WESUV-ON-TOUR.de
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Frankreich August 2013

 

Unsere Reise führt uns wieder einmal nach Frankreich.

Früher konnten wir uns nicht vorstellen in Frankreich Urlaub zu machen da wir eingefleischte Italien Fans waren . Aber nach unserem ersten Urlaub in der Provence und der Ardeche haben wir unsere Meinung geändert und sind begeistert was es in diesem schönen Land immer wieder zu entdecken gibt. Egal ob Atlantik oder Mittelmeer . Alles hat seinen besonderen Reiz und die Menschen sind super freundlich . Hier fühlen wir uns einfach wohl.

Auf dieser Reise wollen wir aber etwas chillen und abhängen . Da wir immer wieder ein paar Tage faulenzen wollen schreiben wir kein Tagebuch sondern berichten immer dann wenn wir etwas Schönes entdeckt oder besucht haben.

 

Unsere Reise beginnt am 26.7.2013 nachmittags. Da Ferienbeginn ist wollen wir die frühen Mittagsstunden nutzen um die größte Stauwelle zu umgehen.

Das gelingt uns auch sehr gut und um 18.³° Uhr sind wir in Freiburg auf dem Stellplatz . Das ist immer unser erster Halt wenn wir nach Frankreich reisen . Über den schönen Platz haben wir ja schon geschrieben www.stellplatz-freiburg.de. Da wir diese mal auch den Autoanhänger mit unseren Smart dabei haben können wir hier problemlos stehen und super ein und aus parken.

Zuerst begrüßen wir Wolfgang und Meli http://wohnmobilleben.wordpress.com da wir wissen das sie im Moment hier auf dem Platz stehen.Wir sitzen nach dem Abendessen noch eine Weile vor dem Wohnmobil und schauen noch etwas fern .

 

Nachdem wir uns am nächsten Morgen von Meli und Wolfgang verabschiedet haben fahren wir zügig Richtung Frankreich.

Die Autobahn ist ziemlich leer und wir kommen gut voran.

 

Louhans

Als Ziel haben wir uns das nette Örtchen Louhans ausgesucht.

Dort gibt es einen ziemlich neuen Stellplatz der auch für „Dickschiffe „ wie wir gut anzufahren ist . Der Platz selbst ist kostenlos aber wir müssen 5,60 Euro Kurtaxe bezahlen . Das ist völlig ok .

Wir können den Anhänger abhängen und auf einen freien Platz neben unser Womo stellen .

Das kostet nichts extra . Direkt vor dem schönen Platz fließt der Fluss vorbei . Bänke und Tische stehen am Ufer . Dort sitzen wir uns hin und beobachten die vielen Hausboote die man hier mieten kann und die anscheinend gut gebucht werden . Es ist ruhig , idyllisch und angenehm und ein kühles Lüftchen streicht über die Haut.

Im Städtchen ist an diesem Wochenende ein Fest mit Livemusik . Gemütlich schlendern wir am Kanal entlang um uns die Altstadt anzusehen.

Louhans ist die Hauptstadt der Bresse bourguignonne und bekannt für sein Geflügel.

Hier gibt es anscheinend das beste Federvieh Frankreichs.

Und die Gand´Rue in der Stadt ist mit ihren 157 Arkadenbögen die längste Arkadenfolge Frankreichs.

In den Gassen ist es wie ausgestorben weil die ganze Bevölkerung wohl auf dem Festplatz ist.

Altes Kopfsteinpflaster , eng aneinander geschmiegte winzige Häuschen , eine Kirche mit einen wunderschön gedeckten Dach , dunkel gefärbte Holzbalken die die Arkadendächer halten und aus vielen Häusern strömt ein leicht modriger Geschmack wie man ihn oft in alten Kirchen wahr nimmt.

Ein altes Theater mit einem schönen Blechsymbol über dem Eingang , das wohl Sonne und Mond darstellt . Ob es wohl noch genutzt wird ?

Es lohnt sich auf jeden Fall dieses bezaubernde Örtchen zu besuchen . Am besten aber tagsüber wenn auch die vielen kleinen Geschäfte geöffnet haben und Leben in den Gassen ist.

Nach unserer Besichtigungstour landen wir , angezogen von der Musik , auf dem Platz .

Viel Jugend sitzt auf dem Boden und die Band spielt wirklich gut .

Wir holen uns ein Bier , suchen uns ein freies Plätzchen und genießen den lauen Abend .

Später , als wir zurück beim Womo sind , sitzen wir noch lange draußen und lauschen den Klängen die der leichte Wind über den Kanal zu uns herüber weht.

