WESUV-ON-TOUR.de
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Reise in die Vergangenheit
Wir wollen ein paar der wichtigsten Kriegsschauplätze in Frankreich besuchen
die so bedeutend für die deutsche Geschichte sind das sie nie in Vergessenheit geraten dürfen!
Zu viele Menschen haben Ihr Leben gelassen und jeder Einzelne hat durch seinen Tod eine Lücke in seiner Familie hinterlassen und den Verlauf der Familiengeschichte verändert.
So sinnlos ist ein Tod durch Krieg und Machtstreben und doch geschieht es immer noch – heute, jetzt, in dieser Minute – auf unserem Planeten – und zurück bleiben nur die Trauernden und Leidenden.
Deshalb darf es für unser Land einfach keinen Krieg mehr geben und die Menschen, die keine Chance zum Weiterleben hatten, dürfen nie vergessen werden, ihr Tod soll einen Sinn gehabt haben.
Dass wir gelernt haben, dass Krieg und Gewalt keine Lösung sind!

 

8.Mai 2015
Unsere Reise beginnt!
Heute ist ein historischer Tag!
Vor genau 70 Jahren wurde der 2.Weltkrieg beendet!
Der 2. Krieg, der so viele Opfer forderte und nur Zerstörung und Schmerz zurück lies.
Jeder in unserem Alter – 50 +, kennt oder kannte noch Zeitzeugen, die den 1. und 2. Krieg selbst erlebt haben.
Und in unseren beiden Familien gab es fast alles, was vorkommen kann:

Soldaten die im Kriegseinsatz waren,

Verletzte, Kriegsgefangenen in Russland und Frankreich
Vermisste, Tote, Frauen, die ihre Kinder durchbringen mussten –

die Männer Tod, vermisst oder in Gefangenschaft,

Heimatvertriebene die ihr Land verlassen mussten
Kinder, die ohne Väter oder ganz ohne Familie aufwachsen mussten
aber auch Parteifreunde und Verräter

Deshalb gedenken wir heute allen Familienmitgliedern, die unter diesen beiden brutalen und zerstörenden Kriegen gelitten haben, denen die nicht mehr unter uns sind und auch denen die noch bei uns sind und den Krieg überlebt haben!
So, wir starten und fahren bis nach Landau um dort am Bad „ laola „ zu übernachten.Wir sind wieder on tour – und voller Erwartung was wir erleben werden.

 

9.Mai 2015
Unser Weg führt uns über die Autobahn direkt nach Verdun. Hier war eine der bedeutendsten Schlachten des Ersten Weltkrieges. Und hier gibt es in der ganzen Gegend sehr viele Soldatenfriedhöfe und Beinhäuser.
Unzählige Denkmäler und intakte Kriegsschauplätze.
Diese Gegend an der Maas war so umkämpft wie keine Andere.
700 000 Soldaten ließen hier ihr Leben.

Was für eine unvorstellbare Zahl!!
Es lohnt sich, das Ganze bei Wikipedia einmal nachzulesen.

Unser Interesse liegt bei den drei wichtigsten Standorten.

 

1.) Das Beinhaus, in dem 130 000 namenlose Soldaten ihr letzte Ruhe fanden und dem Großen französischem Soldatenfriedhof mit seinen weißen Kreuzen davor.
Jedes Kreuz trägt einen Namen, und obwohl es schön und gepflegt aussieht, wissen wir das diese Namen auch zu einem Menschen gehören, der keine andere Wahl als den Krieg und das Sterben hatte.
Vor dem Eingang des Gebäudes fand 1984 die sehr bedeutsame Begegnung zwischen Bundeskanzler Kohl und Staatspräsident Mitterrand statt, genau so wichtig in der Gestik wie der Kniefall Willi Brands in Warschau –

Deutschland und Frankreich haben sich die Hände zur Versöhnung und Vergebung gereicht

und den Weg für ein Europa geebnet!

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Bilder in Antikoptik

2.)Der kleine deutsche Soldatenfriedhof Consenvoye.
Ruhig und friedlich sieht es aus, Blumen blühen zwischen den schwarzen Kreuzen der deutschen Gefallenen und nichts lässt erahnen, wie diese Menschen gestorben sind!
Auch ein historischer wichtiger Ort!
Hier fand zum ersten Mal seit Kriegsende eine gemeinsame Gedenkfeier eines deutschen und eines französischen Regierungschefs für die Opfer des 1.Weltkrieges statt -
kein französischer Staatschef hat zuvor einen deutschen Staatschef zu einem gemeinsamen Gedenken eingeladen.

