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19.Mai 2015

Das war wohl nichts! Eigentlich wollten wir heute Cherbourg besichtigen. Wir waren keine 5 Minuten unterwegs, als es zu regnen anfing und gleich darauf Graupelschauer vom Himmel prasselte. Unser kleiner Schirm war eine Lachplatte und so kamen wir völlig durchnässt am Wohnmobil wieder an.
Kurz umgezogen und nichts wie weg hier. Unsere Route führte uns auf die Halbinsel La Hauge bis zur Spitze an dem sich das bezaubernde Örtchen ­Goury befindet ein vorgelagerter Leuchtturm im Meer ist schon von Weitem sichtbar. Ein grandioses Panorama hat man vom Aussichtsplatz Nez de Jobourg. Die Landschaft rund um ­das Cap ist wie gemalt und hat schon einen Hauch von England. Die Britischen Inseln Jersey und Guernsey sind am Horizont gut zu erkennen. Am Leuchtturm gibt es einem Stellplatz auf dem man auch übernachten darf. Wir genießen einen sehr langen Spaziergang an der Küste am Meer entlang. Wie immer pfeift ein starker Wind und bläst uns kalt um die Ohren, aber es macht sehr viel Spaß teil einer solchen Naturkulisse zu sein. Durch gefroren können wir uns im Womo erst einmal ein Mittagsschläfchen, danach sind wir wieder fit und Werner sucht sich kleine interessante Wege abseits der Touristenroute. Was überhaupt nicht in die Landschaft passt, ist das Atom Wiederaufbereitungslager, das wir auf schnellstem Wege hinter uns lassen. Bei der Fahrt nach Barneville-Carteret kommt es gelegentlich zu Engstellen in den kleinen Ortschaften, die der Fahrer aber zur Zufriedenheit aller hervorragend meistert. Der kostenlose Stellplatz in Barneville befindet sich am Ende des Hafens direkt vor den feinen Dünenstränden. Am Abend peitscht wieder ein kleiner Sturm über das Wasser und der Sand der Dünen tanzt in der untergehenden Abendsonne. Diese Abendspaziergänge sind immer wie ein kleiner Wellnessurlaub für die Seele. Das ist kein Wunder in dieser unglaublich wild romantischer Küste, die schon viele berühmte Maler verzaubert hat.

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20.Mai 2015
Jawohl, so soll es sein, die Sonne lacht. Noch mal kurz in die Dünen und ab geht es: on the Road. Heute mal ohne Umwege über die Nationalstraße. Unterwegs müssen wir leider einen Zwischenstopp an der Chocolaterie in Gouville sur Mer einlegen. Wer kann da schon vorbeifahren, ohne sich etwas Gutes zu gönnen? Wir nicht!. In Granville erreichen wir gegen Mittag den Stellplatz am Aquarium. 6 Euro für 24 Stunden sind ganz o. k. Der Platz liegt oberhalb der Stadt und ein Rundweg bietet einen fantastischen Ausblick auf die Küste, den Hafen und die engen Gassen der Stadt, die den Beinamen „Montecarlo des Nordens“ hat.
Die spektakuläre Lage der ­Haute Ville (Altstadt) auf einem Felssporn und das ­Casino verhalfen der Stadt zu diesem Titel. Der schöne Stadtstrand liegt unterhalb einer imposanten Steilküste. Hier liegt auch das Geburtshaus des Modeschöpfers Christian Dior. Nach einem Rundgang auf der Stadtmauer gehen wir ohne Smudo bummeln und in den kleinen Läden stöbern. Dieser gelungene Urlaubstag findet seinen krönenden Abschluss mit ­einen famosen Sonnenuntergang und einem letzten Blick auf den Hafen.