 

 

 

Nächster Halt : Pont du Gard

Pont du Gard haben wir schon zwei mal besucht aber immer nur bei Tage , meistens auf der Heimreise . Dieses mal wollen wir hier übernachten und die gigantische Brücke bei Einbruch der Dunkelheit besuchen . Es gibt kurz vor dem Aquädukt , am Ende des Dörfchens Remoulins , einen kleinen Campingplatz , **** Sterne La Sousta . Ist zwar etwas teurer als ein Stellplatz , 25.70 Euro für eine Nacht , aber man hat nur 5 Minuten zu laufen und abends kostet es keinen Eintritt zu der Brücke . Es ist für uns etwas eng und unser Koloss muss sich durch die kleinen Wege schieben – Kratzer am Fahrzeug sind natürlich umsonst zu haben . Aber wir stehen dann doch sehr gut und haben auch für den Anhänger genug Platz .

Nach dem Essen machen wir uns auf den Weg .

Es ist heute etwas schwül und drückend und es liegt ein Unwetter in der Luft.

Als die Brücke in unser Blickfeld kommt gefällt sie uns immer noch so gut wie zuvor . Dreistöckig , 50 Meter hoch , 275 Meter breit .

Der Fluss schlängelt sich ruhig und romantisch unter den Bögen durch .

Am Ufer kann man sich niederlassen und auf den warmen Felsen die Ruhe genießen.

Links und rechts des Wassers entlang führen breite Radwege in die Einsamkeit .

Nur wenige Menschen sind noch hier . Am Tag herrscht hier immer ein Besucherandrang , belebt und mit vielen Touristen , Kindergeschrei , bellende Hunde , lautes Stimmengewirr.

Aber jetzt in der Abenddämmerung , der untergehenden Sonne und der einkehrenden Ruhe nimmt man erst bewusst die Schönheit und die Mystik dieser Gegend wahr.

Nur ein paar Vögel die in den Bögen der Brücke ihre Nester gebaut haben fliegen noch unermüdlich hin und her und fangen die kleinen Insekten um ihren hungrigen Nachwuchs zu besänftigen .

Sonst herrscht Stille und man hat das Gefühle richtig tief ein und ausatmen zu können . Die Luft ist weich und würzig und von der Sonne des Tages noch angenehm warm.

Die ersten Wetterleuchten blitzen hinter den Bäumen auf und erhellen für Sekunden die Gipfel der Bäumen . Aus dem Biergarten hinter uns schwappt ab und zu ein Lachen oder ein paar Wortfetzen zu uns herüber.

Und dann beginnt das fantastische Farbenspiel an der Brücke . Mit großen Strahlern wird das Gemäuer immer wieder in eine anderes Licht gezaubert und jede Farbe hat ihr eigenes Mysterium .

Rot , Blau , Grün , Lila , Mint , Hellblau – auch die Muster verändern sich immer wieder und manchmal erleuchten auch zwei Farben gleichzeitig das gewaltige Monument .

Blitzlichter flammen auf und die Menschen um uns , sowie auch wir , versuchen diese Momente mit der Kamera einzufangen . Diese Magie des Augenblicks für Andere sichtbar zu machen . Aber wie immer bei solchen Ereignissen zB auch bei einem Feuerwerk oder einem Naturschauspiel , gelingt es nicht das Auge mit der Technik zu ersetzen . Daran sieht man dann wieder wie ausgereift das System „ Mensch „ doch ist – die Wahrnehmung kann nie durch das festhalten auf einem Chip wieder gespiegelt werden .

Wir sind begeistert und wollen gar nicht mehr aufhören zu fotografieren .

Dieser abendliche Besuch hat sich zu 100 % gelohnt und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg .

Auch auf dem Campingplatz spielt heute eine Liveband - Oldies ! - genau das Richtige für uns.

Bei einem Gläschen Bier wippen wir fröhlich mit den Füßen mit dem Takt mit bis uns plötzlich aus heiterem Himmel ein Regenschauer in unsere rollendes Heim flüchten lässt .

Das war ein super schöner Abend und unter dem Geräusch der prasselnden Regentropfen auf unserem Dach schlafen wir schnell ein.

 

 

 

 

 

 

Millau – Die höchste Autobahnbrücke der Welt !

 

Da wir uns in der Region Languedoc – Roussillon aufhalten wollen wir dieses mal die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen endlich auch einmal die höchste Autobahnbrücke der Welt zu bestaunen.

