WESUV-ON-TOUR.de
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Sonntag ,11.11.2012

Der Wind hat sich doch heute Nacht zum Sturm ausgeweitet.Unser Home wurde so stark durchgeschüttelt so das wir schon dachten wir werden über die Klippen in die Lagune gepustet.

An Schlaf war nicht viel zu denken.Heute morgen hat dann zwar die Sonne wunderschön gescheint aber der Wind war immer noch da.Die Lagune ist komplett mit Wasser gefüllt und nur an den Sanddünen gegenüber sind noch Flamingos zu erahnen.Mit dem Fernglas kann man sie gut sehen aber mit dem bloßen Auge sind es nur rosa Punkte.Wir machen trotzdem wieder einen Spaziergang -Bewegung muss sein und wir dürfen nicht aus dem Takt kommen mit dem Gassi gehen -damit wir Smudo im Januar schnell wieder an unsere Runden gewöhnen.Aber Gassi ohne unseren Liebling ist eben nur halb so schön !Die Bucht ist fast leer bis auf die Fischer die hier in ihren zerbröselten Häuschen wohnen.Die sind schon sehr armselig ,da würde man bei uns zu hause nicht einmal ein Tier unterbringen wollen.Aber alle sind sehr nett -wie immer -und winken uns freundlich zurück.

Wir bekommen ein feines Sandpeeling -das wurde im Kosmetiksalon bestimmt ein kleines Vermögen kosten!Da wo der Wind drüber bläst werden alle möglichen Dinge frei gelegt und wir entdecken ein Fossilgerippe das bestimmt schon ein paar tausend Jahre alt ist .Na -ja -oder vielleicht auch nur ein paar Wochen.Wir lassen es lieber liegen um die Geister nicht zu wecken.

Da das Wetter nicht nach Besserung aus sieht beschließen wir wieder zurück nach Tan-Tan -Plage zu fahren.Da ist es geschützter.Beim Einsteigen ins Womo entdeckt Werner jetzt doch den zweiten Steineinschlag den wir am Tag zuvor zwar gehört aber nicht gefunden hatten.Diesemal hat es uns an der Gitterabdeckung vom Kühlschrank erwischt.Mann -oh Mann -wir kommen mit einem völlig ramponierten Concorde nach hause -das ist wirklich der Härtetest für diese Premiumklasse.Da sieht man eben das wir einfach noch etwas zu jung für diese Marke sind -grins -ja das kann auch mal vorkommen da wir zu jung für etwas sind !Im Normalfall wird vom typischen Concordefahrer das Fahrzeug geschont und nichts benutzt-keine Dusche -keine Toilette- kein Gefrierfach und schon gar nicht der Backofen !!Es ist wichtig das alles zu haben -aber man benutzt es einfach nicht !

Da muss wohl doch erst noch ein anderes Vehikel für uns her bis wir das passende Concordealter erreicht haben !Wir düsen also mit unseren Schäden ab Richtung Tan -Tan.Es läuft ganz gut und wir machen ab und zu halt an besonderes schönen Stellen.Bei einem Halt in einer wunderschönen Bucht kommt auf einmal ohne Vorzeichen ein Sandsturm auf.Der Wind peitscht den Sand und es wird plötzlich ganz dunkel.Wir wetzen zum Fahrzeug -Türen zu und ab.Das ist schon ein beklemmendes Gefühl , die Sonne ist weg und der Sand nimmt uns die Sicht .Aber Werner hält das Lenkrad gut fest und fährt souverän mit starken Nerven- wie immer -Richtung Tan-Tan und Richtung Licht.Susi -auch wie immer - sitzt mit Herzklopfen und großen Augen stumm daneben.Und dann sind wir durch -Glück gehabt und einen super Fahrer !Jetzt beginnt es auch noch zu regnen .Da müssen wir uns das mit dem Überwintern in Marokko aber noch mal überlegen!Aber bald scheint wieder die Sonne und wir erreichen unseren Campingplatz den wir gestern morgen verlassen haben.Walter und Marion sind noch da und sind erstaunt uns doch so schnell wieder zu sehen.Tja -oft kommt es eben anders als man denkt!Hier rüttelt jetzt zwar auch der Wind am Häusle aber nicht so stark wie gestern.Und morgen überlegen wir dann mal wie es weiter geht.

 

 



Montag ,12.11.2012

Wieder mal etwas länger geschlafen und dann war auch wieder ein "Hausputz " fällig.Werner hat das ganze Mobil durch gecheckt ,Schrauben nach gezogen ,Scheiben geputzt und Öl nach gefüllt.Mittags war dann relaxen in der Sonne angesagt bei einem gemütlichen Plausch mit Walter und Marion.Gegen Abend sind wir zusammen in das Städtchen gelaufen um etwas ein zukaufen.Wir wollen ja morgen früh weiter fahren . Es wurde auch wieder recht kühl und windig so das wir im Fahrzeug blieben und einen entspannten Leseabend gemacht haben.Spät wurde es trotzdem wieder .