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21.Mai 2015
Nächster Halt : Mont-Saint-Michel
Der weltberühmte Klosterberg den man von unzähligen Bildern kennt und der erst vor zwei Monaten, bei der Sonnenfinsternis, im Mittelpunkt stand. Natürlich ist das eine Touristenattraktion und wir sind nicht die Einzigsten die da hinauf wollen.
Aber es wird uns sehr einfach gemacht. Ein großer Parkplatz befindet sich auf der Uferseite gegenüber Saint Michel. Und der hinterste Teil ist ein Stellplatz für Wohnmobile. Kostet 20.80 Euro für 24 Stunden. Es erscheint einem erst teuer, aber es gibt einen Bus-Shuttelservice; bis 24 Uhr, alle 10 Minuten. Und so gelangen wir supereinfach und immer mit einem schönen Ausblick auf das Kloster, auf der Insel an. Und man kann so oft man möchte hin und zurück fahren, alles im Preis dabei! Es ist gerade Ebbe und viele Menschen laufen mit einem Führer durchs Watt. Im unteren Teil der kleinen Stadt ist viel los. Und die Andenkenläden sind voll mit Souvenirjägern. Aber um so höher man kommt, um so ruhiger wird es und um so schöner werden die Ausblicke. Der Eintritt in das eigentliche Kloster kostet 9 Euro pro Person. Aber das lohnt sich auf jeden Fall. Sehr beeindruckend und imposant und eine einmalige Aussicht. Das Innere mit riesigen Hallen und Räumen und vielen verwinkelten Gängen, sowie die Kapelle und die Terrassen lassen den Reichtum der Besitzer erahnen. Die haben sich wahrlich ein ganz besonderes Plätzchen für ihr Häuschen ausgesucht.

Wir fahren zurück um Abend zu essen und Smudo zu holen.

Der Eintritt in das eigentliche Kloster kostet 9 Euro pro Person. Aber das lohnt sich auf jeden Fall.

Dann geht es zum Sonnenuntergang und zum Wassereinlauf wieder mit dem Bus auf die Anlage.

Wunderschön ist das, wenn man fast alleine oben auf den Mauern steht und Stimmung langsam leise wird.

Beim verlassen der Tore werden wir auf einmal von einer Gruppe Chinesen umringt, die völlig aus dem Häuschen sind wegen Smudo. Und der lässt sich natürlich streicheln und fotografieren wie ein echter Tempelhund – was er ja zur Hälfte auch ist. Tja – mach ich Foto, tu ich Facebook! Wer weiß, vielleicht ist unser Knuddel bald schon ein Internetstar! Mit dem aufgehenden Mond und der blauen Abendstimmung verlassen wir den Ort der Klosterbrüder und kehren heim in das Reich der reisenden Vogg´s.

Man muss ihn einfach einmal gesehen haben – den weltberühmten Klosterberg.

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22.Mai 2015

Wir machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Pointe de Grouin. Von Saint Michel startend fahren wir immer an der Küste entlang und erfreuen uns wieder an den hübschen Dörfchen und der wunderbaren Landschaft. In Cancale legen wir einen Stopp ein und bestaunen das Austernparadies. Für alle Liebhaber dieser Meeresfrüchte, Muscheln und Auster, ist das hier ein Mekka der Gaumenfreude. Frisch und günstig sofort auf den Tisch.Wir gehören nicht dazu, wir haben schon Austern gegessen, aber müssen wir nicht wieder haben. An unserem Ziel angekommen suchen wir uns zuerst ein schönes Plätzchen zum Mittagessen, natürlich mit Blick auf die Bucht von Mont-St.-Michel. Dann wandern wir bis zum äußersten Zipfel um die unglaublich schöne Aussicht auf das Vogelschutzgebiet zu genießen. Smudo spielt wieder mal Spürhund und rast im Zickzack vor uns her. Nach diesem erholsamen Ausflug wird St. Malo angesteuert. Die einst mal berüchtigte Korsarenstadt ist von einer hohen Mauer aus Granitsteinen umgeben und war die Festung der Korsaren, die unter französischer Flagge die Weltmeere unsicher machten. Eine Kathedrale ist der Mittelpunkt der zuerst düsteren wirkenden Stadt. Alles wirkt sehr wuchtig und uneinnehmbar. Leider ist es für Wohnmobile im Moment schwer, hier zu bleiben. Ein Stellplatz ist geschlossen und einer wurde ganz entfernt, wegen Umbauarbeiten. So finden wir nach längerem Suchen einen Parkplatz am Fährhafen, auf dem man übernachten darf, aber leider nur von 19 Uhr bis 9 Uhr. Und der Platz ist dazu fast komplett mit Pkw belegt. So stellen wir uns für diese eine Nacht auf eine Fläche, die eigentlich für Boote reserviert ist und nehmen eine eventuelle Strafe in Kauf, weil wir einfach müde sind und keine Lust mehr zum Suchen haben. Und da wir für den nächsten Tag keine Stellmöglichkeit gefunden haben, machen wir unsere Gassirunde einfach am Hafen entlang in die Stadt, um uns wenigstens einen Eindruck davon zu machen, wie es dort aussieht. Ein Rundgang über die Mauer fällt leider auch aus, da Hunde nicht mit hinauf dürfen.

