es gibt nichts außer einem Loch im Boden zur Entsorgen das früher einmal eine Güllegrube war.Und Frischwasser im Ort an der Tanke.Einige alte Gemäuer sind noch Zeitzeugen einer ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzung. Aber es ist ein Strandweg vorhanden und man kann schön auf beide Seiten laufen.Das machen wir auch bei einem super schönen Sonnenuntergang und noch 17 Grad am Abend schlendern wir gemütlich ein Stück am Wasser entlang.Und trotz der vielen Menschen hier ist die Nacht ruhig und ohne Störung.



Sonntag , 16.12.2012

Nach einem langen Ausschlafen beginnen wir den Tag langsam und relaxt.Die Sonne scheint zwar nicht so schön wie gestern aber es ist nicht kalt - 19 Grad - und ein wunderbarer Tag zum Laufen.Nach dem " Mifrüh " - das heißt bei uns so wenn das Frühstück und das Mittagessen auf eine gemeinsame Uhrzeit fallen , machen wir uns auf den Weg.Heute laufen wir nach rechts.Wir wollen uns die Schlangenbucht ansehen.Der Weg führt erst etwas durch Gebüsch und wir werde von einem Jack Russell Rüden mit Halsband begleitet der anscheinend seine Gassirunde alleine absolviert.Hier muss es auch geregnet haben den der Boden ist aufgeweicht und es steht noch Wasser.Doch dann geht es auf Felsen und am Meer entlang.Hier ist es wirklich schön .Eine bombastische Aussicht , ein wundervolles Licht und die Wellen des Mittelmeers die ganz sanft an den Felsenstrand spülen.Immer wieder bleiben wir stehen und prägen uns diese wohltuenden Bilder ein um sie uns später zu hause wieder ins Gedächtnis zu rufen wenn wir zur Entspannung in der Badewanne liegen oder in unserer Infrarotkabine bei angenehmer Temperatur vor uns hin dösen.

Und dann sehen wir diese fantastische Bucht mit Palmen ,weichem Sandstrand , eingebettet in Felsen links und rechts.Möwen die sich zu einer Gruppe versammelt haben und einer Meeresbrandung wie aus einem schönen Film.Dieser Weg hat sich gelohnt und es ist für uns absolut nach vollziehbar das sich hier die Wanderherzen der rollenden Heime wohl gefühlt haben .Hier würden wir auch gerne stehen und den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang in dieser grandiosen Kulisse erleben.Was gibt es doch für herzerwärmende Orte auf unserer Welt .Und wir können aber auch verstehen das dieses Fleckchen geschützt werden muss damit noch viele Naturliebhaber ihre Freude daran haben können.Auch unsere Stellplatznachbarn sind unterwegs noch über einen Hügel in ein kleines Dörfchen um ein Bierchen zu trinken.Wir wollen aber lieber noch ein wenig hier herum steigen und diesen wunderbaren Wintertag in Spanien geniesen.Hier blühen so viele schön kleine Büsche in Pink , Gelb und Weiß und setzen kleine Highlights in die grauen Schifferfelsen.Langsam , sehr langsam und mit Muse machen wir uns auf den Rückweg.

Unser Resümee zur Ziegenwiese: Der Platz ist nichts besonderes und biete nichts -wirklich nichts an Camperkomfort.Aber er gibt die Möglichkeit unter Gleichgesinnten zu stehen und die Natur biete viel Schönes hier , man muss es eben nur sehen.Die Leute hier sind nett und hilfsbereit und haben Tipps für den Einkauf , Spaziergänge und Sehenswertes in der Umgebung .Es gibt in Spanien auch noch zwei weitere dieser Plätze und für einen Zwischenstopp für ein paar Tage geht es schon .Aber ein paar Monate hier stehen zum Überwintern entspräche nicht unserer Vorstellung.Mal sehen wir lange die Wiesenbewohner hier noch geduldet werden und ob wir beim nächsten Besuch hier noch welche vorfinden werde.Unsere Neugierde ist gestillt und morgen wollen wir wieder ein Stück weiter - ca.200 Kilometer - nach Calpe.Dort stehen zur Zeit Wolfgang und Meli die wir in Freiburg kennen gelernt haben.Erstens mögen wir die Beiden sehr gerne weil es so gechillte und liebenswerte Menschen sind und zweitens wissen wir Wolfgangs Wissen was PC und vieles Anderes betrifft sehr zu schätzen und wollen ihn noch einmal um seine Hilfe bitten.Wir verfolgen auch regelmäßig die Seite der Beiden und verfolgen ihr Leben im Wohnmobil.Also ihr Zwei -wenn ihr das lest, stehen wir wahrscheinlich schon auf dem Platz bei euch .Wir sehen uns !