 



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Dienstag ,13.11.2012

Tja , jetzt ist es soweit .Der südlichste Routenpunkt wurde erreicht und unsere Reise hat Halbzeit.Das heißt auch das wir jetzt wieder nach "oben " fahren .Die Rückreise beginnt so zusagen heute. Die Sonne scheint wieder und wir verabschieden uns jetzt endgültig von Walter und Marion.Die Beiden fahren jetzt Richtung Mauretanien und wir ja Richtung Agadir so das wir uns wahrscheinlich nicht mehr begegnen werden.Wir bezahlen und der Campingplatzhelfer fragt uns nach einem Bier und freut sich als wir ihm eine Dose abtreten.Schön war es hier !

Und heute ist unser Tag -alles läuft bestens und ohne Probleme und wir haben ein paar schöne Erlebnisse.Zwischen Tan-Tan-Plage und Gulemin sind insgesamt 5 Polizeikontrollen und wir werden bei allen durch gewunken und nett gegrüßt.Super !Und wir haben tolles Glück -heute ist anscheinend Kamelwandertag.Insgesamt sehen wir unterwegs 6 !! Kamelherden.4 Kleine und 2 Große.Natürlich lassen wir uns diese Chance nicht entgehen und halten da wo es geht an zum Fotografieren.Wir sind beide richtig verliebt in diese Tiere.So etwas niedliches , kuscheliges und

etwas dusselig drein schauendes muss man einfach lieb haben.Vor allem die Köpfe -super schöne Augen , eine lustige Schnuffel und ein Büschelchen Haar zwischen den Pelzohren.Das hat uns sehr gefreut den diese Burschen werden wir wohl hier zum letzten mal sehen.Tschüß ihr Wüstenschiffe !

In Gulemin fahren wir zuerst wieder zur Patisserie und kaufen noch mal richtig leckere Teilchen ein.Der Chef kennt uns noch vom letzten mal und wir bekommen noch etwas Gebäck als Versucherle geschenkt.Und wir finden eine Bäckerei in der es Baguette gibt und man höre und staune :frische ,warme Brötchen !!So der Tag ist gerettet.Weiter geht es nach Mesti und dieses mal hat die Argancooperation auch auf.Wir parken direkt davor und lassen uns erst einmal die frischen Brötchen schmecken.Natürlich tauchen auch bald die ersten Kinder auf und schleichen ums Wohnmobil.Aber kurz darauf werden die Kinder von einer Frau zurück gerufen.Wir denken mal die Cooperation legt Wert darauf das die Touristen nicht abgeschreckt werden.Als wir aussteigen steht nur noch ein einziger Junge vor uns und fragt ob er auf unser Auto aufpassen soll.Wir sagen das wäre klasse wenn er das tun könnte.Er freut sich riesig und strahlt über das ganze Gesicht.Jetzt können wir ganz beruhigt in die kleine Fabrik gehen !Auch hier werden wir sehr nett von der Chefin empfangen dürfen uns überall umsehen.In einem Raum sitzen viele Frauen und klopfen mit einem Stein die Argankerne auf.Was für eine aufwendige Arbeit! Aus einem vollen Korb bekommt man gerade mal einen Becher Kerne.Die Frauen wollen nicht fotografiert werden aber die Arbeit dürfen wir gerne dokumentieren .Bei diesem Arbeitsaufwand ist es verständlich das dieses Öl etwas teuerer ist.Die Kerne werden dann geröstet und weiter verarbeitet.Es gibt Aragnöl zum Kochen und Öl für die Haut und Haarpflege.Alles darf getestet werden und die Artikel werden in einem kleinen Geschäft angeboten.Auch hier verdienen die Frauen der Cooperation alle zusammen .Im Innenhof hängen Bilder von der Eröffnung aber auch von Protestmärschen der Frauen.Natürlich kaufen wir auch hier etwas ein und werden sehr freundlich verabschiedet.Bei unserem Womo steht der Junge und passt mit Argusaugen auf sein Objekt auf.Wir bedanken uns bei ihm und sagen ihm das er das super gut gemacht hat.Daumen nach oben !Als Lohn bekommt er eine Friesbeescheibe,Tierstickers , und ein paar Stabilostifte .Das gefällt ihm und wir testen gleich ob die Scheibe auch richtig fliegt.Zufrieden macht er sich auf den Weg nicht ohne noch ein paar mal zu winken.Das war wieder mal ein richtig nette Bürschen.Wir hupen und fahren weiter nach Sidi Ifni auf den schönen Platz direkt am Meer auf dem wir vor einer Woche aufgebrochen sind.Die Familie aus Wien ist auch noch da und erzählt das es die letzten Tage hier nicht so schön war.Mal sehen wie es morgen ist.



Mittwoch 14.11.2012

Heute war es ziemlich kühl hier und die Feuchtigkeit ist vom Meer herauf gezogen.Wir planen unsere Weiterfahrt.Da es ja in den Bergen in letzter Zeit viel geregnet hat müssen wir einfach testen ob die Bergstraßen und Pässe befahrbar sind.Wir haben noch eine schöne Tour offen die wir gerne noch fahren möchten.Deshalb suchen wir auf der Landkarte die Verbindungsstraßen und die interessanteste Strecke heraus Morgen soll es wieder besser werden mit dem Wetter, dann sehen wir mal weiter .