Schade! Also zurück und Schotten dicht und auf morgen freuen.

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23.Mai 2015

Die Nacht war furchtbar. Laut und unruhig. Um 7 Uhr sind wir auf den Beinen und um 8 Uhr fahren wir ab. Strafe gab es keine, Glück gehabt. Zuerst mal tanken und einkaufen gehen, ist ja Pfingsten und die Läden sind dann zu.
Keine 4 km von St. Malo entfernt ist der Stadtteil Rotheneuf. Ein Künstler, Abbe Foure, hat dort in 25 Jahren etwa 300 Granitsteinfiguren aus den Küstenfelsen heraus gemeißelt. Das interessiert uns und wir wollen uns das ansehen. Leider wieder das gleiche Spiel. Ein Stellplatz, aber der ist Rappel voll. Und die Innenstadt erlaubt so einem Koloss wie wir ihn haben kein parken am Straßenrand. Also kurz überlegen, ja , wir wollen das sehen! Also suchen wir einen großen Parkplatz außerhalb des Ortes, Fahrräder raus und nach einer leckeren Stärkung geht es auch schon los und wir sind in kürzester Zeit am Eingang der Attraktion: ­Chemin des ­Rochers Sculptes.
2,50 Euro pro Person kostet der Eintritt. Wir sind im Moment die einzigen Besucher. Das ist toll und ­Smudo darf auch mit rein. Man muss sich etwas Zeit nehmen und das Ganze auf sich wirken lassen, man sieht nicht alles auf den ersten Blick. Überall ist etwas eingearbeitet. Gesichter, Figuren, Ornamente. Da hat der Künstler wirklich lange und mit Liebe an seinem Werk gearbeitet. Und ein Steinbänkchen gibt uns die Möglichkeit die Kunst und die Natur vereint zu betrachten. Genial, dieses Zusammenspiel und das Verschmelzen der Kompositionen aus Granit mit dem Meer im Hintergrund und den Inseln am Horizont. Das Gesamtbild ergibt ein Gemälde, das Ruhe und Entspannung ausstrahlt. Wir verlassen den Ort der Kreativität und treten sportlich in die Pedale. Wir wollen ja heute noch weiter. Auch dieser Punkt ist etwas Besonderes. Ein Gezeitenkraftwerk, zwischen St. ­Malo und Dinard gelegen, verwandelt die unbändige Kraft des Tidenhubs (hier bis 13,50 Meter!) in Strom.
Mit etwas Glück ergattern wir einen Parkplatz und können das kostenlose Besucherzentrum im Damm anschauen. Alles wird auch in Deutsch erklärt und die verschiedenen Stromgewinnungsmöglichkeiten werden anschaulich verglichen. Die Dammstraße wird zu jeder vollen Stunde gesperrt, damit die Segelboote die Schleuse passieren können. So, jetzt noch ein Käffchen im Womo trinken und ab geht die Post zum nächsten Cap. Das Cap ­Frehel wird auf kürzestem Weg (22 km) angesteuert und ein Übernachtungsplatz gefunden!
Dann kann die Nacht ja kommen, hoffentlich ruhiger und etwas länger als die Letzte.