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Montag , 17.12.2012

So - alles erledigt und es geht los nach Calpe.Zügig kommen wir voran , kaum Verkehr und gute Straßen .Der einzigste Halt ist heute zum Sündigen.Wir verfallen der Völlerei und hauen uns bei McDonald die Bäuche voll.Fastfood -der Tot jeder gesunden Ernährung , aber nach Marokko ist es uns das wert auch mal etwas zu uns zu nehmen das nicht lange satt macht aber so lecker ist.Wir verlassen dann die Autobahn und fahren wieder Richtung Küste und kommen an einer seltsamen Siedlung vorbei und sind völlig überrascht von der Stadtansicht.Lauter Wolkenkratzer und ein hohes Gebäude mit Spitze .Es sieht aus wie die Skyline von Frankfurt !Und gerade wird ein neuer Turm hochgezogen -sehr den Petronas Towern in Kuala Lumpur ähnlich .

Was ist denn hier passiert ? Ist man auf Öl gestoßen oder gibt es hier einen neuen Börsenstandpunkt? Man weiß es nicht genau -würde Stefan Raab jetzt sagen.Aber dann gehts um eine Kurve und da steht er immer noch -wie vor 26 Jahren -als wir hier schon einmal waren.Der Felsen - das Wahrzeichen von Calpe.Schön wie er da thront und seine Stadt bewacht.Dank genauer Angaben von Wolfgang und Meli finden wir den Platz schnell und fahren durch das Tor.Der Chef ist auch gleich zur Stelle und hat noch ein Ecken für zwei Tage für uns frei. Werner klärt alles ab und Susi bleibt im Womo.Und da klopft es auch schon am Fenster.Meli hat uns schon entdeckt.Schön -wir freuen uns und werden später bestimmt noch ein Schwätzchen halten.Wagen eingeparkt -abgestellt und eingerichtet .Susi ist hundemüde und möchte gerne ein Schläfchen machen .Aber als sie Werner mit Wolfgang und Meli reden hört wackelt sie selbstverständlich auch hinters Wohnheim um ein wenig mit zu ratschen .Die Beiden haben auch unsere Seite fleißig verfolgt es hat ihnen gefallen .Das freut uns natürlich auch .Ist doch toll wenn man so andere teilhaben lassen kann.Heute oder morgen werden wir uns zusammen setzen und Wolfgang wird unser technisches Minus was PC angeht ausbügeln.Wir wollen jetzt doch noch etwas laufen und machen uns auf den Weg nach Calpe an die Promenade.Wir kommen an einem See vorbei , wirklich mitten in der Stadt und da stehen Flamingos.Und wir fahren extra nach Afrika !Der Ausblick an der Promenade ist sehr schön und wir genießen einen Spaziergang ohne Müll und mit schönen Läden .Da macht das Einkaufen Spaß und wir bummeln ein wenig die Straße bis ganz nach oben den Hügel hinauf.Wieder hinunter ist es auch ein toller Ausblick auf den Felsen.An einen Geschäft mit wunderbaren Pralinen bleiben wir stehen und gönnen uns dann jeder drei dieser ausgesuchten Leckereien .Richtig gute Schokolade hatten wir schon lange nicht mehr und wir lassen diese süße Kost auf unseren Zungen zerlaufen.War das ein Genuss !

Es wird schon dunkel und ist immer noch angenehm warm und die Sonne versinkt mit einem Zauber an Farben hinter dem Hügel.Unser Rückweg macht uns Freude und die Bewegung hat uns auch gut getan.Morgen bleiben wir auf jeden Fall noch hier .

 



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Dienstag , 18.12.2012

Gestern war es doch schon ziemlich spät als wir ins Bett gegangen sind da wir noch ein paar Berichte und Bilder einstellen wollten.In den letzten Tagen hatten wir ja leider kein Internet.

Deshalb haben wir heute morgen herum getrödelt und waren erst um 11 Uhr mit allem fertig . Dann kam auch schon Wolfgang und hat sich mit Werner und seinem PC beschäftigt.Susi hat sich genüsslich in die Sonne gesetzt , die Wärme auf der Haut tut eben richtig gut.Und wenn man bedenkt das nächste Woche Weihnachten ist und wir hier bei wunderbaren 20 -22 Grad abhängen kann man das fast nicht glauben.Hier merkt man nichts von dem bevorstehenden Fest.Später kam auch noch Meli dazu . Die Sache mit dem Computer war dank Wolfgangs Hilfe ratzi -fatzi erledigt und wir haben eine lebhafte Schnatterrunde eingelegt.Ein Schweitzer Womofahrer der auch in Freiburg hinter uns gestanden hatte ist auch hier auf diesem Platz und er hat uns begrüßt und ist auch ein wenig geblieben.So trifft man sich doch immer irgendwo wieder -schon verrückt !Wolfgang hatte etwas Probleme Susis Wortschwall zu folgen da er der schwäbischen Sprache nicht mächtig ist und dazu noch die Geschwindigkeit der Mundart ihm einiges an Konzentration abverlangt habt .Und er ist der Meinung das Susis Versuche in hochdeutsch zu reden kläglich scheitern.Da müssen wir ihm leider recht geben - wer unsere Susi kennt wird ihm sicher verstehen.Das richtet eben eine 30 jährige Tätigkeit im Verkauf im schwäbisch ländlichen Raum an.