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Donnerstag 15.11.2012

Juhu -die Sonne scheint und es wird ein schöner Tag .Wir sind schon früh aufgestanden , heute schon um 8 Uhr !!! und können jetzt gleich starten.Zuerst müssen wir zurück nach Tiznit fahren um unsere eigentliche Route zu erreichen.Auf der Straße wurde viel gemacht in den letzten zwei Wochen.Fast auf der ganzen Strecke neuer Belag.Fleisig !!An der Abzweigung nach Aglou -Plage fahren wir dieses mal gerade aus .Die Strecke ist wunderschön.Durch den vielen Regen ist hier jetzt alles grün.Viele Büsche tragen sogar Blüten und die Sicht ist klar und man kann weit sehen.Man könnte meinen es ist Frühling.In Tiznit geht es dann recht ab RichtungTafraoute.Die ersten 20 Kilometer ist die Landschaft nun reizlos und fast flach.Die gesamte Länge die wir heute fahren wollen ist ca.200 km .Aber die Straße ist sehr interessant weil sie über einen schönen Pass führt.In Assaka , einer kleinen Oase halten wir an und schauen uns das Angebot von zwei Bauern an.Kleine Tomaten , Kräuter ,Oliven und ein paar Rüben die zwar aussehen wie Rettiche aber nach einer Kostprobe die wir bekommen doch eher wie Kolrabi schmecken.Egal -wir nehmen ein paar Rüben mit und werden ein Gemüse daraus kochen.Die beiden Männer sind zu Späßen aufgelegt und

fragen unter Gelächter nach Stylos ( Kugelschreiber ) oder kleinen Geschenken.Wir lassen uns erweichen und geben ihnen Kulis und Feuerzeuge.Der Segen Allahs wird uns heute und in alle Ewigkeit begleiten !!In Tighmi kann man schöne Keramik kaufen und nach dem Dorf steigt jetzt die Straße stetig an -es geht von 500 Meter auf 1260 Meter hoch.Die Straße ist gut und windet sich wie eine Schlage am Hang entlang .Die Blicke aufs Tal sind unglaublich schön und dramatisch.Überall sehen wir jetzt auch die bekannten Terrassenfelder die die Menschen hier angelegt haben um ihre Felder anzulegen.Da sieht so exakt und ordentlich aus.Das gefällt uns Deutschen wirklich gut !!Ganz oben taucht jetzt das Felsennest des Hotel Kerdous auf.Nach ein paar winkeligen Kehren sind wir auch schon oben.Auf dem Parkplatz des Hotels halten wir an um ein paar Bilder ins Tal zu machen.Wirklich ein Augenschmaus-dieser Ausblick !Wilde Hunde schleichen um uns herum und hoffen auf ein paar kleine Happen .Leider haben wir nichts passendes mehr dabei außer Obst und Gemüse.Diese armen Kerle sehen wirklich zum Erbarmen aus.Wir wollen weiter und unser Ziel heute noch erreichen.Hinab geht es wieder auf der anderen Bergseite.Und auch hier alles grün und blühend ,ganz wundervoll ist diese Fahrt .Auf diesem Weg tauchen auch immer wieder prachtvolle Villen auf die reiche Marokkaner hier im Verborgenen gebaut haben.Manche sind eingzäumt und haben Wachtürme .Kleine Felsendörfer schmiegen sich an die Hänge -fast eins mit der Farbe der Natur.Immer wieder winken Kinder und werfen keine Steine -Toll !Wir halten nicht an wir kennen ja das Alarmsystem der Meute !Aber bei einem kleinen Schelm können wir wieder nicht nein sagen.Der winkt wie verrückt und hüpft wie ein Gummiball-allerliebst - und das bestätigt sich als wir anhalten .Er grinst und plappert auf uns ein -die Hälfte verstehen wir schon gar nicht -Susi zeigt ihm den Fotoapparat und ein paar kleine Dinge und erklärt ihm -Foto im Tausch gegen ein Plüschtier ( hihi -das war ein Plüschelch als Weihnachtsman ) und zwei Stifte und zwei Bonbons-sofort geht der Daumen hoch und er nickt wie ein am Faden gezogen.Der Deal passt .Verdienter Lohn raus zum Fenster und schnell ein Foto gemacht und weiter gehts bevor die Restfamilie auftaucht -Jaaa -vor den Kindern haben wir schon Bammel ! Plötzlich sehen wir die ersten Kugelfelsen-eine Besonderheit hier -Felsen die wie große Murmeln den Hang herunter kullern.Sie sind schön hellbraun und sehen sehr leicht aus -das täuscht durch ihre Kugelform.Überall liegen die Dinger herum.Aber das sind erst die kleinen Verwandten von den Felsenmeeren die wir morgen sehen werden.Wir freuen uns schon auf diesen Anblick.

Wir sind in Tafraout angekommen und suchen und finden nicht unseren Campingplatz.Susi steigt aus und fragt nach dem Weg und -oh Glück -der arabisch Mann spricht deutsch und will mit uns mitfahren um uns den Weg zu zeigen.Ok -nicht lange gefackelt ,wir sind müde ,rein mit dem Kerl und ratz fatz sind wir am richtigen Platz angekommen.Unser Helfer möchte gar keinen Lohn -auch kein Geschenk -er meinte das wäre ein schönes Geschenk gewesen in diesem edlen Fahrzeug mit zu fahren können.Wir stehen jetzt im Palmenhain unter Dattelpalmen -im Hintergrund die schönen rosa Felsen wegen denen wir gekommen sind und die Sonne versinkt hinter den Bergen-orientalischer Zauber -das war ein traumhafter Tag !!