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24.Mai 2015

Gut geschlafen, ruhig und ungestört. Und nach dem Frühstück geht es auch schon los zur Spitze der Landzunge. Eine tolle Aussicht, blaues Meer und Sonnenschein. Was will man mehr. Eine Weile bleiben wir sitzen und lassen uns die warmen Strahlen auf das Gesicht scheinen. Dann aber ab ins Womo und immer an der Küste entlang zum Cap ­Frehel. Man merkt, dass es sich hier um ein beliebtes Ausflugsziel handelt. Viele Menschen und volle Parkplätze. Wir bezahlen 4 Euro für einen Womo-Stellplatz und können auch schon los marschieren. 70 Meter hohe rote Steilfelsen überragen hier das tiefe Blau des Ärmelkanals. Das Cap selbst ist ein Vogelschutzparadies und wir können verschiedene Vögel beim Brüten beobachten: Schwarze Kormorane und Silbermöwen bevölkern die Klippen und man hört sie schon von Weitem. Die Eltern sind im ständigen Flug um Nahrung für die Nachkommen zu bringen. Da ist ganz schön was los. Ein Trampelpfad führt über die Klippen und ermöglicht sensationelle Ausblicke und einen flotten Fußweg zum Fort La Latte – das auch schon als Filmkulisse für „ Die Wikinger „ verwendet wurde. Das hier ist eine Heidelandschaft und es duftet unheimlich gut nach Ginster. Die Blumen zeichnen ein farbenfrohes Bild und leuchten mit der Sonne um die Wette. Werner muss natürlich auch den Leuchtturm erklimmen, für 2,00 Euro ein schönes Erlebnis. Immer wieder bleiben wir stehen oder lümmeln ein wenig auf den Felsen.Und so vergeht die Zeit wie im Flug. Zurück im rollenden Heim wird erst einmal gekocht. Neben uns steht ein junges Pärchen mit ihrem Campingbus und wir kommen ins Gespräch. Lustig, wenn ein Belgier, eine Französin und zwei Deutsche sich auf Englisch unterhalten, wobei keiner der Vier richtig Englisch kann. Aber es wird viel gelacht und irgendwie verstehen wir uns doch. Als wir auf die Uhr schauen, ist es bereits nach 22 Uhr. Und wir bleiben einfach für heute Nacht hier stehen.Wieder umsonst, außer den 4 Euro Parkgebühren. Im Schein des Leuchtturmlichtes, das immer und stetig seine Kreise dreht und mit einem leisen Pfeifen des Windes, der hier oben bläst, schlummern wir friedlich bis zum Morgen, bis die ersten ­Cap-Besucher auf dem Parkplatz auftauchen.

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25.Mai 2015

Diese ganze Küste ist so einmalig schön und es gibt kein Eckchen, das uns nicht gefallen hat. Und nun kommen wir an einen der schönsten Abschnitte, mit breiten Sandstränden und ruhigem Wasser. Fast wie in der Karibik. Türkisblau und klar ist das Meer und wieder hat es uns ein Cap angetan. Wir lieben es einfach an solchen Landzungen zu sein, weil man so einen Rundumblick hat und soviel auf einmal sehen kann.
Cap de Erquy. Hier werden die besten Jakobsmuscheln angeboten. Und das Cap selbst ist ein Wanderparadies. Mit Smudo im Schlepptau geht es wieder auf einem Küstenpfad. Über Stock und Stein, auf und ab, auf Felsen und wieder hinunter. Und es macht so viel Spaß. Susi kann gar nicht aufhören zu fotografieren, weil sich jede Bucht nach ein paar Metern, aus einem anderen Blickwinkel, wieder anders zeigt.Und auch hier lassen wir uns Zeit und atmen einfach mal durch, ohne Stress und ohne Zeitgefühl. Einfach mal treiben lassen und nicht auf die Uhr schauen. So sind wir nach ein paar Stunden wieder zurück aber auch müde. Deshalb wird ein Sonntagsschläfchen gemacht. Friedlich und still, außer ein paar kleinen Schnarchgeräuschen vergeht der restliche Nachmittag. So ein entspannter Urlaubstag muss ja auch mal sein. Da heute Feiertag ist, Pfingsten, sind die Geschäfte alle zu und deshalb beschließen wir nicht so weit zu fahren und uns in einem kleinen Ort einen kostenlosen Übernachtungsplatz zu suchen. Die Wahl fällt auf Hillion, an der Küste und sehr ruhig und etwas abgelegen. Der Stellplatz ist schön und nicht so voll und unser Großer passt hier noch locker dazu. Wie immer gibt es abends noch eine lange Smudo-Runde und ein gechillter Tag geht langsam zu Ende.