Herr Kohl und Herr Mitterand haben viel für die neue Freundschaft dieser beiden Länder beigetragen und durch Ihre Haltung und Ihren Respekt dem andern Land gegenüber die Weichen für ein späteres Europa gestellt – ihnen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank dafür!

 

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3.)Fort Douaumont – diese Festung war schwer umkämpft und immer im Mittelpunkt der Gefechte.
Wir besichtigen die Anlage und es lässt uns erschauern, was wir über einen Kopfhörer erzählt bekommen. Wenn man die Schreie der Soldaten heute noch hier hören könnte, würde man es nicht aushalten können so schrecklich müssen diese Angriffe gewesen sein. Monate und Jahre lang in diesen unterirdischen kalten Gängen und Kammer gelebt zu haben, immer in Angst und Kälte und am Ende wartete doch nur der Tod! Das ist keine Filmkulisse, nein! Hier haben unzählige Menschen verschiedener Nationalitäten für eine Sache ihr Herz und Ihren Willen ­verloren, um zum Schluss alle Verlierer zu sein! Obwohl wir nicht gläubig sind, schließen wir für einen Moment die Augen und beten für alle die verlorenen Seelen, und wenn es einen Gott gibt, soll er sie in Gnade bei sich aufnehmen und ihnen das geben, was sie nie hatten – ein Leben in Frieden!!

 

Diese Gegend ist voll mit solchen Stätten und man könnte noch vieles besichtigen aber diese drei Punkte waren für uns am bedeutungsvollsten und am wichtigsten für die deutsche Geschichte und wir haben alle drei Orte mit dem größten Respekt, mit Würde und Demut besucht und der Bitte an den Himmel, dass wir und unsere Nachkommen solche grauenhaften Zeiten nie erleben müssen.

 

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10.Mai 2015
Wir reisen ganz gemütlich über die Nationalstraße nach Soissons.
Direkt am Ufer, beim Bootsanleger gibt es einen kostenlosen Stellplatz.Sehr schön gelegen und ruhig.
Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang mit Smudo und besichtigen die große Kathedrale der Stadt.
Es gibt zwei große Denkmäler für den 1.und 2.Weltkrieg und die Häuser sind schnuckelig und kleine Kneipen laden zum Einkehren ein.
Aber wir machen lieber noch ein wenig Nordic Walking am Ufer entlang. Smudo ist müde und will schlafen so das wir eine schöne Strecke ohne ihn ablaufen können.Und so endet der Tag gemütlich im Womo beim Homepage schreiben.

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11.Mai 2015

Nach einer ruhigen Nacht geht es weiter zum Küstenort Etretat. Da wir lieber durch das Hinterland reisen wollen und nicht über die Autobahn, geben wir ohne Mautstraßen ein. Und so erleben wir eine wunderschöne Frühlingslandschaft und der Weg führt durch kleine verschlafene Ortschaften und über sanfte Hügel mit weißen Kühen.Das ist Urlaub – nicht rasen sondern genießen!

Und am späten Nachmittag biegen wir am Ortsanfang von Etretat auf den Stellplatz ein und finden eine schöne Stelle wo wir uns häuslich einrichten können. Der Platz ist günstig und kostet nur

8 Euro für 24 Stunden.

Mit dem Fahrrad geht’s dann natürlich noch an den Strand. Jippi – das Meer – der Ärmelkanal und eine nette Strandpromenade erwarten uns nach den kleinen Städtchen.

Endlich wieder Meeresrauschen und Möwengeschrei,

einfach herrlich !

 

12.Mai 2015

Nach dem Frühstück geht Werner mit Smudo Gassi damit er seinen Auslauf hatte. Denn wir machen uns ohne ihn mit den Fahrrädern auf den Weg zur Küstenbesichtigung. Er kann dann im Womo schlafen und ausruhen.