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Freitag , 16.11.2012

Wow -war das heute ein Hammertag!Wir haben so viel Schönes gesehen.Heute Morgen sind wir zuerst einmal bei strahlenden Himmel zum Felsenmeer von Tafraoute gefahren.Das sind unglaublich große Granitfelsen die in allen möglichen Formen übereinander liegen -gerade so als hätte ein Riesenbaby mit Steinbauklötzen gespielt.Viel sehen aus als würden sie jeden Moment nach unten purzeln.Durch ihren wunderbaren warmen Braunton wirkt die ganze Landschaft trotzdem nicht gefährlich sondern eher heimelig.Und in vielen Formationen erkennt man tolle Figuren.So auch den Hut von Napoleon.Wir fahren durch die Steinwege und gelangen so zu den

"Roches peints " den "bemalten Steinen ".Ein belgischer Künstler hat vor Jahren viele große Felsen mit Farbe bemalt -da musste er Unmengen von Farbkübeln schleppen -das erkennt man wenn man vor den großen "Ostereiern " steht.Auf einer Piste fahren wir so weit es geht an die Kunstwerke heran und laufen dann den Rest.Es passt zwar nicht so in diese wunderschöne Naturlandschaft ist aber trotzdem nett zum Anschauen.Wir bleiben eine Weile still sitzen und bemerken erst nach einiger Zeit das wir Gesellschaft von einem sehr schönen Leguan bekommen haben.Er sitzt genau neben uns -ein ganz spezielles Erlebnis !Aber wir wollen weiter .Zurück am Womo taucht plötzlich ein Junge auf -kein Auto und kein Haus zusehen ??Wir fragen und er zeigt uns in einiger Entfernung gut getarnt in den Felsen ein Nomadenzelt.Er ist sehr nett und schüchtern-wir fragen ob er auch Geschwister hat und ob er ein paar Geschenke möchte.Schnell ist etwas zusammen gerichtet -warme Kleidung ,Strümpfe und Malbücher mit Stiften.Er freut sich und wir verabschieden uns.Kaum auf der Piste winkt uns eine Berberfrau , mit kleiner Tochter , Esel und Hund.Da wir nicht hinfahren können werden hier auch schnell Kleidung und Spielsachen in eine Tüte getan und Susi bringt der Frau die Sachen und Werner bleibt am Fahrzeug.Auch hier haben wir eine Freude bereiten können.So -aber jetzt hurtig , wir haben noch eine Strecke vor uns.Wir fahren Richtung Agadir.Plötzlich sehen wir auch das dritte bekannte Marokkobild vor uns.Esel und Kamele haben wir schon auf Bildern fest gehalten.und nun :Ziegen im Arganbaum.Uns gelingen schöne Aufnahmen.Wirklich niedlich wir die Mädels und Jungs da herum kraxeln.Zurück am Fahrzeug erwartet uns der Zweite Überraschungsbesuch heute.Eine alte Omi bittet um Pani (Brot) .Werner holt etwas aus dem Wagen und gibt ihr noch ein paar Dirham dazu.Als Dankeschön nimmt sie Susis Hände und küsst und streichelt sie.Das ist uns wirklich peinlich.Wir steigen ein uns und sie winkt uns noch zum Verabschieden.Heute dürfen wir wohl wieder Gutes tun ,was sehr schön für uns ist.Aber jetzt geht es ins Tal der Ammeln mit seinen Schwalbennesterdörfern.Wunderschön in die Felsenwand gebaute Häuser.Bis auf 1600 Meter Höhe steigt die Straße wieder an-Fantastischer Ausblick ins Tal.Wir sehen zwei schöne gut erhaltene Agadire.Agadir bedeutet Speicher und darin wurden früher wichtige Papiere und Vorräte aufbewahrt.Wir befinden uns bei den Atlasberbern.Hinter Ait Baha wird die Strecke jetzt erst richtig interessant.Werner ist in seinem Element -Endlich 90 Grad Kurven -Straßen die nur für ein Fahrzeug Platz haben !?Keine Leitplanken und keine Straßenränder -viele Bodenwellen und manchmal hat man das Gefühl die Straße führt geradewegs in den Abgrund bevor es wieder scharf ums Eck geht.Susi ist fast zur Salzssäule erstarrt und nur gelegentliche Aufschreie und eine Schnappatmung zeigen das sie noch unter uns ist.Werner ist vollkommen konzentriert und genießt offensichtlich die Herausforderung unseren Brummi mit 8,50 Länge und 2,40 Breite über eine Straße zu manövrieren die gerade mal für einen Fiat 500 ausreicht.Immer wieder huschen vor unserm Womo irgend welche kleine Fellbündel den Hang hoch und runter -Was ist das ???Und wir bekommen in einer engen Kurve die Gelegenheit so ein "Ding " zu fotografieren.Wir wissen nicht was das ist -ein Siebenschläfer oder ein Streifenhörnchen? Egal -super süß!Endlicht nach vielen Schleifen und Kurven und einer im wahrsten Sinne des Wortes "atemberaubenden " Fahrt geht es wieder nach unten.Werner ist begeistert und auch Susi muß gestehen:Diese Route hat sich für uns voll und ganz gelohnt.Die Natur hat sich hier einen Oskar verdient und der Nervenkitzel war so schön wie bei einem Meisterkrimi .Und oh Schreck bekommen wir noch ein Abschiedsgeschenk dazu.Etwas großes schwarzes rast den Hang herunter und setzt wie in einem Comic mit kleine Staubwölkchen direkt vor unserm Fahrzeug über die Straße.Eine Riesen Wildsau!! Gott sind wir erschrocken aber auch erleichtert das das rasende Ding nicht in unser Seitenteil gekracht ist und auch kein Rudel hinter her gekommen ist .Puhhh !!!Leider müssen wir jetzt bei Dunkelheit bis Agadir fahren -was wir eigentlich nicht gerne machen.Aber es geht alles gut und wir landen wieder auf dem Stadtcampingplatz.Zum Abschluss dieses grandiosen Tages gehen wir an der Promenade essen und genießen den starken Kontrast -heute morgen noch in einem Dorf in den Bergen von fabelhafter Natur umgeben und heute Abend die lebhafte und laute Stadt Agadir .Ja -wie gesagt -hier prallen noch Welten aufeinander -Alte und Neue !!