Die Brücke leitet heute den endlosen Strom von Autos und LKWs praktisch über das Tal in dem das schöne Städtchen Millau liegt . Bis zur Entstehung dieses unglaublichen Bauwerkes erstickte die bekannte Lederwarenstadt fast im Verkehr . Das Tal selbst ist umgeben von Bergen die sehr gerne von Gleitschirmfliegern genutzt werden um einen einmaligen Blick von oben auf ein Jahrtausend Bauwerk zu bekommen . Kurz vor der Stadt - auf der höchsten Stelle der Straße , ist eine schöne Aussichtsplattform entstanden . Dort halten wir an und genießen den ersten Blick auf das wunderschöne Gebilde –

die Brücke von Millau :

eröffnet im Dezember 2004

Länge : 2460 Meter

Höhe : 343 Meter

Die Fahrbahnhöhe : 270 Meter über den Tarn ( Name des Flußes )

36 000 Tonnen Metall

205 000 Tonnen Beton

Aus der Ferne ist das Größenmaß überhaupt nicht so richtig einzuschätzen . Aber der Anblick selbst ist wunderbar harmonisch in das Umfeld eingefügt. Ganz leicht und schwerelos sieht das Stahlgebilde aus . Sieben Pfeiler über die eine gerade Linie verläuft – sieben Dreiecke die mit Seilen nach beiden Seiten abgespannt sind .

Kaum zu glauben das es sich bei diesem Kunstwerk um ein Machwerk aus zig Tonnen Stahl und Beton handeln sollte. Fast wirkt das ganze auf uns wie ein Fadenbild . Zur Erklärung : bei dieser Bildtechnik werden Nägel in ein Brett geschlagen und dann entsteht durch das spannen von bunten Fäden ein feines filigranes Bild . Und der Himmel ergänzt das Ganze durch ein strahlendes Blau und weiche Wolkenformationen . Ein beeindruckendes Postkartenmotiv . Aber wir wollen natürlich das Ganze auch aus der Nähe betrachten und so fahren wir die gerade mal noch 3 km bis direkt an das Infogebäude unter dem Viadukt . Auf dem Parkplatz legen wir die Köpfe in den Nacken und schauen staunend nach oben . Unglaublich hoch – unglaublich lang . Und wieder müssen wir die geniale und schöne Konstruktion loben . Die Designer haben sich hier wirklich Gedanken gemacht und nicht nur eine Verbindung von A nach B entworfen . Auch aus dieser Perspektive fügt sich die grandiose Talüberquerung famos in das Landschaftsbild ein. Wir betreten die Info . Der Zutritt ist kostenlos . Im Inneren wird ein Film gezeigt der die Planung und Entstehung zeigt . Und man sieht Modelle der Brücke . Alles sehr informativ . Wer möchte kann sich natürlich auch noch ein Andenken kaufen . Uns reichen unsere Bilder die wir gemacht haben .

Und nun wollen wir uns auch noch die Stadt Millau etwas genauer ansehen . Es gibt hier einige Campingplätze und viele Ausflugsziele in der Nähe , so das sich ein paar Tage Aufenthalt auch lohnen . Wie der Name – Lederstadt – schon sagt , gibt es viele Geschäfte die Lederartikel anbieten . Hüte , Handschuhe , Schuhe und natürlich Taschen in allen Varianten .

Die Gassen sind schmal , sauber und es ist angenehm zum Laufen . Wir sitzen uns in ein Cafe und beobachten eine ganze Weile das Treiben . Beschaulich und ruhig geht es hier zu und die Menschen scheinen keine Eile zu haben . Die Stühle sind besetzt und die Kellner haben jede Menge zu tun.

Man fühlt sich völlig entschleunigt und wir bestellen noch einen zweiten Kaffee bevor wir uns wieder aufraffen um unseren Rundgang zu beenden . Auf der gleichen Straße auf der wir gekommen sind verlassen wir diesen netten Ort und oben an der Aussichtsplattform werfen wir nochmals einen Blick auf das gigantische Bauwerk .

Unser Urteil : überaus sehenswert , beeindruckend , sehr gelungen , in die Natur eingebettet , ästhetisch , harmonisch und eine Architektur die in die Geschichte eingegangen ist .

Und da es hier wie gesagt noch vieles zu entdecken gibt -

Gorges du Tarn - eine schöne Schlucht

Aven Armand – eine riesige Grotte

und noch ein paar Höhlen und Schluchten mehr , werden wir hier bestimmt wieder einmal einen Halt einlegen.

 

 

 

 

 

So , da war es dieses mal .
Mehr haben wir nicht unternommen und unseren
„ Faulenzerurlaub „
auch so genossen wie wir es geplant hatten .
Viele Tage nur ausspannen , am Meer , mit viel Sonne , Strand und Ruhe .
Wir sind super gut erholt und haben ganz bewusst die Seele baumeln lassen .

 

 

Werner & Susanne Vogg on tour

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)