Ha ja -gell -wer ebbes verkafe will muss schnell babeln kennä !

Aber Spaß bei Seite - hihi -es war lustig und wir haben uns wieder ausgetauscht und gute Tipps für Stellplätze in Spanien und Deutschland bekommen.Wer im Wohnmobil lebt kennt sich in solchen Dingen eben gut aus. Und wir konnten ein paar Erkenntnisse von unserer Marokkoreise preis geben.Besuch hatten wir auch und zur Freude von Susi war es ein tierischer Gast -eine wunderschöne Gottesanbeterin die sich unseren Reifen als Rastplatz ausgesucht hatte.So können wir unsere Tierbilderreihe um ein weiteres Exemplar der Naturwunder erweitern.Als es kühler wurde haben wir unsere Talkrunde aufgelöst und Wolfgang und Meli sind nach hause gegangen.Das Wetter war noch so einladend das wir zwei uns wieder zu einem Spaziergang aufgemacht habe.Zum Felsen und an der Promenade entlang und dann in die Stadt.Wir haben uns kurzfristig entschlossen Pizza essen zu gehen und auch ein nettes Lokal gefunden.Zu unserer Freude gab es einen halben Liter Sangria gratis zur Mahlzeit.Es war gemütlich und ein Heizpilz hat angenehme Wärme verbreitet.Nach einem Abschlusskaffee haben wir uns satt und mollig müde auf den Heimweg gemacht.Und wir haben beschlossen morgen noch einen Tag hier zubleiben.



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Donnerstag , 20.12.2012

Wieder ein Stück näher nach hause geht es heute .Um 10 Uhr verabschieden wir uns von Meli und Wolfgang.Mal sehen wo wir uns mal wieder sehen.Wir werden Landstraßen fahren , mit ein paar Stückchen mautfreie Autobahn.Es ist etwas bewölkt aber nicht kalt.Unser Ziel für heute ist Peniscola .Natürlich gibt es hier nicht mehr so viele außergewöhnliche Fotomotive wie in Marokko

aber Schönes und Interessantes gibt es überall zu sehen.An der Straße entlang sehen wir große Ceramikhändler mit viel Ware für die Gartengestaltung sowie man das auch aus Italien und Portugal kennt.Statuen ohne Arme und und Übertöpfe mit schönen farbigen Lasuren.Eine Zierde für jeden prachtvoll angelegten Garten.Für uns ist da leider nichts dabei .Unser Garten gehört unserem Hund und der hat schon seine Pinkelstellen - da würde was Neues nur stören.

Drei Dinge fallen uns auf unserer Fahrt heute besonders auf.

1.) Hier gibt es Orangenfelder soweit das Auge reicht.Die Pflanzen hängen über und über voll mit reifen Früchten.Manche sind schon abgeernteund in eingen Plantagen ist man gerade dabei die saftigen Vitamin-C Spender direkt in Kisten auf LKWs zu verladen.Das ist hier wohl die Haupteinnahmequelle.Und der Anblick der hübschen Bäumchen ist wirklich reizend.

2.) Durch die kleinen Ortschaften und Städtchen zieht sich überall ein roter Faden.

Viel Geschäfte stehen leer.Bei uns zu hause ist ja das kleine Lädchen sterben auch eine große Sache.Die Innenstädte bluten aus.Susi war da ja auch selbst betroffen und musste nach 17 Jahren ihr Geschäft schließen. Bei uns ist das auch durch die Entstehung der " Grünen Wiese " begünstigt und durch das Internet .Discounter siedeln sich an und nehmen den Kleinen die Umsätze.Gekauft wird also nur wo anders.Aber hier müssen die Geschäfte wohl darum schließen weil niemand kommt da den Menschen hier durch die Wirtschaftslage das Geld zum Kaufen fehlt.Trostlos sieht das aus und spiegelt die Stimmung im Land wieder.