Der kleine Ort ist voll mit Touristen und die Geschäfte haben viel vor die Türe gestellt. Ein buntes Treiben herrscht in allen Straßen. An der Promenade erfreuen wir uns zuerst einmal an dem wunderschönen Anblick der Kiesel und den beiden Felsentoren links und rechts. Dann nutzten wir die Ebbe und laufen über den Steinstrand zur Höhle,die keine Stunde später nicht mehr erreichbar sein wird und ein paar Wagemutige die die Zeit nicht im Auge behalten haben müssen durch das fast hüfthohe Wasser zurück waten. Wer jetzt noch in der Höhle ist muss die nächste Ebbe abwarten und kann erst in ein paar Stunden wieder an Land gehen.

Über eine Treppe und einen Weg geht es dann nach oben auf die Felsen. Immer wieder halten wir an und können uns kaum satt sehen an dem unglaublichen Ausblick. Gegenüber steht die kleine Kirche auf dem Hügel und unter uns ragt die Felsennadel aus dem blauen Wasser. Eine grandiose Naturkulisse und man wartet gerade zu darauf das ein Piratenschiff in den Buchten ankert. Der weiße Kalkstein bietet eine tollen Kontrast zu dem satten Grün der Hänge und dem blühenden gelben Ginster. Frühling pur !!

Lange verweilen wir dort oben und lassen einfach die Seele baumeln.

Dann geht’s fröhlich zurück zum Abendessen.

Es wird sehr frisch, 8 Grad, aber trotzdem machen wir uns nach Sonnenuntergang wieder auf den Weg, diese mal mit Smudo, um die Felsen beleuchtet zu sehen. Der Weg lohnt sich und wir haben alle drei noch eine Spaziergang gemacht, als Abschluss für einen tollen Tag und zum Abschied von diesem schönen Fleckchen Erde.

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13.Mai 2015

Ver - und Entsorgung sind erledigt. Alles wieder bestens und unser nächstes Ziel ist Le Havre. Keine 30 Kilometer und wir finden den Stellplatz am Kreuzfahrthafen auf Anhieb.

Ein riesiger Industriehafen und eine etwas besondere Stadt.

1945 wurde die Stadt fast völlig zerstört und deshalb neu aufgebaut. Die Stadt selbst ist nicht so schön, alles in Beton. Aber gerade das macht die Gebäude interessant. Vieles ähnelt dem Baustil im Osten. Und die gesamte Innenstadt gehört zum Unesco Welterbe. Überall hier an der Küste werden die berühmten Maler erwähnt die sich von dieser schönen Landschaft und den lieblichen Fischerorten angezogen fühlten. Am bekanntesten ist wohl Claude Monet.

Sehenswert sind die Kathedrale Notre – Dame die nach dem zweiten Weltkrieg restauriert wurde.

Das Hotel de Ville, das seinen sozialistische Bild nicht verleugnen kann und wirklich nicht sehr schön ist.

Ein Stück weiter ein großer weißer Bau den die Einheimischen „ Joghurtbecher „ nennen und man es auch gleich erkennen kann. Dem gegenüber ein Denkmal für den 1.und 2 Weltkrieg – ein wahren Stilbruch!

Aber das Highligt dieser Tour ist auf jedenl Fall die Kirche St.Joseph!

Ein unglaublich beeindruckender und imposanter Kirchenbau. Schon von außen eine Augenweide. Ein Laternenturm mit einer stolzen Höhe von 107 Metern zeigt vom Meer und von Land den Weg in die Stadt.

Die Kirchenfenster bestehen aus 12.768 farbigen Gläsern! Aber die Schönheit dieser Konstruktion zeigt sich erst im Innenraum. Wir betreten durch das Portal dieses Meisterwerk und staunen über die märchenhafte Ausstrahlung der Bauweise. Alles ist offen, der Turm ist bis zur Spitze sichtbar, in der Mitte glänzt ein markanter Altar. Die Kirche ist erfüllt von Musik : Ave Maria tönt aus den Lautsprechern und dieses Lied passt so gut zu diesen Gesamtbild das man stumm bleibt und nur noch hören und sehen möchte. Die Farben der vielen Fenster gestalten eine sehr warme Atmosphäre und ein sanftes Licht und sind den vier Himmelrichtungen zugeordnet und auf der Basis von 7 Farben aufgebaut. Man muss sich einfach kurz setzen und diese „sinfonische Dichtung „ , wie es ein Mitarbeiter des Erbauers genannt hat, in sich aufnehmen und wirken lassen. Ein Fest für die Sinne! Nur schwer können wir uns trennen und wieder ins Tageslicht zurück gehen.Aber Smudo wartet schon und wir wollen heute noch weiter nach Honfleur.