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26.Mai 2015
Ein superschöner Morgen und eine letzte herrliche Aussicht auf das Meer. Denn heute geht es wieder Richtung Heimat, da wir ja am Sonntag zu Hause sein wollen. Wir haben lange überlegt und uns dann für den Weg über das Innland entschieden. Es gibt noch ein paar Stationen, die wir uns anschauen wollen und die Erste davon ist heute das Mittelalterstädtchen Dinan,das 75 Meter über dem Fluss Rance aufragt. Die Fahrt dort hin ist wieder sehr schön und wir sind durchqueren nette kleine Orte und viel Natur. Unser Ziel ist zuerst der 1000 jährige alte Hafen, der unterhalb der Stadt unter einer mächtigen Steinbrücke liegt. Und erfreulich ist auch der große Wohnmobilstellplatz auf dem ­wir eine freie Fläche für ­unseren Dicken finden und sofort ­beschließen heute hier zu übernachten. Von 9 bis 19 Uhr kostet eine halbe Stunde 0,50 Euro. Aber die Nacht ist kostenlos. Unterwegs haben wir heute einen Karton Cidre direkt beim Erzeuger gekauft, den können wir dann heute Abend in Ruhe kosten - freu!!! Aber jetzt wollen wir zuerst im Hafen „Moule„ essen gehen. Muscheln in Specksoße, in einem tollen Restaurant am Wasser. Nach einem Kaffee zum Abschluss wandern wir durch die steilen, uralten Gassen durch das Künstlerviertel in die eigentliche Stadt. Kopfsteinpflaster, Butzenscheiben, Holzbalken und überall Blumen und Ateliers. Ein bezaubernder Ort ist das hier. Und dann erst der obere Teil. Buntes Fachwerk aus dem 15. und 16. Jahrhundert und alles umgeben von einem riesigen dicken Ringwall. Die Stadtmauer ist 3km lang und komplett begehbar. Zwei Kirchen mit außergewöhnlichem Flair zieren die Innenstadt. Im Inneren der wirklich schmucken Gotteshäuser erstrahlen die bunten Fenster im Sonnenlicht, das sich in den kräftigen Farben bricht. ­Jedes einzelnen Glasornament ist ein Kunstwerk und zaubert eine so friedliche und warme Stimmung, dass es eine wahre Freude ist, jedes auch für sich zu betrachten. Die mächtigen Steine sind glatt und schlicht gehalten so das das ganze Augenmerk auf dem edlen goldenen Altar und den darüber platzierten. Dann geht’s noch mal in die Gassen. Wir holen uns ein leckeres Eis und betrachten die gut erhaltenen Gemäuer und stellen uns vor ­wer hier wohl gelebt hat. Über eine große Treppe und einen Fußweg gelangen wir wieder am Stellplatz an und sind nun platt von den ganzen Eindrücken. Noch ein Gläschen Cidre – oder waren es auch zwei?? und dann schlafen wir den Schlaf der Touristen. Was für ein toller Tag und was für eine schöne Stadt. Unbedingt besuchen, wenn ihr hier in der Nähe seid!!!

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27.Mai 2015
Heute Morgen empfängt uns Nebel. Werner macht sich mit Smudo auf den Weg um Baguette zu holen. Nach dem Frühstück geht’s dann auch schon weiter. 250 km wollen wir heute fahren. Zuerst nach Argentan. Das soll die Pforte zur normannischen Schweiz sein. Nach einem kleinen Einkauf lassen wir das Navi wieder mautfreie Straßen suchen. Das ist manchmal schon unfassbar, wohin uns das Lkw-Navigerät schickt. Mit einem 38 Tonner würden wir uns da aber heftig bedanken! Diese „Straßen „ würden bei uns wohl als Feldweg bezeichnet werden, so schmal und zugewachsen sind die manchmal. Aber uns macht es Spaß so zu reisen. Man sieht einfach viel mehr von der Gegend und dem Hinterland. In Argentan angekommen finden wir zwar sofort den Stellplatz aber für unsere Länge reichen die Stellplätze leider nicht aus. So suchen wir eine Weile einen Parkplatz und werden auch fündig. Aber diesen Stopp hätten wir uns wirklich sparen können. Das ist keine schöne Stadt. Zwei alte Kirchen und ein paar historische Gemäuer sind das Highlight. Aber alles ist so trostlos und die Gotteshäuser sind dem Verfall gewidmet. Hier fehlt offensichtlich das Geld. Keine netten Geschäfte oder Cafés. Schnell weg hier, das war wohl ein Reinfall für uns! Also steuern wir keine 20 km weiter Haras du Pin an. Ein weltbekanntes Gestüt, ­das älteste Frankreichs, von 1730! Leider ist schon geschlossen und so suchen wir in der Nähe einen Übernachtungsplatz. Zuerst finden wir beim Hippodrom ein schönes Fleckchen. Es ist kein Mensch zu sehen und wir sitzen vor dem Womo in der Sonne und trinken Kaffee. Aber dann bemerken wir das sich hinter dem Gebäude ein Jagdhund befindet und da wir nicht wissen ob man noch mehrere da sind und die vielleicht auch aufs Gelände kommen, packen wir doch lieber zusammen, aus Angst um Smudo, denn so können wir nicht Gassi gehen. Schade war wohl nichts. Der Stellplatz bei einem privaten Bauern ist dann ebenfalls ein Flop. Schon bei der Einfahrt kommt uns ein bellender Hund entgegen gelaufen. Hier können wir mit Smudo nicht aus dem Wohnmobil gehen. Also auch nichts. Was nun?
Wir fahren zum Gestüt zurück und schauen, ob es ein Wohnmobilverbotsschild gibt. Nichts zu sehen. Also stellen wir uns auf dem Parkplatz ganz nach hinten und so kann uns von vorne niemand sehen. Bis morgen geht das schon so. Wir besichtigen noch die Gebäude und kochen dann ausgiebig. Krabben und Lachs in Kräutersahnesoße mit Reis und ein Gläschen Cidre, die Nacht kann kommen und morgen schauen wir uns genauer um.