3.) Und die nächste Feststellung ist das uns entlang der gesamten Strecke die Frauen aufgefallen sind die ihre "Dienste " am Straßenrand anbieten.Junge Mädels die auf Plastikstühlen auf einen Kunden warten.Wir kennen solche Bilder auch aus Italien und der Tschechei.Wir wissen ja nicht ob diese Straße schon immer dafür bekannt war oder ob sich dieser Job aus der Wirtschaftslage entwickelt hat.Und wir haben auch bewusst nur zwei Bilder gemacht auf denen nicht viel von den Damen zu sehen ist.Und wir wollen bestimmt keine Moralapostel sein-also bitte nicht aufregen.Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie !

Wir zeigen nur Interesse an allem was uns auf unserer Reise begegnet und wir nehmen die Realität wahr und die Menschen und ihre Leben.Und wir respektieren und achten jeden Erdenbürger - jeder hat das Recht sein Leben so zu leben wie er es möchte.

Wir haben uns nur Gedanken darüber gemacht was jemanden dazu bringen mag so seinen Lebensunterhalt zu verdienen.Und ob das freiwillig oder unter Zwang geschieht.Und das niemand der hier entlang fährt sich über diese Frauen lustig machen oder Verachtung zeigt sollte.Denn es zeigt auch eindeutig eine Fassette der Gesellschaft die nicht zur Belustigung der Urlauber oder der Vorbeifahrer gedacht ist .Sondern das jedes Land auch seine Schattenseiten hat.Also denkt an diese Worte wenn ihr diese Strecke fahrt.

Das was uns die Natur zeigt gefällt uns gut -

Herbstblätter im Winter , Zitrusfrüchte und Olivenbäumchen , Wald und Hügel .

Und wir genießen auch diese Fahrt -weil wir frei und gesund sind und es das Schicksal gut mit uns gemeint hat .Das ist uns heute wieder einmal ein dickes Dankeschön wert!

Unversehrt erreichen wir den schönen Stellplatz Stop & Go -La Volta in Peniscola und richten der Besitzerin die uns freundlich empfängt schöne Grüße von Wolfgang und Meli aus , was sie sichtlich freut.

Die Beiden sind eben schon bekannt wie zwei " Bunte Hunde " !

 

 

 



Freitag , 21.12.2012

Liebe Freunde und liebe Leser.

Heute gibt es keine Bilder.Uns ging es heute nicht so gut . Susi hatte in der Nacht geträumt das es unserem Hund - unserem Liebling - nicht gut geht.Er hatte Schmerzen und hat versucht sich überall zu verstecken und Susi hat im Traum versucht ihn zu beruhigen und zu trösten.Darüber haben wir beim Frühstück gesprochen - ein seltsamer Traum!

Keine Stunde später hat unsere Pflegehundemutti angerufen und berichtet das Smudo in die Tierklinik gekommen ist.Als sie heute morgen aufgestanden sind war in der ganzen Wohnung Blut und Smudo hatte sich übergeben und er war schon geschwächt.Sie haben nicht lange gefackelt und haben zuerst in der Tierklinik angerufen und haben den Kleinen sofort dort hin gebracht.Das war genau richtig - wie sich später heraus stellte, den durch den starken Flüssigkeitsverlust hatte er schon die ersten Anzeichen einer Austrocknung.Ihm wurden sofort Infusionen gelegt und Blut genommen geröntgt und Virentests gemacht.Die Leber und Nierenwerte waren erhöht und das Blut schon zu dick.Er war wohl apathisch und hat alles über sich ergehen lassen.Nach dem Gespräch mit unserer Ersatzhundemutti haben wir gleich selbst in der Tierklinik angerufen.Er hat immer noch stark gekrampft und man wollte nachmittags noch einen Ultraschall machen und man konnte noch nicht sagen ob eine OP nötig ist.Wir sollten um 17 Uhr nochmals anrufen . Für uns war klar das wir heute so weit fahren wie es geht . Es war schon 11 Uhr bis wir weg kamen und unserer Gedanken waren natürlich bei unserem Smudo, jeder der ein Tier hat kann sicher nachvollziehen wie es uns gegangen ist.Und natürlich taten uns auch die Familienmitglieder unserer Ersatzfamilie leid die sich auch alle große Sorgen um ihn machen und traurig sind.Wir sind bis Gruissan in Frankreich gefahren.Hier regnet es und ist kalt und unangenehm . Gleich morgen früh geht es weiter damit wir bis Montag zu hause sind.

Um 17 Uhr hatte die Ärztin keine Zeit aber um 18 Uhr.