Samstag .17.11.2012

Das zweite mal in Agadir und wieder Regen.Irgend wie möchte uns Agadir nicht hier haben.Aber diesemal bleiben wir auch wieder zwei Tage .Heute haben wir einen Großeinkauf getätigt da unsere Vorräte schon mächtig zusammen geschrumpft waren.Morgen werden wir mal einen Sonntag einlegen und chillen und etwas Wäsche machen.Ab Montag soll das Wetter wieder besser werden.Es ist zwar nicht kalt -22-25 Grad - und es scheint auch schon wieder die Sonne aber es gibt noch ein paar dunkle Wolken am Himmel .

 



Montag , 19.11.2012

So , jetzt haben wir man 2 Tage gar nichts gemacht.Nach so ein paar Wochen hat man schon so viel gesehen und erlebt , da braucht man einfach auch eine Auszeit von der Auszeit.Das Wetter hat sich wieder super gemacht und wir konnten uns bei fast 30 Grad in den Sonne aalen.Und da es sich in den nächsten Tagen nicht ändern soll entschließen wir uns jetzt wieder ans Meer zu fahren.Unterhalb von Agadir ist ein schönes Naturschutzgebiet:Nationalpark Sous Massa oder auch Queed Massa.Der Park existiert seit 1991 .Hier wurden aus dem Zoo aus Hannover Antilopen und Gazellen und Strauße angesiedelt da diese Tier hier schon lange ausgestorben sind.Es hat ihnen allen gut hier gefallen den sie haben sich gut eingelebt und vermehrt.Und es gibt dort einen schönen Campingplatz direkt am Meer mit eigenem Sandstrand und man kann den Nationalpark durchwandern..Aber zuerst besuchen wir noch die Ruine der Kasbah ( 1557 -74 )die über Agadir auf einem Felsen in 236 Meter Höhe liegt.Die Reste der Anlage sind nicht sehr interessant aber der Ausblick über den Hafen und die Bucht von Agadir ist wirklich super schön.Wir haben Glück und gute Sicht und können unendlich weit blicken.Die Händler und angeblichen Führer sind in Massen vertreten.Man kann ein Bild mit einem Kamel machen lassen oder sich mit einem Mann in Tracht mit einem kleinen Schaf fotografieren lassen .Allerlei Tand und Trödel wir angeboten.Ganze Rudel von wilden Hunden streunen um die Kasbah.Wir haben 17 Hunde gezählt.Aber wir haben genug gesehen und schöne Bilder gemacht und machen uns auf den Weg.Die Straße nach Tiznit sind wir ja schon gefahren.Wie üblich sehen wir viele Esel und Karren und der Verkehr ist wieder mal sehr wild mit viel gehupe.Wir biegen nach einigen Kilometern nach Sidi Ouassei ab.Wir kommen durch zwei kleinere Städtchen die ziemlich gut bevölkert sind.Die Straße ist eine Schlaglochallee ersten Ranges.Da in vielen Löchern Wasser steht muss Werner schon sehr gut aufpassen da man nicht weiß wie tief die Fallen sind.Die Straße wird immer schmaler und wir sind uns fast nicht mehr sicher ob es hier zum Campingplatz geht.Aber - da ist wieder ein Schild -Hier geht es weiter.An einer enge Kurve steht ein kleiner Junge fast auf der Straße und winkt um uns anzuhalten-Weit und breit ist nichts zu sehen .Also halten wir kurz an .Der kleine Mann ist sehr höflich und grüßt uns .Er ist relativ gut angezogen ,also mit Sicherheit kein Berberkind.Er fragt nach Caramell-wir haben gerade keine Bonbons zu Hand aber ein kleines Spielzeugauto liegt noch auf der Ablage.Wir fragen ihn nach dem Weg zum Campingplatz und lassen uns den Weg zeigen obwohl es nur noch gerade aus geht.Aber für diesen Dienst können wir ihm eine kleine Belohnung geben.Er freut sich über das Spielzeug und winkt uns noch nach.Wir fahren die Hauptstraße nach Sidi Ouassai in den Ort ein.Plötzlich wie aus dem Nichts taucht eine kleine Meute mit Kindern im Kindergartenalter auf. Ca.4 -6- Jahre und ca.10 Kinder.Sie laufen direkt auf unser Womo zu und schreien auf unser Fahrzeug ein.Werner drückt die Hupe um sie zum halten zu bringen - wir haben Angst das uns ein Kind unter die Räder kommt.Die sind wie ein wild gewordener Bienenstock !!!Wir sind an ihnen vorbei und Susi droht ihnen mit dem Finger und grimmigen Gesicht das sie ja stehen bleiben sollen.Das Hupen und Schimpfen hat sie kurz aus dem Takt gebracht und wir können die Straße zum Campingplatz durchfahren.Nichts wie rein hier bevor wieder Steine fliegen.Der Platz ist wirklich nett und die Aussicht auf den Atlantik wunderbar.Jetzt erstmal zur Ruhe kommen.Es sind auch noch ein paar andere deutsche Wohnmobile hier .Da werden wir morgen mal ein paar Pläuschchen halten und fragen wie das mit den Kindern hier ist und wie wir am Besten zum Park kommen.Bei einem Glas marokkanischen Wein Rose -der wirklich sehr gut ist -schauen wir uns wieder einmal einen fantastischen Sonnenuntergang an.