Und dazu nutzen wir natürlich die geniale Brücke:

Pont de Normandie, 2km lang geht sie über die Seine, mit 865 Meter Spannweite, bestimmt eine gelungene Verbindung zweier Ufer!

Der Stellplatz in Honfleur ist fast voll, aber wir finden noch ein Plätzchen und können noch einen Abendspaziergang in den netten Ort machen.

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14.Mai 2015
Wir werden durch die Musik des Regens geweckt, der auf das Dach trommelt. Deshalb lassen wir es langsam angehen und trödeln ein wenig beim Frühstück. Dann geht es ins Städtchen. Und was soll man sagen?
Honfleur ist auch bei Regen ein ganz bezaubernder Ort. Die Gassen mit Kopfsteinpflaster und die uralten mit Schiefer verkleideten Häuser so wie der Hafen lassen Urlaubsfeeling aufkommen und man schlendert so vor sich hin. Die gut erhaltene Holzkirche Sainte-Catherine in der Altstadt wurde eigentlich als Provisorium errichtet wurde aber dann beibehalten und ist wirklich,­trotz ihren Einfachheit, sehr schön und hat Charme.
Wir nutzten die Gelegenheit, was wir ab und zu tun, und zünden eine Kerze für unsere Familien an. Danach besuchen wir eine Bilderausstellung mit Künstlern aus der Umgebung. Sehr schöne Bilder in einer sehr harmonischen Halle. In einem Schokoladengeschäft können wir nicht widerstehen und füllen ein paar Köstlichkeiten in ein Tütchen.
Teuer, aber sehr lecker!! Und mit frischen Backwaren aus einer Bäckerei geht es wieder ins Womo. Wir verlassen Honfleur und steuern das nächste Ziel an: Trouville – auch wieder nur gerade mal 20 km weiter. Dort angekommen stellen wir fest, dass der Stellplatz am Hafenbecken nicht mehr zur Verfügung steht. Hier dürfen nur noch Hänger mit Booten halten. Aber im Moment ist der Platz doch von einigen Wohnmobilen belegt und wir stellen uns einfach dazu und machen einen Spaziergang zum Strand. Das Wetter ist toll und wir genießen die frische Luft. Danach entschließen wir uns, am Bahnhof zu übernachten. Das ist erlaubt und kostet normal 5 Euro, aber heute ist es kostenlos da Feiertag ist – super!
Am Abend ­geht es mit Smudo noch mal ans Hafenbecken bevor ­wir eine ruhige Nacht verbringen.