Und etwas bessere Nachrichten.Keine OP - der Ultraschall brachte nichts Verdächtiges zutage.Aber er hat wohl eine sehr starke Magen und Darmentzündung.Die Medikamente zeigten wohl endlich etwas Wirkung , er hat nicht mehr so starke Krämpfe und ist entspannter , der Herzschlag hat sich beruhigt , der Kreislauf ist wieder stabiler.Wir sind so froh !Wir müssen zwar noch abwarten wie er sich erholt und ob nichts mehr dazu kommt und er muss auch noch ein paar Tage in der Klinik bleiben , aber wenn er heim darf sind wir da für ihn !

Zu unserer Erleichterung hatten wir unseren Sohn angerufen damit jemand von der Familie erreichbar ist und vor Ort sein kann falls Schlimmeres eintreten sollte und Entscheidungen von uns ausgeführt werden sollten .Das war Gott sei Dank nicht nötig.

Jetzt geht es uns wieder etwas besser und wir hoffen und wünschen uns das es unserem kleinen Patienten stündlich besser geht und wir ihn wieder schnell gesund bekommen.

Und unser Gefühl hat uns nicht getäuscht bei der Auswahl unserer Ersatzfamilie.Er wird dort nicht nur mit Liebe überschüttet sonder man achtet auf ihn und reagiert schnell und problemlos wenn es nötig ist.Eine ganz tolle Familie mit einer taffen Mutti und einen Vati auf den man zählen kann und drei super liebenswerte Mädels die jetzt traurig sind das sie nicht mit dem Fellbündel Weihnachten feiern können (nicht traurig sein ihr drei Süßen - Smudo kommt bestimmt wieder mal bei euch vorbei ! )und alle haben unseren kleinen Säbelzahntiger ins Herz geschlossen.So war das Ende unserer Reise zwar nicht geplant aber wir sind glücklich wenn es unserem Smudo wieder gut geht und dafür drücken wir ganz ganz fest die Daumen!!!



Freitag , 28.12.2012

Unser letzter Bericht für diese Reise -unsere Marokkoreise 2012.

Wir sind am Sonntag , 23.12.2012 , nachmittags um 15 Uhr wieder zu hause angekommen.

Es regnet und ist windig.Unfreundlich empfängt uns die Heimat.Seit dem Anruf unserer Hundesitterfamilie am Freitag Morgen sind wir nur gefahren .Unser Haus riecht unbewohnt und wir lüften erst einmal gründlich.Die wichtigsten Dinge , Lebensmittel , Kosmetikartikel und natürlich unsere Winterjacken räumen wir noch aus , alles andere hat Zeit.

Am Montag rufen wir in der Tierklinik an und die Ärztin ist der Meinung das es Smudo so gut geht das wir ihn über Weihnachten nach hause holen können.Natürlich bekommt er noch einige Medikamente und ist noch sehr schwach und muss beobachtet werden . Immer noch ist Blut im Stuhl.Wir gehen einkaufen -wir haben ja nichts zu hause - und dann aber ab in die Klinik.Wir sitzen im Wartezimmer als die Arzthelferin mit Smudo auf dem Arm die Treppe herunter kommt.Er sieht sooo klein und müde aus und auch ziemlich mit genommen.Als er uns sieht reagiert er nicht sofort , erst als wir ihn ansprechen scheint er zu vergreifen das Herrchen und Frauchen da sind.Da kommt Leben in den kleinen Kerl ! Susi nimmt ihn auf den Arm , er winselt und zappelt und weiß vor lauter Freude gar nicht ob er lieber zu Herrchen oder zu Frauchen möchte.Er wuselt zwischen uns hin und her , leckte uns die Hände und das Gesicht und pinkelte den Boden voll.Die Arzthelferin war ganz gerührt und die Ärztin meinte die Freude wäre ja unglaublich !So ging es uns auch , unseren Süßen nach so langer Zeit wieder in die Arme zu nehmen war ein so wunderbares Gefühl.Und es war auch die einzige richtige Entscheidung schnell heim zu fahren und und Smudo zu hause selbst zu versorgen und zu pflegen.Über ganz Weihnachten haben wir ihn ständig im Auge behalten , waren jede Stunde mit ihm draußen und haben ihn geherzt , gestreichelt und uns gefreut das er fleißig gegessen hat.Er bekommt zwar noch eine ganze Weile eine spezielle Schonnahrung und Darmaufbaumittel und wir kochen ihm Hühnerbrüste ab um das Antibiotika darin zu verstecken.Aber es wird jeden Tag besser und am Donnerstag bei der Kontrolle in der Klinik war die Ärztin auch sehr zufrieden.Und sie hat nochmals erwähnt wie schlimm es um ihn bei der Einlieferung gestanden hatte .5 Minuten vor Zwölf !!So sind wir nun glücklich das unsere Reise zwar verfrüht geendet ist aber doch noch ein ( hoffentlich ) gutes Ende genommen hat.