Dienstag , 20.11.2012

Unser Stellplatz hier ist wirklich super schön .Es ist nicht viel los auf dem Platz und wir konnten uns hin stellen wo wir wollten.Jetzt haben wir von morgens bis abends Sonne und einen unverstellten Blick direkt aufs Meer.Wenn wir vor dem Womo sitzen könnte man einen wir sind alleine hier.Und beim Sonnenuntergang haben wir Plätze in der VIP -Loge , in der ersten Reihe.Der Strand ist leer und man kann wundervoll im Sand laufen.Auf der rechten Seite kommt man nach ein paar Kilometer an die Flussmündung die aus dem Nationalpark ins offenen Meer endet..

Wenn man nach links läuft geht es auf und ab immer am Meer entlang .Über Klippen ,Sand und Geröll.Die Landschaft ist fast wie in der Wüste.Überall sieht man Spuren von Fahrzeugen und Fußspuren von Mensch und Tier.Der Blick aufs Meer ist immer frei und die Wellen rollen mit einem imposanten Rauschen an die Küste und brechen sich in den Riffen .Fischer stehen auf Kanten und scharfen Steinen und ihre Füße werden vom Salzwasser umspült.Ihre langen Angelruten fliegen durch die Luft und ab und zu wird ein Fisch herein gezogen.Wenn sie uns erblicken winken sie uns freundlich zu und wollen uns zu Tee einladen.Diese Erfahrung machen wir hier in Marokko immer wieder.Egal wie wenig die Menschen besitzen ,ihren Tee und das Wenige das sie ihr eigen nennen teilen sie noch mit Gästen- mit fremden Menschen.Gastfreundlichkeit ist hier kein Fremdwort sondern eine Selbstverständlichkeit.Wir hätten da unsere Probleme wildfremde Leute die an unserem Haus vorbei kommen einfach so bei uns herein zu winken.Und bestimmt wäre da auch befremdlich für die die wir bewirten wollten.Aber wir wollen noch weiter.Noch schnell ein Bildchen gemacht ,einen Abschiedsruf und weiter geht es entlang dieser wandelbaren Küste mit den Fantasigebilden aus Sand , Muscheln und Riff.Viele Stellen sind übersät mit Muschelschalen und Schneckenhäuschen.Die Gischt schäumt und richt so nach Meer das man zusammen mit dem melodischen Rauschen seine eigene Entspannungsmusik hat .Hier macht das Laufen so richtig Spaß wenn einem die Sonne so warm ins Gesicht scheint.Völlig relaxt kommen wir nach ein paar Stunden wieder zurück zu unserm Haus auf der Sonnenseite des Platzes..Frei nach den Fanta Vier war das ein toller Tag am Meer!!



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Mittwoch , 21.11.2012  - Sonntag 25.11.2012

Nach dem imposanten Sternenhimmel heute Nacht dachten wir eigentlich das wir heute einen Sonnentag bekommen werden.Aber der Himmel wollte leider nicht aufreissen.Viele Wolken und ein kühler Wind.Eigentlich wollten wir heute am Strand abhängen.Aber das ist uns zu frisch und wir bleiben am Womo.Werner macht einen Generalprüfung aller Schrauben die er finden kann und da haben sich doch viele bereits wieder gelockert.Susi macht Wäsche und räumt die Schränke wieder mal richtig ein.Nachmittags wird ein wenig geschlafen ,etwas Fern gesehen und wir hören von dem Denguefieber das in Madeira , Portugal und Frankreich aufgetreten ist.Eigentlich hatten wir geplant so langsam im Dezember von Marokko nach Spanien und Frankreich in Etappen nach Hause zu fahren.Aber vielleicht bleiben wir dann doch etwas länger noch hier und fahren dann auf direktem Wege wieder heim..Mal sehen.