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15.Mai 2015
Wir sind heute früher aufgestanden, da wir beide Orte besichtigen wollen. Zuerst geht es nach Trouville auf den Fischmarkt. Frische Meerestiere in allen Variationen: Austern, Gamba, Langusten, Muscheln und Fische,
und ein paar kleine Marktstände mit Süßigkeiten, Käse und Wurst.
Wir kosten uns durch und kaufen Schinken und Salami, sehr lecker!
Nach einem kleinen Stadtrundgang laufen wir auf die andere Seite des Hafenbeckens nach Deauville. Dieser Badeort ist ein mondäner Platz in dem sich die Schönen und die Reichen (beides trifft nicht immer zu !) in den großen Hotels, im ­Casino oder auf der Rennbahn treffen. Der Strand ist ein Publikumsmagnet, da hier die Umkleidekabinen nach den Prominenten benannt sind, die sich hier umgezogen haben.
Die Liste ist ­lang und viele Namen kennen wir auch.
Der Strand ist sehr breit und für jeden zugänglich und die Promenade bietet alles, was das Herz begehrt.
Die beiden Städtchen liegen so nahe beieinander das ­wir in kürzester Zeit wieder am Bahnhof sind und uns für die Weiterreise fertigmachen können. Über kleine Straßen und Wege, die uns durch verschlafene Dörfer und Gehöfte führen, geht es nach Cabourg. Die Landschaft ist hier so wunderbar grün und die Häuser, die oft durch ein Tor und eine lange Auffahrt geschützt im Hintergrund stehen, begeistern uns jeden Tag. Oft sieht das aus wie aus einer Filmkulisse. Und die Art der Häuser wirkt so romantisch,das man sofort hier Urlaub machen möchte.
In Cabourg parken wir am Hippodrom und laufen in die Innenstadt. Aber Smudo ist heute nicht so gut drauf und möchte nicht laufen. Also bringt ihn Werner zurück ins Womo und wir erkunden ohne ihn die französische Gemeinde. Das große Grand Hotel dominiert hier den Ort und alle Straßen laufen fächerartig auf dieses Gebäude zu. Die Häuser sind teilweise sehr alt und schön verziert aber es stehen auch viele leer oder zum Verkauf. Nach einem ausgiebigen Bummel sind wir dann total überrascht als wir am Wohnmobil, aber nur wir!!, einen Strafzettel über 35 Euro vorfinden! Wir können natürlich nicht fassen warum und fahren erst einmal zur Touristikinfo. Die schicken uns weiter zum Polizeirevier und von da aus müssen wir wieder in die Fußgängerzone in ein Tabakgeschäft! Dort werden die 35 Euro bezahlt und auf die Verwarnungskarte werden zwei Briefmarken geklebt mit dem bezahlten Betrag, das kommt dann in den Briefkasten und wird an die Polizeistelle geschickt – als Beweis, das wir bezahlt haben!! - Wie umständlich und zeitraubend das alles ist!!! Die Auskunft bei der Polizei war, dass wir den Radweg blockiert hätten!Ihr könnt auf einem Bild sehen wie weit wir in den Radweg gestanden haben. Aber wozu diskutieren, wir hätten ja doch bezahlen müssen.
Also nicht mehr ärgern und schnell weiter.
Und so erreichen wir noch am Abend das Bilderbuchdorf:
Beuvron-en-Auge

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16.Mai 2015
Gestern Abend haben wir noch die Gelegenheit genutzt und um uns im Ort umzusehen.
Wie wir aus jahrelanger Erfahrung wissen, ist die beste Zeit für Sehenswürdigkeiten oder besondere Orte, immer sehr früh morgens oder spät abends. Einfach darum, weil da noch niemand da oder schon wieder alle weg sind. Und das passt immer. So entstehen meistens die Bilder ohne fremde Menschen darauf. Und auch dieses ­mal klappt das wieder. Kein Mensch zu sehen, alles ruhig und ungestört können wir fotografieren und durch die Gassen laufen. Beuvron-en-Auge zählt zum handverlesenen Kreis der „schönsten Dörfer Frankreichs „ . Ein romantischer Hauptplatz wird von kleinen süßen Fachwerkhäusern umsäumt und die Menschen hier geben sich viel Mühe mit Blumenschmuck und Dekoration eine keine heile Welt zu erhalten. Für uns hat sich der Abstecher ins Hinterland gelohnt und auch der Stellplatz ist für uns völlig o.k. Ruhig und nah am Ort. Man muss in der Hauptstraße in eine Bar und sich dort einen Jeton für 6 Euro holen. Das ist der Preis für die Übernachtung. Und mit diesem Jeton kann man dann vor der Abreise sein Abwasser und seine Toilette entleeren und seinen Wassertank auffüllen. Das ist im Preis dabei. Alles bestens! Und wir müssen auch nochmals erwähnen das ­es unglaublich viel Spaß macht durch die Normandie zu reisen. Diese schnuckeligen Häuser mit Ihren gepflegten Gärten und die Auffahrten mit herrschaftlichen Toren. Die keinen Straßen und die großen Weideflächen mit allerlei Tieren. Das ist Natur und Schönheit zugleich. Die Normandie hat unsere Herzen im Sturm erobert!!

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16.Mai 2015 – am Abend!