 

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28.Mai 2015

Um 10 Uhr sind wir am Eingang zum Gestüt. Aber leider dürfen die Ställe nur mit einer Führung besichtigt werden und die findet in französischer Sprache statt. Das ist für uns uninteressant und so schlendern wir ein wenig über das Außengelände und schauen den Reitschülern beim trainieren zu. Und als niemand da ist, nutzen wir die Gelegenheit und werfen einen Blick in die Pferdeboxen und sehen ein paar sehr schöne Tiere. Noch ein wenig im Shop stöbern und dann ist es auch schon Mittag und wir starten wieder zur nächsten Etappe. Und das Ziel heißt: Versailles! Dieses sagenhafte, pompöse Schloss wollen wir nun endlich auch live sehen. Den Stellplatz haben wir eingegeben und finden ihn auch sofort. Aber jetzt geht das ganze Spektakel los! Den Stellplatz gibt es nicht mehr und da auch noch ein Triathlon stattfindet, ist in vielen Straßen Parkverbot. So ­versuchen wir einen Parkplatz zu finden. Zwecklos! Der Campingplatz ist voll und einen Ausweichstellplatz gibt es auch nicht. Genervt und enttäuscht entschließen wir uns zur Weiterfahrt. Eine Stunde Zeit verplempert und nun hängen wir im Stau fest. Es ist leider Feierabendverkehr. 17:30 Uhr, nah besser hätten wir es nicht treffen können. Und zu unserem Pech müssen wir jetzt auch noch Paris durchfahren , was wir unbedingt vermeiden wollten. Aber auch hier haben wir kein Glück. Die beiden Stellplätze in der Nähe von Disneyland suchen wir auch vergebens. Die gibt es auch nicht mehr. Und der Stellplatz direkt auf dem Parkplatz vor Disneyland ist nur zu den Öffnungszeiten an fahrbar, da kommen wir nicht rein. ­Alles Mist! Nur stoßweise kommen wir voran. Alle Fahrbahnen sind restlos verstopft.Und keiner will uns die Spur wechseln lassen.Werner muss schon höllisch aufpassen und ist sehr konzentriert bei der Sache.Wir nach sage und schreibe 3 ½ Stunden haben wir es endlich geschafft, lassen Paris hinter uns und steuern den ersten Rastplatz an, um zu besprechen, wie es weiter geht. Auf keinen Fall auf der Autobahn übernachten! In keinem Land der Welt würden wir das tun! Davor können wir nur immer wieder warnen. Wir kennen zu viele, die ausgeraubt und überfallen wurden. Neben uns parkt ein Lkw mit Heilbronner Kennzeichen ein.Werner kennt die Firma gut, da die auch öfters für Audi fahren. Der Fahrer hat ­ein paar Porsche noch Le Mans geliefert und erzählt uns das der Verkehr heute besonders schlimme ist und er zehn Stunden bis hier her benötigt hat. Wir machen uns wieder auf den Weg und verlassen die Autobahn nach ein paar Kilometern und stellen uns für diese Nacht einfach auf den Parkplatz eines Supermarktes. Eine gute Entscheidung. Denn wir sind todmüde und wollen diesen blöden Tag einfach nur noch beenden.