Das Wetter ist auch heute am Freitag immer noch nur besch..... -es regnet und ist grau - aber die Erinnerung an warme Sonnentage ist noch nicht verblasst und bald machen wir Pläne für neue Reisen .Und es folgt noch ein Abschlussbericht über die gesamte Marokkoreise !

 



Montag , 22.April 2013

 

So,nun endlich wollen wir mal unseren Abschlussbericht einstellen.

 

Marokko war eines unserer Traumziele . Die erste Annäherung Afrikas mit dem eigenen Fahrzeug.

Man hat ja seine Vorstellung und Informationen wie den der Aufenthalt in diesem Reiseland sein sollte.

Marokko bedeutete für uns der Orient:

 

Märchen aus 1001 Nacht

prachtvolle Königsstädte

Basare

fremde Düfte

Kamele , Dromedare

Wüste

wunderbare Landschaften

der Atlantik

eine aufregende Sprache

und Menschen einer anderen Kultur sowie eine andere Glaubensrichtung

 

Man kennt dieses Land aus unzähligen Filmen in denen das Fernweh geschürt wird und man selbst mit eigenen Augen sehen möchte wie anderes das Leben zu uns Europäern ist.

 

Wir wurden nicht enttäuscht von dieser Erkundung.Viel Neues und Schönes hat uns entzückt und begeistert.Aber es gab auch Seiten die nicht so schön waren und uns die Wirklichkeit sehr krass vor Augen führte.

 

Die Städte:

Riesengroß - sehr lebhaft - viel Lärm - auch viel Gestank - verpestete Luft und unzählige Menschen Mopeds und Eselskarren.

Aber auch wunderbare imposante Bauten-enge verwinkelte Gassen – bunte Basare - ein unüberschaubares Warenangebot-eine laute und ausdrucksstarke Sprache - Menschen in bunten Gewändern - dazwischen Esel , Katzen , Vögel und viele viele Kinder.

Es riecht abwechselnd nach orientalischen Gewürzen oder Parfüm dann wieder nach Unrat und Urin.

Ein Tag in einer dieser Städte ist anstrengend und man braucht wieder ein paar Tage in der Natur um die Sinneseindrücke zu verarbeiten.

Empfehlen würden wir die Städte Marrakesch und Fes und die kleineren Städte Essouira und El Jadida , Tafraoute und Tiznit.

Marrakesch ist vor allem am Abend unbedingt einen Besuch wert - der Suq ( bedeutet:Verkaufsviertel mit vielen kleinen Geschäften )ist dann wunderschön - so wie man sich so einen Basar auch vorstellt und der bekannte Platz der Gehängten ( Djemaa el-Fna ) ist ein riesen Spektakel das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fes bietet auch einen Eindruck in das alte und das neue Leben. Kultur und Neuzeit treffen aufeinander.

Rabat und Mekknes haben wir ja nicht besucht da es keinerlei Parkmöglichkeiten für uns gab.

Casablanca hält nicht was man sich erwartet - ausser der riesigen Moschee - zu der wir ja unsere eigenen Meinung haben - gibt es nicht viel zu sehen.

 

Die Basare:

keine großen Kaufhäuser wie bei uns . Lauter kleine und Minilädchen - prall gefüllt mit Ware -

Händler die einem in ihr Geschäft locken wollen – sanft oder auch sehr aufdringlich.

Man bekommt auch alles - von Hausrat - über Schmuck bis zu Kinderbekleidung.

Die Lebensmittelviertel entsprechen natürlich nicht unserer Vorstellung von Hygiene und man müsste sich teilweise schon überwinden zB Fleisch zu kaufen.

Obst und Gemüse gibt es in reicher Auswahl - aber Brot nur Fladen oder Baguette.

Aber ein Handel gehört eben zu einem Basar auch dazu und macht auch Spaß auch wenn man trotzdem manchmal das Gefühl hat man wurde doch übers Ohr gehauen.

Wir sind eben feste Preise gewohnt und man ist sich nie sicher ob das erworbene Teil nicht doch zu teuer war.Aber das gehört eben auch zum Orient .

 

Lokale:

In den großen Städten gibt es schöne Lokale.

Kleine Eingangstüren führen in wunderschöne Innenhöfe. Die Einrichtung ist meistens sehr großzügig aber teilweise auch sehr abgewohnt . Aber das Essen hat uns immer sehr gut geschmeckt.

Kleinere Imbisse gibt es zu Hauff aber da sind wir nie eingekehrt.

 

Die Campingplätze:

Man befindet sich in einem „armen „ Land - wo für viele das Wohnen auf einem Campingplatz schon Luxus wäre – daran sollte man denken und auf keinen Fall Plätze mit Topauszeichnung oder gar Sternen erwarten.