Über kleine Wege erreichen wir das große Ziel unserer Reise.
DIE LANDUNGSSTRÄNDE DER NORMANDIE!
OPERATION OVERLORD
Der 6. Juni 1944 - D-Day – das bedeutet so viel wie bei uns der Ausdruck: TAG X

das ist die Bezeichnung der Amerikaner für den Tag der Landung
der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg.
150.000 Amerikaner, Briten, Franzosen, Polen sowie Kanadier und weitere Commonwealth - Angehörige stürmten an fünf verschiedenen Stränden die Normandie.
Danach folgte die Invasion in der Normandie.
Das war der Anfang von Ende des Krieges.
Nach Lesen kann man das überall.
Die Strände bekamen Ihre Namen nach den Codenamen der Einsätze
und diese Namen wurden später auch beibehalten:
Sword Beach, Juno Beach, Gold Beach, Omaha Beach und Utah Beach und ein strategisch sehr wichtiger Ort:
die Landzunge Pointe du Hoc
Wir haben uns für die zwei amerikanischen Strände entschieden.
Oberhalb des Omaha Strand gibt es einen sehr schönen Campingplatz mit dem gleichen Namen.
Wir stehen so günstig das ­wir den kompletten Strandabschnitt von oben betrachten können. Bei Ebbe und bei Flut. Und das für gerade mal 19 Euro incl. Strom!
Ein eigener Zugang zum Strand ­ermöglicht es uns wieder am Abend fast alleine am Ort des Geschehens zu sein. Ein wunderschöner, breiter Sandstrand und eine traumhafte Kulisse lassen einem schnell vergessen, was hier vor über 70 Jahren geschehen ist. Und Smudo darf nach Herzenslust toben und springen. Aber dann bleiben wir stehen und schauen auf den Horizont und stellen uns vor, wie es gewesen sein muss als da hinten, wie eine schwarze Wand die Kriegsschiffe aufgetaucht sind und wie sich der Sand unter unseren Füßen rot verfärbt hat und übersät, wurde von jungen Soldaten die ihr Leben hier verloren haben.
­Historischer Boden und ein ganz großes Kapitel deutscher Geschichte ­offenbart sich uns hier. Durch den Einsatz vieler Nationen wurde an diesen Stränden unsagbares Leid für Millionen von Menschen beendet. Und einige unserer Vorfahren hatten das Glück diese bitteren Jahre ­überlebt zu haben. Und dafür sind wir dankbar. Und es ist richtig so , das wieder Kinder hier spielen und Menschen lachen. Das Geschehene wird hier nicht vergessen werden, dafür sorgen viele Denkmale, Museen und die D-Day Feiertage. Beeindruckt vom geschichtlichen Hintergrund aber auch der Schönheit dieser Bucht machen wir uns auf den Rückweg und schauen vor dem Wohnmobil sitzend noch lange auf das Meer der Befreiung.

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17.Mai 2015

Ein Blick wie aus dem Bilderbuch zeigt sich beim Blick aus dem Wohnmobil. Was für ein Sonntagmorgen!
Nur warm ist es hier um diese Jahreszeit nicht wirklich, nachts gehen die Temperaturen auf 8 Grad zurück, tagsüber sind es ca.14 Grad und der kalte Atlantikwind. Aber geschützt hinter dem Wohnmobil, wo es windstill ist, wärmt die Sonne schon angenehm. Wir ­marschieren los um uns die Umgebung anzusehen. Eine Herde Ziegen tummelt sich auf dem Campingplatz, das hatten wir auch noch nie. An der Straße entlang geht es nach Vierville-sur-Meer. Weiße Kühe grasen friedlich und vor dem D-Day-Museum hat man einige Kriegszeugnisse aufgestellt.
Wir nehmen den Weg zur Kirche, die schon von außen sehr interessant aussieht. Im Innenraum überrascht uns die Schlichtheit. Ohne viel Geschnörkel und Prunk spiegelt diese Einfachheit die Bewohner dieser Gegend wieder. Wir können uns vorstellen, wie viele Menschen in den Kriegsjahren hier gebetet haben. Das der Krieg bald endet, der Mann oder der Sohn zurückkommt, das Haus und die Familie geschützt wird. Und auch Soldaten aus anderen Nationen eine Bitte nach oben geschickt haben, um bald wieder in ihre Heimat zu können. Gerade hier, wo so viele Nationen an einem Platz stationiert waren. Auch der kleine Friedhof erstaunt uns. So eine Grabgestaltung haben wir noch nie gesehen. Die Gräber sind komplett geschlossen und es stehen viele kleine Gedenktafeln auf den Platten und nur Kunstblumen als Schmuck. Und meistens Familiengräber, oft mit dem erst genannten schon vor 1900.Ein Besuch lohnt sich wirklich. Wir wählen als Rückweg nochmals den Omaha Beach und genießen die Sonne und die frische Meeresprise.