 

Donnerstag , 22.11.2012

Relaxday!!!!!!!!!!!

 

Freitag , 23.11.2012

Nix gemacht !

 

Samstag .24.11.2012

Nix gemacht !

 

Sonntag , 25.11.2012

Nix gemacht !



Montag.26.11.2012

Hallo ihr lieben Leser !
Ihr habt uns also doch vermisst !

Ja -wir haben uns einen ganze Woche ausgeklinkt

Wir hatten keine Telefonverbindung und kein Internet.Leben wir in den 8o er Jahren!

Und das war einfach super -dieser Campingplatz liegt so wunderschön direkt am Meer und es waren fast keine Wohnmobile da , aber die Menschen die da sind sind alle super nett!

Wir haben uns prächtig erholt !

So und heute wollen wir wieder los -die Zeit läuft jetzt schon in die andere Richtung.Heimwärts.

Ein paar Punkte haben wir noch auf unserer Reiseliste die wir gerne noch sehen wollen.Aber da unsere Vorräte in dieser Woche geschrumpft sind gehts erst einmal wieder einkaufen.

Freu -freu !! Immer alles zu bekommen was man gerade gerne mag ist hier nicht so einfach wie bei uns zu hause.Deshalb ist der Einkauf im "großen " Supermarkt wieder ein Erlebnis!

Wir trödeln durch die Gänge bei arabischer Popmusik und Vogelgezwitscher von den frechen Spatzen die wieder in den Suppennudeln baden .Tja -das gibt es hier alles.

Als alles gut verstaut ist geht es endgültig weg aus Agadir .Wir fahren entlang der Atlantikküste Richtung Essaouria.Aber heute wollen wir nur bis zum Campingplatz Atlantica Park in Imi Ouaddar. Dieser Platz war bis vor kurzem der bekannteste und größte Platz in Marokko.Sagenumwoben - unvergleichlich -angepriesen von vielen Camperkollegen!

Nun ja -unser Ding ist es nicht -da haben wir doch schon schönere Plätze in umwerfender Umgebung gesehen.Ja- und schade -die schönsten Stecken und die interessantesten Orte haben wir schon bereist -jetzt kommen wahrscheinlich nicht mehr so viele AH -Erlebnisse-Aber wir lassen uns wieder überraschen.Da wir unser Augenmerk ja oft auf Dinge und Erlebnisse richten die nicht in jede Reiseerzählung passen und unsere Susi ja einfach ein Gefühlsdusel ist die bei unseren Berichten schon mal ein paar Tränchen der Freude oder Rührung vergießt kommen doch immer wieder nette Geschichten dabei herraus.Und die vielen netten Mails die wir bekommen zeigen uns das es gerne gelesen wird.Und wir wollen einfach auch gerne Bildchen von uns zeigen da man gerne sehen kann wie gut es uns geht und wie glücklich wir darüber sind das wir uns dieses Erlebnis erlaubt haben! Auf unsere Seite wollen wir unser Freude mit euch teilen -denn nur was man teilt kommt doppelt zurück !

 

 

 



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Dienstag , 27.11.2012
Der Wind und die Wolken sind wieder weiter gezogen und wir können bei Sonnenschein einen langen Spaziergang machen.Da wir im Moment nicht viel unternehmen und daher keine aufregende Berichte für euch haben wollten wir euch heute eine kleine afrikanische Geschichte erzählen die wir durch Zufall im Internet gefunden haben und die einen tieferen Sinn hat und im Moment unseren Gemütszustand sehr gut beschreibt.Als schmückende Beigabe haben wir versucht unsere Bildreihe die wir heute für euch geschossen haben in Einklang mit der Erzählung zu bringen-Viel Spaß beim Lesen und beim Bilder schauen.

Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte.
Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst."
Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.
Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern.
Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts."
Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.
Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.
Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.
Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."

 
afrikanisches Märchen

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Montag , 3.12.2012

Jetzt wollen wir wieder ein Stück weiter fahren.Schon länger als geplant sind wir nun auf dem Campingplatz Atlantic Park geblieben.Wir hatten nette Nachbarn , Berhard und Ursel aus Miltenberg und Peter und Brigitte aus Botrop.Beide Paar kommen schon seit ein paar Jahren hier her zum Überwintern und hatten gute Einkaufstipps für uns sowie Informationen über diese

Gegend .Nach der freundschaftlichen Verabschiedung und den guten Rückreisewünschen haben wir nun den Platz verlassen und sind auf dem Weg nach Essaouira.Und auf der wunderschönen Strecke haben wir noch einmal die Gelegenheit eine tolle große Kamelherde zu beobachten.Weit verbreitet stehen sie direkt am Meer.Vielleicht werden es die letzten Schaukeltierchen sein die wir auf dieser Reise sehen.Schade das wir keines mitnehmen können - von unseren Lieblingstieren in Marokko.