Die Betreiber sind zum großen Teil bemüht alles gemütlich herzurichten , aber die Vorstellung von Sauberkeit trieftet doch sehr stark auseinander.

Wir wurden aber überall sehr freundlich empfangen und man war immer bemüht uns behilflich zu sein.Die Sanitäranlagen mussten wir nicht nutzen und hätten das auch teilweise nicht gewollt.

Und es gibt hauptsächlich am Atlantik rund um Agadir die gut aus gestattenden Plätze da diese Gegend von vielen Überwinterern besucht wird.

Aber der Vorteil von allen Campingplätzen war eindeutig das man Ruhe vor Kindern oder anderen Zeitgenossen hatte die sobald man irgendwo anhält in null Komma nichts auftauchen und betteln.

 

Die Wüste:

Wir haben beide Wüsten besucht - die Sandwüste Erg Chebbi - sowie die Steinwüste die sich Richtung Mauretanien und Algerien erstreckt.

Beides ist einfach sehenswert.Einmal mit dem Dromedar durch die Dünen schaukeln und sich wie im Film fühlen, das muss man einfach erlebt haben.

Und bei der Fahrt durch die Steinwüste kann man sich lebhaft Szenen aus christlichen Filmen vorstellen.

 

Die Straßen:

Man ist im ganzen Land bemüht schnell überall Straßen zu bauen.Aber teilweise sind die Straßen schon nach kürzester Zeit in einem schlechten Zustand.Durch den sandigen Untergrund reicht schon ein heftiger Regen um einen Teil wegzuspülen.

Die Autobahnen sind sehr gut und auch nicht zu teuer.Aber die Fahrt ist anstrengender als bei uns das Mensch und Tier keine Zäune oder Hindernisse akzeptiert und somit ganze Familien , Schafe, Hunde und sogar Kinder die Fahrbahn überqueren - auch in der Nacht .

Auf den normalen Straßen herrscht auch ein anderer Fahrstil als in Europa und ab Einbruch der Dunkelheit sollte man das Fahren unbedingt vermeiden.Eselskarren sowie allerlei Fahrzeuge ohne jegliches Licht säumen die Fahrbandränder. Keine schöne Sache.

In höheren Lagen und spezielle bei der Überfahrt mancher Pässe ist die Fahrbahn manchmal ziemlich schlecht , die Wege unheimlich schmal und Abgrenzungen gibt es gar keine obwohl es fast immer steil bergab geht .Abenteuerlich waren das schon manche Touren.

 

Das Essen:

Mittlerweile gibt es fast in allen größeren Städten große Einkaufzentren . Metro ist auch zwei oder drei mal anzutreffen.In kleineren Städten gibt es auch kleine Supermärkte in denen man das Nötigste bekommt.In ganz kleinen Orten sind auch fast immer Minilädchen zu finden.Und fast alle Städtchen haben auch eine Suq . In vielen Gegenden gibt es leider nur Faldenbrot . Aber in den großen Einkaufzentren gibt es auch Backwaren und Süßwaren.Obst und Gemüse bekommt man überall , Fleisch bekommt man außer Schweinefleisch eigentlich alles.Wasser in Flaschen oder Kanistern bekommt man immer. Kaffee und Filtertüten hatten wir mitgebracht - da bekommt man schlecht oder garnicht. Aber Toilettenartikel wie Toilettenpapier ,Tempo oder Zewa , Duschgel Shampoo usw. haben wir auch fast überall gesehen.

 

Die Gegenden:

Es ist überall schön und sehr abwechslungsreich.

Gebirge , Meer , Flachland ,Wald , Sandwüste , Einöde , Steinwüste , fruchtbare Gebiete ,

die interessantesten Landschaften und Naturschönheiten:

 

die Gegend um Chefchaouen – Ausläufer des Rifgebirge - tolle Gegend und Bauern in Trachten

die Gegend um Azrou - Waldgebiet

Ziz-Tal – sehr schön !!

Todhra-Schlucht – viel Tourismus

Dades-Schlucht – viel Tourismus

Erg Chebbi - die Sandwüste – einmalig schön !

Straße der Kasbahs - von Er-Rachidia nach Ouarzazate – sehenswert !

Bergpass von Ouazazate nach Agdz – Tizi-n-Tinnififft – atemberaubende Gebirgsstrecke!

Bergpass von Ouazazate nach Marrakesch – Tizi-n Tichka – abenteuerlich - wunderschön

Wasserfälle Ouzoud – imposant!