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18.Mai 2015
Heute Nacht hatte es nur 3,8 Grad und am Morgen nieselt es und es weht ein eisiger Wind. Wir packen alles zusammen und machen uns auf den Weg zu der letzten 2.Weltkrieg Station.
Pointe du Hoc
(Alles, was es zu besichtigen gibt, ist kostenlos)
diese Landzunge war sehr umkämpft, weil sie strategisch sehr wichtig war.
Heute ist das ganze Gebiet eine Gedenkstätte. Es sind noch zahlreiche tiefe Bombenkrater zu sehen und Bunker, die man besichtigen kann. Die Geschichte der Invasion wird auf Schautafeln erklärt und die Befehlshaber dieses Einsatzes werden vorgestellt. Von der Spitze der Landzunge hat man einen Blick über die gesamte Bucht, ein wunderschöner Küstenabschnitt, auf dem aber so viele Menschen gekämpft und Ihr Leben gelassen haben. Die Erinnerung wird von den Amerikanern wach gehalten und in einer Halle zeigt ein ­keiner Dokumentarfilm mit Zeitzeugen und Originalfilm und Bildaufnahmen den Tag der Befreiung. Vor uns sitzen ein paar ältere Herren und Damen, denen bei den Berichten die Tränen über die Gesichter laufen. Auch wir sind berührt und leise verlassen wir die Gedenkstätte. Auf dem ganzen Gelände haben wir sehr viele junge Menschen gesehen, aller Nationalitäten, die mit Ehrfurcht und Interesse alles gelesen und angeschaut haben. Das gibt doch die Hoffnung das ­aus „der Geschichte“ nicht nur Geschichten werden die man erzählt sonder das die Ahnen und ihre Taten in Erinnerung bleiben, nicht nur als Soldat und Kämpfer, sondern als Menschen die für ihr Vaterland gestorben sind. Und damit meinen wir jede Nationalität, auch unsere deutschen Opfer, den jeder hat sich für sein Land eingesetzt und sein Leben dafür gegeben. Und dabei spielte es keine Rolle, wer den Krieg begonnen oder beendet hat, wer Sieger oder Verlierer war, dem am Ende ­diese sinnlosen Kampfes gab es nur Opfer auf allen Seiten.

 

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Unser nächstes Ziel ist der große Leuchtturm von Gatteville. Der Zweithöchste in Europa, 75 Meter hoch. Durch das nette Dörfchen Barfleur geht es noch ca.2 km bis nach Pointe de Barfleur. Gatteville de Phare. Rund um den Leuchtturm kann man über die Steine spazieren. Aber heute bläst der Wind mit einer so starken Geschwindigkeit, dass der Leuchtturm geschlossen bleibt, weil es für Besucher zu gefährlich wäre. Schade!

Wir versuchen trotz der steifen Prise bis ans Wasser zu kommen und Smudo legt die Ohren an und kämpft sich tapfer nach vorne. Die Luft ist herrlich und es riecht nach Meer. Im Womo machen wir noch eine Kaffeepause, dann geht es weiter nach Cherbourg auf den Stellplatz direkt am Meeresmuseum. Wir ergattern noch den letzten Platz und unser „Schiff“ sieht riesig aus gegen die anderen Reisemobile. Direkt hinter uns liegt das größte Atom-U-Boot, das man beim Besuch des Museums besichtigen kann. Der Wind pfeift immer noch und schüttelt uns durch und so machen wir noch einen kurzen Spaziergang mit Smudo und dann nichts wie in dir Hütte. Mensch und Tier!

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weiter geht es bei :                                                             " Frankreich Mai 2015 Teil 2 "                                       oben in der Leiste !!!

Werner & Susanne Vogg on tour

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Unsere Reisen:

 

Marokko 2012
Sardinien 2013

Frankreich 2013

Bayern 2013

Schweden 2014

Finnland 2014

Norwegen 2014

Dänemark 2014

Frankreich 2015

 

 

 

 

 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!

 ( Wilhelm Busch)