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29.Mai 2015

Gut geschlafen, gut gefrühstückt und auch wieder gut gelaunt beginnt der Freitag.
Ziel für heute: Metz. Die Hauptstadt Lothringens wurde auf mehreren Inseln erbaut die mit 20 Brücken miteinander verbunden sind. Und heute ist der Glücksgott wieder auf unsere Seite. Der Stellplatz ist schon voll. Aber auf dem Stadtcampingplatz klappt es und wir stehen auf einer richtig großen Fläche, direkt am Wasser, Enten, Schwäne und Graureiher inklusive und keine 5 Minuten ins Zentrum. Kostet , 28,70 Euro mit Hund und Strom. Als wir uns eingerichtet haben, geht es auch schon los. Erwartet haben wir eigentlich gar nichts und sind um so überraschter, wie schön es hier ist. Eine riesige und sehr reich verzierte Kathedrale, Saint Etienne, ist hier der Mittelpunkt und es gibt unzählige historische Gebäude, die alle sehr gut erhalten sind. Eine einladende Fußgängerzone, kleine und große Geschäfte, nette Cafés sowie alles Mögliche für den kleinen Hunger, das gefällt uns. Zuerst wollen wir aber die Sehenswürdigkeiten ansehen und laufen mit dem Stadtplan gezielt von einem Punkt zum Nächsten. Ganz zum Schluss erreichen wir etwa außerhalb das ­Centre Pompidou, das an eine riesige Skulptur erinnert und sich der zeitgenössischen Kunst widmet. Ein aufregender futuristischer Bau und wir finden ihn sehr schön. Smudo ist schön etwas müde und so fahren wir mit dem Bus zurück. Pro Person 1,70 Euro und Hundi  fährt kostenlos. Ach ja, diese Busse fallen einem auch ins Auge, da sie eine ungewöhnliche auffallende Form und wirklich stylische Farben haben. Zuerst dachten wir es wären Straßenbahnen, da man die Räder kaum sieht. Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen Kaffee Creme und freuen uns an der warmen Abendsonne. Eigentlich wollten wir dann im Womo bleiben. Aber nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlen die historischen Gebäude in warmen Licht. Das sieht so märchenhaft aus das wir nochmals los müssen. Das sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Metz bei Nacht! Stimmungsvolle Beleuchtung,gut durchdacht und einladend. In den Gassen wimmelt es von Menschen die im Freien sitzen und man hört Lachen und Musik. Hier lebt die Stadt und man fühlt sich wohl. Spät geht’s nach hause aber dieser Tag hat uns mit dem Fiasko von gestern wieder versöhnt.

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30.Mai 2015

Was für ein Morgen! Sonnenschein pur und ein wundervoller Ausblick auf das Wasser und die vielen Enten.
Gassirunde beendet. Und nun muss ­Smudo im Womo bleiben, weil wir zum Bummeln auf den Markt wollen. Zuerst aber sehen wir uns die Kathedrale von innen an, da gestern Abend schon geschlossen war. Ein weiterer Pluspunkt für diese Stadt! Unglaublich schön, das Kirchenschiff ist mit 42 Metern eines der höchsten in Frankreich. Die glatten und imposanten Pfeiler stehen mächtig und stark im Raum und man hat einen freien Blick nach ganz oben. Es wirkt hier hell und einladend und sehr bunte, farbenfrohe und unglaublich ansprechende Glasfenster strahlen hier einmal nicht Strenge, sondern Lebensfreude aus. Einige Fenster sind von Marc Chagall, dem berühmten Maler, entworfen worden. Die Kirche ist ein Meisterwerk der Bau und Glaskunst und für alle die solche Bauten lieben, wie wir, auf jeden Fall ein Sahnestückchen. Nun locken die Köstlichkeiten der Markthalle und des Straßenmarktes. Wie es hier duftet!Und es gibt alles, was den Gaumen erfreut. Wir naschen überall ein wenig. Schinken, Wurst, Erdbeeren, Brezeln und natürlich Crêpes. Danach probieren wir noch das ein oder andere Teil in den kleinen Läden. Und dann ­ist es Zeit zurückzugehen. Um 14 Uhr müssen wir den Campingplatz verlassen. Also für alle, die schon mal an Metz vorbei gefahren sind: Das nächste Mal anhalten, auf den empfehlenswerten Campingplatz gehen und die Stadt bei Tag und bei Nacht erkunden. Lohnt sich!! Und wir düsen jetzt weiter Richtung Heimat und wollen zum Abschluss den letzten Tag in Speyer verbringen. Auch eine Stadt, an der wir schon oft vorbeigekommen sind, ohne anzuhalten. Ohne Verzögerung, nur mit einem Stopp zum Erdbeereinkauf, erreichen wir den Stellplatz am Technikmuseum. Alles ist in unmittelbarer Nähe auch zu Fuß gut erreichbar. So auch ein freundlicher Biergarten am Rhein und wir kehren dort ein und lassen es und schmecken. Noch eine kleine Runde am Ufer entlang, dann endet der Tag, wie er begonnen hat. Gut und schön, nur nicht mehr in Frankreich, sondern wieder in der Heimat.