Die Straße führt ins Inland vorbei an den Arganbäumen die hier in großer Zahl wachsen.Hier findet man auch die meisten Cooperativen die Arganprodukte verkaufen.Und plötzlich erblicken wir wieder Ziegen in den Bäumen die die zarten Triebe  abfressen.Aber nicht nur auf einem Baum - nein -die Bäume hängen voll mit den Spitzbärtchen.Was für Kletterkünstler!Bis ganz nach oben -ohne Absturtz.Wir halten einige male an weil uns der Anblick so gut gefällt.Bei einem besonders gut besuchten Baum winkt uns ein junger Hirte das wir anhalten sollen zum Fotos machen.Natürlich erwartet er sich dann auch einen kleinen Lohn.Wir tun ihm den Gefallen und schießen echte Postkartenbilder.Mit seinem Geschenk -einer schönen Schildmütze und einem Cola ist er sehr zufrieden .Und wir können auch kurze Zeit später ein seltenes Bild ergattern.Werner hat in einem Feld einen Bauern entdeckt der sein Feld mit einem Pflug bearbeitet -gezogen von einem Kamel.Super Anblick !Die Gegend wird immer grüner und wir sehen hier auch Rinder -weil es hier eben genügen Futter gibt.Frisch gepflügte Felder liegen immer wieder links und rechts -die braune Erde bildet einen schönen Kontrast zu den saftigen Wiesen.Ab und zu tauchen winkende Kinder in den Dörfern auf -aber sie lachen und sind freundlich.Dann sitzen die ersten Arganölverkäufer am Wegesrand.Sobald sie unser Fahrzeug erblicken springen sie hoch ,laufen uns fast in die Räder und preisen ihr Öl an.Aber wir werden nichts kaufen ,da diese Schlawiner öfters das Öl panschen -mit Olivenöl mischen und auch die Flaschen nicht im saubersten Zustand sind.Außerdem haben wir eine gute Reportage über eine Frauencoopertive von hier gesehen und die möchten wir heute noch besuchen.Es gibt hier in der Zwischenzeit schon Viele die sich auch Cooperative nennen um sich ein Stück vom Kuchen ab zu schneiden.Aber in den echten Cooperativen arbeiten nur Frauen -da wo also ein Mann auftaucht stimmt etwas nicht.Und schon sind wir da.

Cooperative Feminine Marjana

https://www.youtube.com/watch?v=EVxZZeKtU2U

Das sind zwei Standorte die sich zusammen geschlossen haben und aus 60 Frauen besteht.Die Präsidentin hat eine Reportage zusammen mit Sponsoren erstellt und der Beitrag ist auch auf YouTube zu sehen.Sehr interessant und wirklich informativ.

Wir werden sehr freundlich begrüßt und man zeigt uns alle Räume und wir dürfen dieses mal sogar die Frauen bei ihrer Arbeit fortografieren.Dann gibt es eine Produktprobe.

Das leckere Öl zum Kochen ,

Berbernutella:Mandeln ,Honig und Arganöl werden zu einen Brotaufstrich verarbeitet.

Und natürlich die herrlichen Kosmetikprodukte.

Der Verkaufsraum ist sehr schön und ansprechend eingerichtet.

Wir kaufen wieder mal kräftig ein und Werner führt natürlich wieder die Preisverhandlungen und bringt die drei Fräuleins ständig zum Lachen.Mit seiner Sonnenbrille ,dem Bart und seiner gebräunten Haut sieht er selbst schon etwas arabisch aus .Als er die Mädels dann um den Finger gewickelt hat stimmt auch der Gesamtpreis -gut gemacht Alibaba !!

Wir versprechen Werbung für den netten Betrieb zu machen und natürlich wieder zu kommen.

Wir werden zum Womo begleitet und wollen uns gerade verabschieden als uns die Chefin fragt ob wir nicht ein Schnupfenmittel für die Kollegin hätte.Sie ist schon lange erkältet und hat keine Arznei.Wir geben ihr unser Sinupret das hilft bei uns auch immer.Allah sei mit euch -Freunde !

Schön wenn wir helfen konnte.Susan - ich -werde umarmt und Wehner - schwerer Name !! -wird unter Gekichere feste die Hand geschüttelt.Bey- Bey -schön war es bei euch und tolle Sachen haben wird bekommen.Hier macht es einfach immer wieder Spaß neue Menschen kennen zu lernen -was für ein gastfreundliches Land!

Weiter geht es zu unserem ausgesuchten Campingplatz.DerPlatz ist ok und schön angelgt.Wir stellen das Fahrzeug ab und wollen noch etwas in das Städchen.Aber das ist wieder mal ein Kulturschock pur-unglaunblich viel Müll,die Straße sind vom Regen aufgeweicht und das alles macht eine trostlosen verkommenen Eindruck.Endlich haben wir mal Gelegenheit den Fleischaushang beim Metzger zu fotografiern , da es nicht warm ist mal ohne schwarze Fliegen.

Aber das kostet schon Überwindung hier sein Steak zu kaufen ! Wir haben es leider noch nicht geschafft -Werner wird noch zum Vegetarier.

Tja -aber das ist eben Afrika -so ist das Leben hier .



Werner & Susanne Vogg on tour

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Keine Angst !!

Eure email Adresse sieht keiner

nur was ihr geschrieben habt -

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)