Fahrt von Guelmim nach Tan-Tan - langsam kommt man der Steinwüste näher -

Fahrt Tan-Tan zur Khnifflis Lagune – kaum Vegetation - Einöde - Steine

Fahrt Tiznit nach Tafraoute – eine völlig andere Pflanzenwelt und das Steinmeer – unbedingt !

Fahrt Tafraoute nach Ait Baha -Tizi-n-Tagounit - sehr verwegen - super eng und Nervenkitzel !

Von Agadir - die Küste hoch bis nach Rabat - immer wieder unglaubliche Ausblicke !

 

Die Menschen:

Die Marokkaner sind ein sehr freundliches und gastfreundliches Volk.

Man kommt wenn man möchte sehr schnell in Kontakt und wird dann auch des öfteren eingeladen.Zum Tee oder auch zum Essen ,was wir auch erlebt haben.

Obwohl viele sehr wenig besitzen würden sie doch auch das Wenige noch mit einem Gast teilen.

Man sieht die Menschen oft lachen und manch einer ist zu Späßchen aufgelegt.

Französisch und Arabisch die die vorherrschenden Sprachen und beide werden mit einer Inbrunst und einer Lautstärke und mit viel Handbewegung gesprochen.

Aber selbst wenn man als Fremder beide Sprachen nicht spricht versucht doch jeder mit viel Begeisterung weiter zu helfen – mit Händen und Füßen.

Wir haben in der ganzen Zeit keinen einzigen unfreundlichen Landesbewohner getroffen.

Was wir als überaus positiv bewerten.

 

Ganz anders die Kinder:

Zuerst sei gesagt das die kleinen Mädchen und Jungen wirklich ganz entzückend aussehen mit ihrer schönen Hautfarbe den schwarzen Haaren und den großen braunen Augen.

Und wenn sie einem anlächeln geht einem das Herz auf.

Im Hinterland , in den Bergen und in entlegenen Orten sind die Kinder verhaltener , schüchterner und nicht so aufdringlich.Natürlich fragen sie auch nach Süßigkeiten ( Caramel ),Stylos ( Kugelschreiber ) oder Kleidung ( hauptsächlich Schuhe )aber nicht so aggressiv und fordernd.

Ganz anders in der Stadt oder in Touristengegenden.

Sobald man irgendwo anhält tauchen in windeseile Kinder auf und werden schnell mehr und mehr.

Zuerst lächeln sie noch aber wenn dann nichts kommt wird gegen das Fahrzeug geschlagen und getreten , durchs Fenster in das Fahrzeug gelangt , gekreischt und auch schon mal gespuckt.

Wenn uns vor Antritt der Reise jemand gefragt hätte vor was wir uns den etwas fürchten, wäre uns nie der Gedanke gekommen zu sagen : vor den Kindern.

Aber genau das war der Fall.Nachdem wir auch des öfteren mit Steine beworfen wurden und zwei Einschläge in unserem Wohnmobil eine größeren Schaden verursacht haben wurden wir jedes mal nervös wenn wir irgendwo Kinder sahen oder durch eine Ort fuhren.Und wir verloren auch bald die Lust daran uns mit den Kindern abzugeben.Wenn wir irgendwo ausgestiegen sind haben wir sie einfach meistens nicht beachte.

Anders in den Bergen oder bei den Berbern - dort freut man sich über Kleidung und Schuhe und auch mal etwas zum Spielen oder Süßes für die Kinder.Dort haben wir ganz bewusst etwas mitgebracht und wurden oft mit strahlenden Augen und vielen netten Dankesworten bedacht.

Und das würden wir auch immer wieder tun - jetzt nachdem wir wissen - was wo angebracht ist.

 

 

So – nun nun ganz zum Schluss unser Abschlussfazit :

 

Marokko ist auf jeden Fall eine oder auch mehrere Reisen wert .

Das Land hat soviel an Naturschönheit und Kultur zu bieten und ist trotz dem langsam sich einschleichenden Einfluss aus Europa und auch Amerika immer noch den Flair des Orient.Westliche Kleidung trifft auf traditionelle Kleidung - Mc Donald und Pizza Hut auf Tajine und Fladenbrot.

Straßen werden in Gegenden gebaut in die man früher nur mit einem Muli oder zu Fuß kommen konnte.Der junge König strebt nach Ansehen in der Welt und will sein Land modern präsentieren.

Vieles ist im Wandel.Aber die Traditionen , der Glaube und die Geschichte machen Marokko zu einem zauberhaften Land mit liebenswerten Bewohnern mit einer Natur die einem sprachlos macht.Deshalb können wir nur jedem raten eine Reise dort hin zu unternehmen und mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören.Den nichts ist schöner als das selbst Erlebte.In diesem Sinne:

 

Gute Reise !!!

 

 

 

 

 

 

 



Werner & Susanne Vogg on tour

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)