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31.Mai 2015
Speyer, die Domstadt. Technikmuseum, Flugzeuge und das ­Sealife. Und da geht heute unser Weg hin. Mit dem Fahrrad sind das vom Platz gerade mal ein paar Minuten. Mehr als 3000 Meerestiere erwarten uns in der Unterwasserwelt. Mit unseren Gutscheinen vom Stellplatz erhalten wir 10 Euro Rabatt und so kostet der Eintritt für uns beide 21Euro. Sehr lieb ist das alles eingerichtet. Und es macht Spaß sich die Bewohner der feuchten Elemente anzusehen. Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. 13 thematisierte Unterwasserwelten, Haie, Rochen, Krokodile und Meeresschildkröten. Seepferdchen und Seesterne zählen zu unseren Lieblingstieren, um so mehr stört es uns leider das ­es ein sogenanntes „Berührungsbecken „ gibt. Da liegen ein paar Seesterne im seichten Wasser und jeder darf sie betatschen und berühren. Wir fragen nach ob das den den Tieren gefällt und erhalten die Antwort: Die werden ja ­alle paar Tage ausgewechselt! Na ja dann! In so einem Fall wären wir lieber kein Seestern!! Und manche Becken finden wir zu überfüllt mit Fischen, mit ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu vergleichen. Aber das ist ja auch nicht die Natur. Jetzt waren wir hier aber ein zweites Mal muss nicht sein. Also jetzt wieder Kirchen und Gotteshäuser! Zur Erklärung: Wir sind keine Gläubigen aber wir bewundern die Baukunst vergangener Zeiten und können manchmal kaum glauben, was da ohne aufwendige Hilfsmittel und Maschinen entstanden ist. Und nicht viele moderne Bauwerke haben diese Schönheit und diese Ausstrahlung, die solche ehrwürdigen Gebäude einfach präsentieren. Deshalb ziehen uns solche Wunderwerke einfach magisch an. So auch der Dom von Speyer. Von außen ein zeitlos schönes Bauwerk. Warme Farbtöne, die im Sonnenlicht strahlen. Die Fassade schlicht und doch raffiniert. Innen stockt uns der Atem. Es riecht nach Weihrauch und das nicht gerade wenig! Ein offener Blick nach oben und ein weiter Blick nach vorne. Für eine katholische Einrichtung doch schlicht gehalten. Eine wirklich schöne Orgel und ein Taufraum mit einem edlen Taufbecken vermitteln Eleganz und Estetik. Es gibt viel zu sehen und alles wirkt fast wie ein Museumsbesuch und nicht wie eine Kirche. Als wir nach außen treten, ist es angenehm warm und wir runden unseren Besuch in Speyer mit Kaffee und Kuchen ab. Dann radeln wir zurück und werden von Smudo äußerst freudig empfangen. Nun ist es nicht mehr weit und wir kommen wohl behalten wieder zu Hause an. Unsere Reise ist beendet und wir sind uns sicher, es war das erste Mal in der Normandie und der Bretagne, aber sicher nicht das letzte Mal!

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Abschlussbericht:

Es war ein ganz toller Urlaub in zwei einmalig schönen Provinzen von Frankreich.
Traumhafte Strände, gewaltige Steilküsten, malerische Orte, historische Stätten, traurige Zeitzeugnisse, Emotionen, gastfreudige Menschen, viele schöne Übernachtungsplätze und Natur in ihrer Ursprünglichkeit erweckt den Wunsch, noch etwas mehr zu sehen.
Als einziger negativer Punkt sei der immerwährende kühle Wind zu erwähnen.
Aber das ist aber auch schon alles, was etwas gestört hat.
Und hier würden wir auf jeden Fall wieder hinreisen, auch für etwas länger.
Also von uns gibt es dafür: 3 x Daumen hoch!!

Wir waren insgesamt 24 Tage unterwegs.

Übernachtungen: 23
Stellplatz kostenlos: 11
Stellplatz gebührenpflichtig: 10
Campingplatz: 2
Gefahrenen Kilometer: 2932 KM

Autobahngebühren: 74,70 Euro

 

 

Werner & Susanne Vogg on tour

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)